Eginald Schlattner: Wasserzeichen. Ersonnene Chronik. 2. Auflage 2020.

 Eginald Schlattner: Wasserzeichen.  Ersonnene Chronik. 2. Auflage 2020. ISBN: 978-3-86356-216-8, Reihe Epik Bd. 87, 628 S., €[D]29,00

Eine kurze Darbietung zu WASSERZEICHEN, mein letztes Buch, so und anders. Selbst wenn es bereits Gewusstes enthält, betrachte man es als ein abschließendes Gedächtnisprotokoll.

Die Erlebnisse der letzten zwei Jahre am Deutschen Lyzeum in Kronstadt/Stalinstadt und der Sommer danach aus der Zeit im Niemandsland -zwischen Bakkalaureat/Matura und wie weiter, was nun? – spielen eine zentrale Rolle in diesem Buch – verfremdet und doch durchscheinend, eben Wasserzeichen. Die Bemühungen um eine „versöhnte Vergangenheit“ sind mit ein beunruhigendes Anliegen.

Jedoch: Ist ein Buch gedruckt, angehört es nicht mehr dem Verfasser.

Es ist in die Hände der Welt gelegt. Und verwandelt sich im Guten, im Unguten durch die, die es Lesen, wächst auf alle Fälle über sich hinaus.

Doch nachdem es heißt, der Heilige Geist Gottes hat sein Wohlgefallen an gelungenen kulturellen Schöpfungen, sage ich:

Gott befohlen.

Zu mir ein Wort:

Für mich stand das vergangene Jahr unter dem Zeichen von ‚fallen‘, war gezeichnet von „Missfällen“:

Arbeitsunfall in der Kirche beim Friedensgebet. Und dann weiter: Nach dem Hinfall unselige Fälle und Vorfälle noch und noch. Auch ein Todesfall.

Nun also: Ausfälle ja!

Aber kein Wegfall: Jeden Sonntag halte ich Gottesdienst, allerdings vor den Menschenkindern aus den Lehmhütten beim Bach. Evangelische Deutsche sind wir noch vier Greise zu begraben. Selbst die Toten sterben aus.

Dazwischen wahrlich das Ganze metphysisch überhöht von Glücksfällen.

Und wie wir es glauben wollen: Alles in allem kein Unfall! Sondern eine Kette von Fügungen. Denkbar auch als Weg Gottes da hinaus, um nachzudenken, was am Ende der Biographie als Sündenfall benannt werden sollte und vielleicht in letzter Stunde wiedergutgemacht werden kann. Über dem Portal meiner Kirche (1225) steht in Marmorlettern: Weise mir, Herr, DEINEN Weg.“

Leider Rückfall vor einem Monat, unerträgliche Schmerzen. Es geschah eines Abends wie aus heiterem Himmel, wahrlich ein Überfall. Ich tappe neuerlich mit dem Gestell zwischen Bett, Bad, Büro meines Weges.

Traumziel bleibt, wieder mit dem flotten Krückstock, wie im Sommer, hochgestimmt dahinzuwallen, so zB von der Küche bis zur Kirche, unbegleitet!

Ansonsten beschirmt Tag und Nacht die Haustochter Carmen Bianca Trandafir mit viel Lachen und in Liebe. Die sich vor sieben Jahren, spitalsreif geschlagen, aus der Lehmhütte vom Bach eines Nachts auf den Pfarrhof gerettet hat, wissend um die offene Tür hier. Ich sagte: „Bleib!“

Nach 12 Jahren ist es soweit:

Am 16 März 2018 um 17:30 stellt Frau Dr. Edith Konradt das Buch vor: Wasserzeichen. Leipziger Buchmesse, Stand Rumänien.

Selbst Manuskripte haben ihre Schicksale. Befragt im Interview über die Anfänge 2006 konnte ich mit einer Erinnerung aufwarten, die stimmig ist, aber nicht stimmen muss.

Man vergesse nicht: Als Gemeindepfarrer, beginnend mit 1978 und seit 1991 landesweit als Gefängnisseelsorger, geschieht alles Schreiben zwischendurch.

Schon die Abfolge der Titel: Die 7 Sommer meiner Mutter, Die Stacheln der Kastanie – ersonnene Chronik, Bruchstriche und schließlich WASSERZEICHEN erweisen die vielerlei Konversionen des Textes. Die Widmung ist durchgehend: MIR.

Im Nachspann ist zu lesen:

Aufgeschrieben zwischen 2006 und 2017 im orthodoxen Nonnenkloster Sfântu Spiridon am Walde und auf dem evangelischen Pfarrhof in Rothberg bei Hermannstadt in Rumänien.

Ad maiorem Gloriam Dei!

Danksagung gilt Frau Dr. Edith Konradt, Geretsried, die in dem verwickelten Text ein „inneres Gesetz“ aufgespürt hat.

Ebenso möchte ich Dank sagen Frau Heidemarie Tamar Ambros, Chemnitz, für die standhafte Begleitung der Niederschrift von den Anfängen her.

Welches das Proprium gegenüber der restlichen siebenbürgischen Literatur sein könnte?

Denkbar, dass es die erlebte Innenansicht eines orthodoxen Nonnenklosters in Rumänien ist.

Und vielleicht die Frage nach Leiden, die man anderen zugefügt hat und wo sich der Ort einer Wiedergutmachung finden ließe, wenn es von Angesicht zu Angesicht zu spät ist.

Zwei verschiedene Versionen hat der Hausverlag Paul Zsolnay, Wien abgelehnt. Jedesmal mit der Begründung, die Niederschrift reiche nicht heran an die drei Romane zwischen 1998 bis 2005: Der geköpfte Hahn, Rote Handschuhe, Das Klavier im Nebel. Man sei darauf bedacht, dass mein „guter Ruf“ als Autor nicht beschädigt werde.

Die Agentur Altas, Bern, an der Spitze die erlesene Dame Katharina Altas, hat geschlagene drei Jahre rastlos versucht, für das Manuskript einen Verlag zu gewinnen.

Post festum haben sich gleich drei Verlage gemeldet.

Darunter der vielstimmige Verlag POP, Inhaber Traian Pop, beheimatet in Rumänien, zu Hause in Deutschland.

Es ist ein letztes Wort am Ende meiner Biografie. Das letzte Wort.

Ob und wie es gehört wird?

Zwei Damen befinden, die den Inhalt am Stück kennen, und jedes Teilstück dazu!

Frau Edith Konradt: „Die Fülle von springlebendigen Gestalten und oft haarsträubenden historischen Gegebenheiten, verdichtet sich zum breiten Zeitgemälde.“

Frau Tamar Ambros: „Langwierig, aber nicht langweilig. Und Wasserzeichen kann den übrigen Büchern ‚das Wasser reichen‘.“

Auf der Himmelsleiter der Geltungen, gewiss, wünsche ich meinen Büchern einen würdigen Platz. Aber auf den obersten Sprossen der Skala gilt für mich, den Geistlichen, als triftig ungleich anderes.

Denn: Meiner Seele Seligkeit hängt nicht von den Büchern ab.

Klappentexte

Eginald Schlattners „Wasserzeichen“ bewegen sich zwischen den literarischen Genres und setzen zwei Erzählebenen sowohl gegeneinander als auch parallel. Auf der ersten, die in einem rumänischen Nonnenkloster angesiedelt ist, geht der Autor an „gottdurchlässiger“ Stelle der ihn lebenslang bedrängenden Frage von Schuld und Vergebung nach. Wobei er gleichzeitig ein ebenso einprägsames wie skurriles Bild vom orthodoxen Klosterleben entwirft. Aus dieser Gegenwart blickt er zurück auf die Gymnasialjahre in Kronstadt, damals Stalinstadt, und die Menschen, die ihm am nächsten gestanden sind. Die Fülle von springlebendigen Gestalten und oft haarsträubenden historischen Gegebenheiten, die in Form einer Romanhandlung Revue passieren, verdichtet sich zum breiten Zeitgemälde der stalinistischen Willkürherrschaft in Rumänien, die als nachhaltige Bedrohung zum Greifen nahe heraufbeschworen wird.

Eginald Schlattner, geb. 1933 in Arad/Rumänien, evangelischer Pfarrer und Schriftsteller deutscher Sprache. Betreut seit 1991 als Gefängnisseelsorger Straftäter verschiedener Konfession in den Haftanstalten des Landes.

Verurteilt in den 50er Jahren als Student in einem politischen Prozess, arbeitete er nach der Entlassung als Ziegelbrenner, bei einer Staatsfarm, an einem Bahnbau, ehe er 1969 das Studium der Hydrologie abschließen durfte. Vier Jahre später sagte er dem Ingenieurberuf ab und studierte Theologie. Nach dem blutigen Ende der Diktatur 1989 erschienen zwischen 1998 und 2005 im Zsolnay Verlag, Wien, die Romane: Der geköpfte Hahn, Rote Handschuhe, Das Klavier im Nebel. Vielfach Übersetzungen, darunter in die Kontinentalsprachen spanisch, portugiesisch, russisch, Neue Auflagen, Verfilmungen.

Rote Handschuhe, das die zwei Jahre Zellenhaft bei der Securitate in Stalinstadt thematisiert, heute Kronstadt/Brasov, figuriert unter den hundert besten in deutscher Sprache geschriebenen Büchern 1999-2001 (Goetheinstitut, Internationes).

Weitere Publikationen: Mein Nachbar, der König und Odem (Schiller Verlag, Hermannstadt/Sibiu, 2013). Zuletzt Wassserzeichen (Traian Pop Verlag, Ludwigsburg, 2018).

Eginald Schlattner lebt auf dem Pfarrhof in Rothberg/Rosia – Siebenbürgen.

Zu seiner literarischen Produktion äußerte Sigrid Löffler, LITERATUREN: „Offensichtlich ist die Geschichte der Siebenbürger Sachsen zu Ende. Aber dieses Ende ist in den Romanen von Eginald Schlatter exemplarisch aufgehoben, im Hegelschen Sinne.“ Der Verfasser selbst befindet: „Meiner Seele Seligkeit hängt nicht von den Büchern ab. Sondern dass ich Pfarrer bin, als Erstes und als Letztes und manchmal durch und durch. Somit der Imperativ: Verlasse den Ort des Leidens nicht, sondern handle so, dass die Leiden den Ort verlassen.“

Klappentext

Von Nonnen und Narren, Ikonen und Namen – eine siebenbürgische Bilderwand, durchscheinend wie Wasserzeichen. (perlentaucher.de)
Von Nonnen und Narren, Ikonen und Namen – eine siebenbürgische Bilderwand, durchscheinend wie Wasserzeichen.
Sigrid Löffler äußerte 2001 beim Poetenfest in Erlangen: „Offensichtlich ist die Geschichte der Siebenbürger Sachsen zu Ende. Aber dieses Ende ist in den Romanen von Eginald Schlatter exemplarisch aufgehoben, im Hegel’schen Sinne.“
Denis Scheck in einem Brief, Dezember 2016: „… nach dem, was ich von Eginald Schlattner kenne, darf man von Weltliteratur sprechen.“
Der Verfasser selbst befindet: „Meiner Seele Seligkeit hängt nicht von den Büchern ab. Sondern dass ich Pfarrer bin, als Erstes und als Letztes und manchmal durch und durch. Somit der Imperativ: Verlasse den Ort des Leidens nicht, sondern handle so, dass die Leiden den Ort verlassen.“

Eginald Schlattners „Wasserzeichen“ bewegen sich zwischen den literarischen Genres und setzen zwei Erzählebenen sowohl gegen-einander als auch parallel.
Auf der ersten, die in einem rumänischen Nonnenkloster
angesiedelt ist, geht der Autor an „gottdurchlässiger“ Stelle der ihn lebenslang bedrängenden Frage von Schuld und Vergebung nach. Wobei er
gleichzeitig ein ebenso
einprägsames wie skurriles Bild vom orthodoxen Klosterleben entwirft. Aus dieser Gegenwart blickt er zurück auf die Gymnasialjahre in Kronstadt, damals Stalinstadt, und die Menschen, die ihm am nächsten gestanden sind. Die Fülle von springlebendigen Gestalten und oft haarsträubenden historischen Gegebenheiten, die in Form einer Romanhandlung Revue passieren, verdichtet sich zum breiten Zeitgemälde der
stalinistischen Willkürherrschaft in Rumänien, die als nachhaltige Bedrohung zum Greifen nahe heraufbeschworen wird.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.06.2018

Rezensent Elmar Schenkel entdeckt ein Vielerlei in Eginald Schlattners „Lebensroman“. Ob es um das Verhältnis des Autors zum Glauben geht, zur russischen Orthodoxie, zum Klosterleben, um seine Erinnerungen an den Nationalsozialismus, dann den Sozialismus in Rumänien, oder um das Hadern mit sich selbst, um die Siebenbürger Landschaft oder das eigene Liebensleben, immer trifft der Rezensent auf Unkonventionelles, auch sprachlich, wenn der Autor poetische Wendungen vollzieht. Schlattners poetisches und historisches Bild Siebenbürgens bleibt Schenkel im Gedächtnis. Eine Lebensbeichte, meint er, die als Vertiefung und Erläuterung von Schlattners Romanen gelesen werden kann.

Lesen Sie die Rezension bei buecher.de

Lieferbare Titel von Eginald Schlattner:

  • Romaniţa Constantinescu, (Hrsg.), Im kalten Schatten der Erinnerung. Eine Anthologie zeitgenössischer Prosa aus Rumänien.  (EPIK- Sammlung); 332 Seiten, ISBN: 978-3-937139-76-0, €[D] 20,00
  • Wasserzeichen. ISBN: 978-3-86356-216-8,  628 Seiten, €[D]29,00
  • MATRIX 1/2019 – Eginald Schlattner – Man verlasse den Ort des Leidens nicht, sondern handle so, dass die Leiden den Ort verlassen,  €[D]15,00

 

Franz Heinz: Endzeit

Franz Heinz: Endzeit

Reihe Epik Bd. 112, 264 Seiten, ISBN: 978-3-86356-304-2, €[D]19,50

Die Erzählung „Endzeit“ geht im Kern auf den Maler Franz Ferch (1900-1981) zurück. Er hatte sich am Ufer der Marosch – sie entspringt im siebenbürgischen Hochland und mündet in Ungarn in die Theiß – ein Haus mit Zimmer und Küche erbaut und dort, umgeben von Wassermüllern und Sandaushebern, sein umfassendes künstlerisches Werk gestaltet. Er durchlebte beide Weltkriege und siedelte 1979 in die Bundesrepublik Deutschland aus. Seine Arbeiten widerspiegeln das Banat und die gewaltsamen Veränderungen, die das 20. Jahrhundert auch in Südosteuropa hinterlassen hat.
Obwohl die in der Erzählung geschilderten Begebenheiten und Entwicklungen, wie auch die beschriebene Uferlandschaft, einen realen Hintergrund haben, sind sie nicht als Biografie des Malers Franz Ferch zu verstehen. Allerdings enthält die Erzählung Ereignisse, Schicksale und Verwerfungen, die bis ins Einzelne der erlebten Wirklichkeit entnommen sind.

Ein Dauerthema von Franz Heinz, dem Heimat oder „Dazu- gehören“ so wichtig war und ist, zieht sich wie der berühmte rote Faden durch seine Publizistik im Westen und spiegelt sich auch in seinen neuen literari- schen Texten: die Folgen der Entwurzelung, der Heimatver- lust und die daraus resultierende Frage nach der Identität und dem Selbstverständnis der Be- troffenen. Seine essayistischen Beiträge, Interviews mit Auto- ren, Künstlern oder Kulturpoli- tikern, Rezensionen und Ta- gungs-berichte fügen sich zu ei- ner anschaulichen Chronik dieses historischen Vorgangs.
Walter Engel

 

Harald Gröhler: Astreines Alibi. Kriminalroman

Harald Gröhler: Astreines Alibi. Kriminalroman

Reihe Epik Bd. 114, 264 Seiten, ISBN: 978-3-86356-306-6, €[D]19,50

Geschichten lesen und sie gleich wieder vergessen? Von der Art sind Harald Gröhlers neue Stories nicht. Eine der Geschichten: Die Flüchtlinge … nähern sich. Und was ist nun los? Hier zeigen sich die Einheimischen von einer verflucht neuen Seite. Keine Frage, das meiste fällt da peinlich aus. Jede der acht Stories hat aber auch autobiografische Züge.
Allen acht Geschichten liegen illegale Vorgänge zugrunde. Oder mindestens ein skurriler Vorgang. Gröhler sagt: Eine einfache Wahrheit ist heute nicht zu haben.
Immer wieder beschäftigt sich der Autor Gröhler mit Personen, die sich als ungezähmt, unangepasst, als aufsässig zeigen; mit Personen, die sich von etwas freimachen wollen; mit Menschen, die versuchen, eine Decke über sich zu durchstoßen. Und oft ist kein Mann, sondern eine Frau die treibende Kraft. Die Frauen haben nicht selten den aktiveren Part.
Der Autor Gröhler rollt den Zusammenhang der Generationen auf; er beschäftigt sich damit, wie sich die Generationen heute abstoßen. Wahrheitsfindung, Gedächtnis, Geschlechtlichkeit, Grenzerfahrung, das sind Gröhlers Themen. Er sagt: „Ich habe die Literatur als etwas kennengelernt, das allen Systemen, die sie einfangen möchten, Widerstand leistet.“
Manchmal spielen sich Gröhlers Stories in historisch bedeutsamen Örtlichkeiten ab. In dem Dom zu Naumburg; in der Wiener Hofburg; dem Ilmtal Goethes vor Weimar (Weltkulturerbe). Zum Teil haben die Geschichten auch eine kindliche oder zumindest knapp jugendliche Perspektive. Was Gröhler fasziniert, sind die Übergänge von der Kindheit zur Jetztzeit. Es ist nicht zu viel gesagt, dass hier jemand die Visionen seiner Jugend zu verbinden sucht mit dem Realismus und der Nüchternheit des Erwachsenendaseins.

Lieferbare Titel von Harald Gröhler:

Frieder Schuller: Ossis Stein

Frieder Schuller: Ossis Stein. Zwei Theaterstücke. Reihe Theater Bd. 3; ISBN: 978-3-86356-305-9; 175 Seiten, €[D]16,50

„Ossis Stein oder Der werfe das erste Buch“ erlebte 2012 am Radu-Stanca-Nationaltheater in Hermannstadt/ Sibiu seine Uraufführung.
In der Heimatstadt des 1926 geborenen Oskar Pastior, der im Freundeskreis „Ossi“ genannt wurde und von der Securitate den Decknamen „Otto Stein“ erhielt. Frieder Schuller kannte Oskar Pastior in den Jahren nach dessen Rückkehr von der Zwangsarbeit in der Sowjetunion, als der Dichter sein Brot als Rundfunkreporter verdiente. Frieder Schuller lernte aber auch die Durch- triebenheit der Securitate-Mitarbeiter kennen.
Das heikle Sujet um Widerstand, Erpressbarkeit, Würde, Not, Kompromiss, Verstrickung und Mitläufertum in einem totalitären Regime mit vergifteten Tentakeln versetzte der Autor in ein Skript, in das die Lyriksprache von Pastior und auch Gedichte von ihm einflossen.
„Ich bin Schriftsteller, außerhalb meiner Gedichte existiere ich nicht“, verkündet Ossi. Eine verzweifelte Ausflucht?!
Die Darstellung des Spannungsfeldes zwischen dem Streben, Literatur zu schreiben, und den Kompromissen, die eingegangen wurden, um veröffentlichen zu dürfen, ist gelungen.
Das Drama erlebt seinen Höhepunkt und das Ende mit der Vergewaltigung der Poesie durch den in Offiziersuniform gekleideten Genossen Dan, während der Dichter mundtot gemacht wird:
Handlanger Paul presst ihm eine Zeitung auf den Mund.
Geworfen wird kein Stein auf Ossi in der Inszenierung in Hermannstadt. Gezeigt wird der Stolperweg eines genialen Dichters und Menschen in Grenzsituationen.
Hannelore Baier

Lieferbare Titel von Frieder Schuller:

Heimat – gerettete Zunge. Visionen und Fiktionen deutschsprachiger Autoren aus Rumänien“, 2013, Eine literarische Begegnung. Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Wolfgang Schlott. Horst Samson (Hrsg.), Ingmar Brantsch,Hans Bergel, Walter Engel,Ilse Hehn, Franz Heinz, Klaus Hensel, Franz Hodjak, Johann Lippet, Dieter Schlesak, Olivia Spiridon, Horst Samson, Peter Motzan, Gerhard Ortinau, Friedrich Schuller, Hellmut Seiler, Balthasar Waitz:  Heimat – gerettete Zunge. Visionen und Fiktionen deutschsprachiger Autoren aus Rumänien.  (UNIVERSITAS Sammlung) 373 S. ISBN:  978-3-86356-051-5, € [D] 25,– € [AT] 25,– SFr [CH] 35,-

Ossis Stein. Zwei Theaterstücke. Reihe Theater Bd. 3; ISBN: 978-3-86356-305-9; 175 Seiten, €[D]16,50

 

Klaus Martens: 75 Gedichte. Bei den Stachelbeergärten.

Klaus Martens: 75 Gedichte. Bei den Stachelbeergärten.  Reihe Lyrik Bd. 147. 93 S., Kartoniert, mit Schutzumschlag (bedruckt). 978-3-86356-287-8, €[D] 14,50

Umschlagbild: Stachelbeeren, Eva Martens 2019
Autorenfoto: Foto © Konstantin Martens

Dieser 18. Gedichtband von Klaus Martens ist ein weiterer Höhepunkt seiner Arbeit aus seiner reifen Lebens- und Schaffensphase. In seinem Bestreben aus der Alltäglichkeit in oft alltäglicher Sprache mythische Dimensionen des Lebens zu erfassen, bietet das vorliegende Buch, das zu seinem 75. Geburtstag erschien, imponierende und perfekte Texte, die den Leser ergreifen.

Die ersten vierundsechzig der hier veröffentlichten Gedichte erschienen zum 75 Geburtstag des Autors in einer Sonderausgabe: Stachelbeergärten. ISBN 978-3-86356-281-6; €[D]49,50. Diese Exemplare, nummeriert von 1 bis 75, sind auf Caribic sandbraun 120g/qm 1,3-faches Volumen Papier gedruckt (Umschlag: 250g/ qm SoporSet, Schutzumschlag: 250g/qm SoporSet), wurden vom Autor einzeln signiert.

 

(Wir haben) mit Martens einen erstklassigen Lyriker, jemand der eine sichere, eigene Sprache hat.  Ein Schatz.
Frank Milautzcki

Es spricht für den Lyriker Martens, dass er sich nicht in einen Schublade stecken lässt und er andererseits nicht meint, zu allem etwas sagen zu müssen. Mit Worten kämpft er allenthalben gegen Flachheit und Abstumpf- ung. Er trotzt der Selbstvergessen- heit und deren Waffen . . .
Ein Höhlenforscher ist dieser Martens, der weiß, dass man lange graben muss, um das Ich und seine Empfindungswerkzeuge wieder freizulegen. Wie heißt es in einem der schönsten Gedichte („Speleo- loge“)? „Doch irgendwann / wird Licht hineingetragen, wird Ver- stecktes / aus dir heraus gegraben, gedreht und untersucht, / geflickt oder so belassen, wie es ist, dort drinnen, / in der Spelunke, wo du geborgen warst.
Christoph Schreiner

Zwischen literarischem Liebes- und Prokrustes-Bett ist das Leben des Dichters nicht einfach. Klaus Martens scheint die Vorteile und Nachteile von leben, um zu schreiben, und schreiben, um zu (über)leben, sehr wohl zu kennen. Er bewegt sich zwischen höchster Detailgenauigkeit und Karikatur, ohne sich für eine der zwei Optionen zu entscheiden. Dadurch entsteht ein raffiniert geschliffener Spiegel unser Welt, in dem sich jeder von uns wiedererkennen kann.
Traian Pop Traian

Lieferbare Titel von Klaus Martens:

Wendel Schäfer: Freigang der Käuze

Wendel Schäfer: Freigang der Käuze. Von Schelmen, Tröpfen, schrägen Vögeln. Illustration und Coverbild: Michael Schaffer. Reihe Epik Bd. 106; ISBN: 978-3-86356-278-6; 244 Seiten, €[D]19,50

„Bemerkenswerte Literatur verspricht keine Lösungen, sondern zeigt Verhältnisse und Verstrickungen auf, fasst den Geist ihrer Zeit, ohne im Gewand des Zeitheistigen aufzutreten. Auch wenn es wohl bis auf weiteres nur wenige bemerken werden, Schäfers Kurzprosa zählt zu dieser Literatur.  Und – Schäfers Prosa eignet ein Alleinstellungsmerkmal.“ Klaus Wiegerling

 

Die Protagonisten, Männer meist, weil Torheiten, Irrationalem und allerlei Abwegigkeit zugänglicher als Frauen. Es sind Antihelden, die aus der Zeit gefallen sind. Sie verdienen weniger Bewunderung als Mitleid. Sie wähnen sich unverstanden, zurückgesetzt, ja, diskriminiert. So suchen sie ihr ‚Heil‘ in der Flucht aus der Wirklichkeit und führen ein Innenleben mit vermeintlichem Komfort. Sie verwandeln sich, schlüpfen in seltsame, ja, waghalsige Rollen und vollführen groteske Seitensprünge. Sehr oft allerdings enden diese Eskapaden tödlich. Viele Texte sind Umkippgeschichten. Einmal angefangen, weiß der Leser nicht, worauf er sich da eingelassen hat.

Kritikerstimmen:

Nicht ins groteske Gestrüpp menschlicher Begehrlichkeiten führen diese Texte, sondern in den Dschungel absurder Monstrosität.
Ein literarisches Abenteuer – le- senswert.
SCRIPTUM

Die Prosa ist fassbar, greifbar, phantastisch, lebensnah, etwas verrückt, wie das Leben nun einmal sein kann. O poetes soyez fous. (A. Rimbaud) … Wendel Schäfer ist wie Wein zu Kanaan – unerschöpflich und gut.
Robert Schaus

Das Beste, was ich in letzter Zeit gelesen habe: meisterlich, perfekt. Hierüber sprechen wir auf gleicher Augenhöhe.
Katja Lange-Müller

In Zeiten der Redseligkeit sind Wendel Schäfers Kurzgeschichten in knapper, aber präziser Sprache Auskunft über Formen menschlicher Existenzen über eine mal surreale, mal tragische Welt, in der sich schräge und teilweise verstörende Gestalten versuchen zurechtzufinden. Es geht um skurrile, gemeine, bemitleidenswerte, verrückte und rätselhafte Menschen, vor allem auch um die unergründlichen Bereiche des menschlichen Daseins. Schäfers minimalistischer und konstruktiver Schreibstil besteht hier und da aus Brüchen im Sprachduktus und betont die satirische Kurzprosa umso mehr.
Nasanim Ates

Schäfers Kurzprosa beschreibt die ganz eigenen Welten skurriler Charaktere und liegt mit durchgehender Entrücktheit wohl recht quer zum literarischen Tagesgeschäft … Verschrobene anfänglich eher harmlose Aktionen führen durch unerwartete Mutation ganz neue, ungeahnte Ereignisse herbei. Diese sind oft terminal, zumindest katastrophal, dabei dunkel bis schwarz. – Unterhaltsam – und lehrreich.
Michael Schaffer

Den bei der Buchvorstellung im belgischen St. Vith hochgelobten Prosaband werden Sie vergeblich zwischen Bestsellern stapeln, und er ist alles andere als ein Urlaubsschmöker. Schäfer liefert das literarisch Feine, Geschliffene, das Wort für Wort Durchdachte und gehört damit nach den Worten seines Laudators Prof. Wiegerling zu einer Spezies von Autoren, die uns staunen lässt. Wir staunen über Vielfalt, verblüffende Einfälle und literarischen Artenreichtum.
Ernst Heimes

… überhaupt sind Schäfers Texte von wohltuender Knappheit, gerade in Zeiten bloßer Ge- schwätzigkeit.
Rainer Wedler

Wendel Schäfer weiß als Autor noch, wie Originale aussehen. Er vermag sich in sie hineinzu- versetzen, ja, mit zunehmender Lebenserfahrung findet er eine umso tiefere Freude an solch sanften Verrücktheiten. Wendel Schäfer beschreibt unnormale Menschen, welche eigene Ziele verfolgen. Das macht sie dem Leser interessant. Schäfer stellt das so fein ziseliert dar, dass wir Lesende rasch begreifen, wo- rum es dem einsamen Menschen geht. Ein feinsinniger und le- senswerter Blick zurück in die Vergangenheit.
Barbara Höhfeld

Es steckt Verführungslust in den grotesken, absurden, abenteuerli- chen, vielleicht auch spinnerten Texten … Ein vergnügliches Lesen auf den Innenlippen … eine Besonderheit schon diese sprachlichen Ausflüge in den Schmelztiegel überlieferter und neuester Wortmittel.
Elisabeth Alexander

Es sind eigenartige Typen und Charaktere, die Wendel Schäfer entwirft. Skurrile, ja, bizarre Ty- pen, die so gar nicht in die normale Welt passen. Der Autor versammelt Kurzprosa, die sich mit gängigen Kurzgeschichten nicht vergleichen lässt. Die Handlungen beschreibt der Autor mit einer Sprache, die nur einer beherrscht, dem es nicht darauf ankommt, möglichst viel zu schreiben, sondern Außerge- wöhnliches, Einprägsames und Unvergleichbares. Da wird kein Wort willkürlich gewählt, son- dern alle werden sie sorgfältig auf ihre Treffsicherheit und Bild- haftigkeit hin abgeklopft. Sprach-
liche Leckerbissen gibt es damit zuhauf.
Peter Lindemann

Lieferbare Titel von Wendel Schäfer:

Rettet dem Buch

V E R L A G S I N F O R M A T I O N, Juni 2020

So viele Dichter

in Schuhen und mit Krawatten

mit Zigaretten und vollen Terminkalendern

Ana Blandiana

Soll die Poesie vor der Pandemie in die Knie gehen?

NIEmals!

Wir kämpfen um das Erscheinen von „Ost Südost! Poetische Töne aus Europa“

Kämpfe mit!

Mit einer Vorbestellung zur Subskription.

 

 

„Sobald wir 250 Vorbestellungen haben, kann ich das Buch in die Druckerei geben, und es kann erscheinen. Wer vorbestellt, bekommt 20 Prozent Rabatt und ein mit Rettungsstempel versehenes, von den Herausgebern signiertes Exemplar!“, sagt Verleger Traian Pop.

Mit seiner Rettungsaktion für „Ost Südost! Poetische Töne aus Europa“ will der Ludwigsburger POP Verlag darauf hinweisen, dass die literarische Welt derzeit um ihr Leben kämpft. Corona setzt nicht nur der Auto-Industrie zu. Auch alle, die von Büchern leben, haben derzeit damit zu kämpfen, dass ein Drittel weniger Bücher verkauft werden. Und weil keine Lesungen, keine Messen, keine literarischen Publikums-Festivals stattfinden, erscheinen viele Bücher garnicht oder werden auf nächstes Jahr verschoben.

„Ost Südost!“ bringt Poesie von 76 Autor*innen, ihren Übersetzer*innen wie Nachdichter*innen. Zusammengestellt haben diese Anthologie die Herausgeber Ralf-Rainer Rygulla und Marco Sagurna: „Der sehr besonderen anderen Töne wegen, die uns aus Richtung Ost Südost Europa angeblasen haben. Aus in 18 Ländern verwurzelten Texten“: Albanien, Bosnien Herzegowina, Bulgarien, Georgien, Kroatien, Lettland, Poland, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn, Weißrussland und Zypern.

„OST SÜDOST“ – Herausgegeben von Ralf-Rainer Rygulla und Marco Sagurna.  Reihe Lyrik Bd.155, ca. 450 Seiten, ISBN 978-3-86356-292-2; €[D]23,00. Vorbestellt gibt es das Buch zum Subskriptionspreis von €[D]18,00 Euro.

Hier vorbestellen –>: Email an bestelung-service@pop-verlag.com schreiben oder hier bestellen: VORBESTELLUNG. Subkriptionspreis. Verfügbar vom 11.05.2020 bis 31.08.2020.

„Was mich an den gefunden Texten aus Ost- und Südosteuropa so erstaunt hat, ist das selbstverständliche Dasein von Gegenwart, von Leben, Tod und Liebe, eine Art tabuloses Erzählen, der vitale Umgang mit dem was ist. Das im Westen verpönte narrative Element ist bei unseren ausgewählten Autoren ein selbstverständlicher Bestandteil ihres poetischen Vorgehens“, sagt Ralf-Rainer Rygulla, der vor gut 50 Jahren (zusammen mit Rolf-Dieter Brinkmann) schon einmal eine bis dahin unbeachtete poetische Welt für Europa entdeckte: die sogenannte „neue amerikanische Szene“, dargereicht in der spektakulären Anthologie ACID; mit Texten etwa von Charles Bukowski, Leonora Kandel, Taylor Mead, Frank O’Hara, Andy Warhol und Frank Zappa.

Nachdem er zusammen mit Brinkmann einen literarischen Sturm entfacht hatte, wechselte Rygulla in die Musik und wurde zur Nightlife-Legende: als Boss des Frankfurter Clubs Cooky’s begrüßte Rygulla Mick Jagger, Prince, Steffi Graf, Otto Waalkesoderoder Thomas Meinecke und Rainald Goetz zu Chill & Tanz als seine Gäste; seinen berühmten Techno-Club U60311 eröffnete er mit einer Lesung des Lyrikers Gerald Zschorsch; zur Buchmesse machte Suhrkamp hier Verlags-Party. Für sein Musikprojekt „Moltostuhl“ brachte er zusammen mit dem DJ Heinz Felber solch unterschiedliche Musiker wie Heiner Goebbels, Markus und Rio Reiser zusammen.

„Wer keine milden Gedichte oder Partylyrik will, muss nun ostwärts schauen. Hier finden sich Texte, die als Texte bestehen. Weil es ihnen nicht reicht, sich schon an ihrer Konstruktion zu berauschen. Weil sie Ergreifendes beschreiben. Weil sie da sind. Unmittelbar da. Weil sie hingehen, herkommen, wegdürfen oder wegmüssen. Ausdruck entfaltet sich, der inhaltlich wie künstlerisch kulminiert. Und von Belang. Selbstbewusst zeigt sich der Osten. Markant. Wegweisend“, so Marco Sagurna.

„Für unsere Sammlung haben wir mehr als 150 Bücher sowie zirka 40 Manuskripte gesichtet. Wir haben telefoniert, gemailt, videokonferiert und sind ein Jahr lang immer wieder in Frankfurt am Main und Hannover in Klausur gegangen. Jeden einzelnen in die engere Wahl genommenen Text haben wir abgeschrieben, einander vorgelesen, nur das ausgewählt, was wir beide für unverzichtbar halten“, so die Herausgeber, „das Buch ist Botschaft“.

„Seit mehr als 15 Jahren ist es großes Anliegen unseres Literatur-Verlages, bedeutende Dichtungen Osteuropas vorzustellen. In OST SÜDOST ! unterstreichen das die beiden Herausgeber nun mit ihrer sehr persönlichen Auswahl jenseits akademischer Triebkräfte“, freut sich Verleger Traian Pop.

Nachgedichtet von namhaften Autor*innen und Übersetzer*innen, sind in OST SÜDOST ! poetische Texte versammelt: von Amanda Aizpuriete, Tomica Bajsić, Daniel Bănulescu, Dato Barbakadze, Justyna Bargielska, Boris Bartfeld, Artur Becker, Olessja Bessmeltseva, Ana Blandiana, Ivan Blatný, Ivana Bodrožić Simić, Petr Borkovec, Metin Cengiz, Bela Chekurishvili, Denisa Comănescu, Danila Dawydow, Jacek Dehnel, Arzu Demir, Jan Faktor, Jelena Fanajlowa, Ioan Flora, Senem Gökel, Anja Golob, Georgi Gospodinov, Mariusz Grzebalski, Gëzim Hajdari, Michal Habaj, Milan Hrabal, Klára Hůrková, Nikolai Jakimtschuk, Nika Jorjaneli, Alexander Kabanov, Eka Kewanischwili, Claudiu Komartin, Kristiane Kondrat, Andrzej Kopacki, Dagmara Kraus, Wjatscheslaw Kuprijanow, Dmitri Kusmin, Thomas Kutzli, Liāna Langa, Jegor Letow, Lia Likokeli, Ewa Lipska, Zvonko Maković, Milena Marković, Micho Mossulischwili, Ruxandra Niculescu, Gonka Özmen, PAPI Emilian Roşculescu, Miodrag Pavlović, Marko Pogačar, Traian Pop Traian, Nicolae Prelipceanu, Zsuzsa Rakovszky, Ilma Rakusa, Francisca Ricinski, Boris Ryzhy, Tomaž Šalamun, Horst Samson, Maia Sarishvili, Gleb Schulpjakow, Andrei Sen-Senkow, Faruk Šehić, Irma Shiolaschwili, Anton Sterbling, Dmitri Strozew, Sergej Tenjatnikow, Eugeniusz Tkaczyszyn-Dycki, Ottó Tolnai, Alexander Ulanow, Kārlis Vērdiņš, István Vörös, Gelu Vlaşin, Dmitrij Vodennikov und Izzet Yasar.

Ins Deutsche übersetzt und nachgedichtet wurden die Texte von Georg Aescht, Kerstin Ahlers, Şebnem Bahadir, Julija Boguna, Alida Bremer, Joachim Britze, Urŝka P. Černe, Jan Cornelius, Gerhardt Csejka, Nevfel Cumart, Doreen Daume, Dilek Dizdar, Kurt Drawert, Özlem Özgül Dündar, Jan Faktor, Horst Fassei, Claudia Gabler, Zsuzsanna Gahse, Peter Gehrisch, Sylvia Geist, Matthias Göritz, Stefanie Golisch, Manfred Peter Hein, Maria Herlo, Robert Hodel, Petruscha Huber, Norbert Hummelt, Thomas Kutzli, Brigitte Oleschinski, Valeria Jäger, Lika Kevlishvili, Katharina Kilzer, Uwe Kolbe, Edith Konrad, Sabine Küchler, Benedikt Ledebur, Johann Lippet, Peter Motzan, Beata Paškevica, Gregor Podlogar, Monika Rink, Christha Rothmeier, Slávka Rude-Porubská, Horst Samson, Joachim Sartorius, Sabine Schiffner, Dieter Schlesak, Irma Shiolaschwili, Annette Simon, Alexander Sitzmann, Peter Steger, Christian Steinbacher, Hana Stojić, Nana Tchigladze, Sergej Tenjatnikow, Hans Thill, Peter Urban, Achim Wagner, Andreas Weihe, Ernest Wichner, Uljana Wolf und Franciska Zwerg.

So eigenwillig wie die Textsammlung, sind auch die Illustrationen der Anthologie. Unter dem Titel „Im Osten geht die Sonne auf !“, hat sie der Zeichner Andree Sandkötter besorgt.

Die Herausgeber:

Ralf-Rainer Rygulla, *1943 in Laurahütte bei Kattowitz; Leben dortselbst, in Höxter/Weser, Essen, London, Köln und seit 1970 in Frankfurt am Main. Lehre zum Buchhändler, Studium an der Pädagogischen Hochschule Köln, DJ, Diskothekenbetreiber, Musiker (Moltostuhl), Texter (Die Qual der Belgier), Übersetzer und Lektor (März Verlag und Rowohlt Verlag), Herausgeber des Gummibaum – Hauszeitschrift für neue Dichtung (1969-1970) und literarischer Anthologien: FUCK YOU, Underground Poems (1967) und zusammen mit Rolf Dieter Brinkmann ACID – Neue amerikanische Szene (1969).

Marco Sagurna, *1961 in Wiesbaden; Leben in Frankfurt am Main, Vechta, Angers, Oldenburg und in Hannover. Studium der Germanistik, Kunst, Psychologie sowie Kulturmanagement, Redakteur an Tageszeitungen, Pressesprecher, Gastdozent (Maharaja Sayajirao University of Baroda), Texter & Sanges-Stimme (Sodom & Gomorrha sowie tonale kohorte), Multimedia-Förderer an Schulen, Korrektor, Volontär (Suhrkamp Theaterverlag), Theater-Kritiker, Literatur-Verleger, Autor von Geschichten, Gedichten, Feuilletons und Berichten in Zeitschriften, Zeitungen, Büchern, Rundfunk und Internet, Herausgeber und Mitherausgeber der Literaturzeitschriften GRÖSSENWAHN (1986-1990) und EISWASSER (1996-2002) sowie zusammen mit Gunter Geduldig des Dichterbuches too much – das lange Leben des Rolf Dieter Brinkmann (1994), unter dem Titel MAXIMAL – Gedichte fertigte er zwölf Siebdrucke (1987), sein Roman-Debüt: WARMIA (2018); Lyrik: MINIMAL – Gedichte (2019). Der Autor im Internet: https://marcosagurna.de/.

 

Carl von Bülow: Kriegsbriefe aus den Jahren 1870–71

Carl von Bülow: Kriegsbriefe aus den Jahren 1870–71. Gefunden, herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Manfred Wolff. Reihe Historiae Bd.2, Kartoniert, mit Schutzumschlag (bedruckt), 6 Bilder, 231 Seiten, ISBN 978-3-86356-297-7, €[D]19,50

 

Sie als Buchhandels- bzw. Medienvertreter können jederzeit ein Ansichts- oder Rezensionsexemplar bei uns bestellen. Möchten Sie eine Lesung organisieren? Gerne nehmen wir Ihre Anfrage entgegen: t.pop@pop-verlag.com. Selbstverständlich können Sie sich diesbezüglich auch direkt bei Manfred Wolff melden: manfredwolffma@web.de.

Einen sehr denkwürdigen und lesenswerten Schatz hat der Pop Verlag gefunden: Carl von Bülow, Kriegsbriefe aus den Jahren 1870–1871. Die Briefe des mecklenburgischen Oberleutnants aus dem deutsch-französischen Krieg zeichnen sich als eine besondere Quelle aus. Sie sind keine Erinnerungen, die ja oft Lücken aufweisen oder heroisierend ergänzt werden. Carl von Bülow schreibt nahezu täglich an seine Frau und berichtet, was er in diesem Krieg erlebt, mit wem er zusammentrifft, in welchen Orten er sich aufhält, wie er Landschaften und Wetter wahrnimmt. Sein Leibkoch kommt ebenso zur Sprache wie der Großherzog. Humor und Empathie durchziehen die Briefe.

Wenn sich in diesem Sommer der deutsch-französische Krieg zum 150. Male jährt, werden in den Briefen Carl von Bülows nicht die politischen Entscheidungen und die strategischen Überlegungen des Feldzugs analysiert. Der Leser nimmt teil an einem Kriegstheater, wie es heute nicht mehr möglich ist, und dem immer wiederkehrenden Wunsch des Autors, dass doch endlich wieder Frieden herrsche.

Carl von Bülow wurde am 22. Mai 1841 zu Toddin bei Hagenow geboren. Er besuchte das Gymnasium in Schwerin und trat 1859 in den mecklenburgisch-schwerinschen Militärdienst. 1860 wurde er Sekondeleutnant, nahm 1866 am Feldzug in Süddeutschland teil und wurde 1867 zum Premierleutnant befördert. 1871 erfolgte seine Beförderung zum Hauptmann. 1870–1871 beteiligte er sich am deutsch-französischen Krieg. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse und dem mecklenburgischen Verdienstkreuz sowie dem Roten Adlerorden vierter Klasse ausgezeichnet. Carl von Bülow verstarb am 4. Januar 1883 in Schwerin.

Manfred Wolff wurde am 9. Januar 1941 in Braunschweig geboren; wuchs in Schöningen auf, studierte Alte Sprachen, Geschichte, Philosophie und Pädagogik in Freiburg und Göttingen und arbeitete danach in der Erwachsenenbildung. Mitübersetzer von: Janusz Tazbir, Polen an den Wendepunkten der Geschichte (Gabriele Schäfer Verlag) und Anna Mieszkowska, Die Mutter der Holocaust-Kinder. Irena Sendler und die geretteten Kinder aus dem Warschauer Ghetto (DVA). Im Pop Verlag veröffentlichte er Übersetzungen polnischer Lyrik sowie seinen Gedichtband Gespräche mit niemand (2009). Er lebt in Berlin.

 

Lieferbare Titel von Carl von Bülow:

– Kriegsbriefe aus den Jahren 1870–71. Gefunden, herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Manfred Wolff. Reihe Historiae Bd.2, Kartoniert, mit Schutzumschlag (bedruckt), 4 Bilder, 231 Seiten, ISBN 978-3-86356-297-7, €[D]19,50

Lieferbare Titel von Manfred Wolff:

  • Jan Goczol: Die abgewandte Seite des Mondes, Aus dem Polnischen übersetzt von Urszula Usakowska-Wolff und Manfred Wolff und mit einem Nachwort versehen von Urszula Usakowska-Wolff. Reihe Lyrik Bd. 24, 122 Seiten, ISBN: 978-3-937139-48-7. €[D]18,80, 2008
  • Gespräche mit niemand. Gedichte. Mit einem Nachwort von Mario Wirz. Reihe Lyrik Bd. 27, 90 Seiten. ISBN: 978-3-937139-59-3 €[D]12,80
  • Carl von Bülow: Kriegsbriefe aus den Jahren 1870–71. Gefunden, herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Manfred Wolff. Reihe Historiae Bd.2, Kartoniert, mit Schutzumschlag (bedruckt), 4 Bilder, 231 Seiten, ISBN 978-3-86356-297-7, €[D]19,50

Matthias Buth: Der Schnee stellt seine Leiter an die Ringmauer

Matthias Buth: Der Schnee stellt seine Leiter an die Ringmauer. Poetische Annäherungen an Rumänien und andere Welten. Mit einem Nachwort von Markus Bauer

Reihe Fragmentarium, Bd. 19. ISBN 978-3-86356-294-6, 180 Seiten, €[D]19,50

Rumänien mag durchaus in Schriften und Texten bundesdeutscher AutorInnen thematisiert werden (häufig in denen von ausgereisten SchriftstellerInnen der deutschen Minderheiten des Karpatenlandes) – dass ein deutscher Dichter aus dem Rheinland aber einen Band zusammenstellt, in dem die Annäherungen vor allem an Rumänien zum inneren Kern seines Dichtens wie des Reflektierens und politischen Denkens erhoben werden, hat in der Literatur der Bundesrepublik kein Beispiel. „Rumänien“ gewinnt hier den Status eines poetisch erfühlten und sprachlich erschlossenen Zustandes, der weit über eine bloß literarische Reminiszenz an ein Land hinaus geht.
Markus Bauer

„România ist ein Wort aus dem inneren Klang von Europa, es sucht die Klänge der anderen, um zu singen, zu trauern, zu beglücken. Und so sind Deutschland und Rumänien verwandt, Geschwister durch Musik und Geschichte.
(…)

„România ist ein Ovid-Land, durch das die Gedichte von Georg Trakl gegangen sind. ‚Wanderer tritt still herein; /Schmerz versteinerte die Schwelle. / Da erglänzt in reiner Helle/ Auf dem Tische Brod und Wein.‘ – so lässt er das Gedicht „Ein Winterabend“ ausklingen und spielt sich zugleich Hölderlins Elegie „Brod und Wein“ und seine Donau-Hymnen zu.“
Matthias Buth

 

Lieferbare Titel von Matthias Buth:

Peter Gehrisch: Das Märchen hebt an, guten Abend

Peter Gehrisch: Das Märchen hebt an, guten Abend! In den Schutzräumen der Phantasie. Zwölf Tintinnabula. Reihe Epik Bd. 110; ISBN: 978-3-86356-296-0; 234 Seiten, €[D]20,50

Lieferbare Titel von Peter Gehrisch:

Steliana Huhulescu: (OHN)MACHT

Steliana Huhulescu: (OHN)MACHT Roman. Epikreihe Bd. 106. 862 Seiten, ISBN 978-3-86356-272-4, €[D]29,00, €[A]30,80

Wenn ich noch länger hier hocke, werde ich noch tollwütig, sprach sie zu sich selbst und wedelte heftig mit einer zerfledderten Zeitung vor dem geröteten Gesicht. Echt, mich trifft noch der Schlag, wer weiß, in meinem Alter ist alles möglich … Einmal macht es bums! Und fertig. Das war es. Platsch! Fällst auf den Boden, weich wie ein Kuhfladen. Was soll ich noch ausziehen, bin ja schon fast nackt …

Lieferbare Titel von Steliana Huhulescu:

 

Adriana Carcu, Richard Wayne: Das Lied aus dem Norden. Nordischer Jazz in Wort und Bild

Adriana Carcu, Richard Wayne: Das Lied aus dem Norden. Nordischer Jazz in Wort und Bild. Übersetzungen aus dem Rumänischen von Sigrid Kuhn [Interviews, Festivalchroniken] und Renate Sandu [Jazzweise]. Die POP-Verlag-Fragmentariumreihe, Bd. 16; ISBN: 978-3-86356-289-2; 226 Seiten, €[D]19,90

Im Raum herrscht eine Stille, als hätte die Show schon längst begonnen. In sich gekehrt füllt Nils Petter den Raum zwischen uns und lässt uns das diaphane Fluidum namens Pneuma fühlen. Sein Klang hat, obwohl vom Toningenieur übernommen (the man who makes me sound, wie er später sagen wird), eine intime Eigenart, die Wärme der Stimme, die sich an Nahestehende richtet. Hinter den geschlossenen Lidern scheint Nils Petter Molvaer das Innere seiner eigenen Welt zu erforschen, auf der Suche nach den Tönen, die sich – jetzt und hier – am besten ergänzen, um sie dann in einem einmaligen Akt zum Leben zu erwecken.

Betrachtest du dich als eine Vertreterin des nordischen Jazz?

Natürlich bin ich ein Teil davon. Das hat weniger mit den Fjorden zu tun und mit den Bergen, als vielmehr mit der Tatsache, dass wir eine kleine Gemeinschaft sind, in der jeder jeden kennt, in deren Rahmen wir uns treffen und interagieren. Wir haben schon vor vielen Jahren die Grenzen der Genres überschritten, und seitdem ist dieses Gemisch jenseits eines Genres so intensiv geworden, dass es mit Sicherheit uns alle beeinflusst hat. Eine anderer Aspekt ist der, dass Skandinavien eine spezifische musikalische Tradition hat, ich kenne aber nur die norwegische näher. Und es gibt natürlich einige sehr wichtige Leute, wie Jan Garbarek oder Jon Christensen, die die grundlegende Arbeit geleistet haben. Jan war der erste, der die afro-amerikanische Musik mit norwegischen Elementen versetzt hat. Leute wie die beiden sind eine Quelle der Inspiration.
(Sidsel Endresen)

Unsere Musik ist mit Sicherheit eine Jazzform der Gegenwart, die durch eine spezifische Herangehensweise an die Kammermusik und an die Mu- sik der Liedermacher charakterisiert wird, mit lyrischer Betonung auf der Melodie. Wir haben verschiedenartige Beziehungen zur Welt des Pop und zur Welt der klassischen Musik der Gegenwart, wo der Fokus eher auf der Textur und dem Klang liegt als auf der traditionellen Kompositionsstruktur. Eigentlich geht es im Allgemeinen um die Reichhaltigkeit des vordergründig Einfachen: die Dinge durch einen Kanal von vereinfachten Themen zu filtern, die kindisch erscheinen, und die Komplexität und den Reichtum, der sich darin befindet, zu erforschen, statt alles zu spielen, was du kannst, und alles zu zeigen, was du weißt. Wir begeben uns in Richtung dieses Ursprungs, der sehr viel Ruhe enthält, wir konzentrieren uns auf einfache Melodien und gehen davon aus.
(Tord Gustavsen)

Lieferbare Titel von Adriana Carcu:

  • GOLDEN. Aus dem Rumänischen übersetzt von Renate Sandu. Illustration: Doru Păcurar. Pop Epik, ISBN: 978-3-86356-206-9, 246 Seiten, €[D]18,50
  • Adriana Carcu, Richard Wayne: Das Lied aus dem Norden. Nordischer Jazz in Wort und Bild. Übersetzungen aus dem Rumänischen von Sigrid Kuhn [Interviews, Festivalchroniken] und Renate Sandu [Jazzweise]. Die POP-Verlag-Fragmentariumreihe, Bd. 16; ISBN: 978-3-86356-289-2; 226 Seiten, €[D]19,90

Hadaa Sendoo: Mongolischer blauer Fleck

Hadaa Sendoo: Mongolischer blauer Fleck. Gedichte und Bilder. Aus englischen Fassungen ins Deutsche übertragen und mit einem Nachwort versehen von Jürgen Jankofsky. Lyrikreihe Bd. 141; ISBN 978-3-86356-286-1; 90 Seiten, €[D]18,50

 

 

Lieferbare Titel von Hadaa Sendoo:

– Sich zuhause fühlen. Ins Deutsche übertragen von Astrid Nischkauer und Andreas Weiland. Mit einem Vorwort von Richard Berengarten und ein Gespräch mit Maya Gogoladse. Lyrik Reihe. Band 118. ISBN: 978-3-86356-233-5, 108 Seiten, €(D)16,50

 

Admiel Kosman: Aus dem Zwischen des Hohelieds

Admiel Kosman: Aus dem Zwischen des Hohelieds. Ausgewählte Gedichte. Aus dem Hebräischen übertragen von Edith Lutz in Zusammenarbeit mit Theo Breuer und Udi Levy. Mit Vor- und Nachwort herausgegeben von Edith Lutz. Die POP-Verlag-LYRIKREIHE Bd. 132. ISBN 978-3-86356-271-7, 116 Seiten, €[D]12,80

In Israel ist Admiel Kosman ein bekannter Dichter. Acht Gedicht- bände wurden von israelischen Verlagshäusern veröffentlicht. Mehrere Literaturpreise – der Bernstein-Preis, der Brenner-Preis, der Preis des Premierministers für Literatur – sind ihm für sein Werk verliehen worden. Israelische Zeitschriften drucken seine Ge-
dichte, bringen Interviews. Anders in Deutschland. Im ›Land der Dichter und Denker‹ sind nur vereinzelt Gedichte Admiel Kosmans publiziert worden. Mit dem vorliegenden Band wird zum ersten Mal das Wagnis unternommen, Admiel Kosmans Gedichte Lesern im deutschen Sprachraum zugänglich zu machen.

 

Das Hohelied stellt die ideale sexuelle Begegnung im dialogischen Zwischen vor, aber auch die missglückte, die verpasste, die durch Begierde des Ego bestimmte und die von beiden Partnern gesuchte, auch erfolglos gesuchte. Das gleiche Spektrum ist in Kosmans Gedichten reflektiert. Neben den idealen Begegnungen gegenseitiger mitempfindender Zuwendung gehören auch vorwiegend durch Triebe bestimmte Handlungen in das Spektrum menschlichen Sexuallebens. Selbst Zwang und Gewalt sind nicht ausgeschlossen. Die ›nicht so heiligen Begegnungen‹ sind vergleichbar mit den kleinen Füchsen aus dem Hohelied, die den Weinberg (eine Metapher aus der orientalischen Sexualsymbolik, vergleichbar mit dem Garten) zu beschädigen drohen. Auf den moralischen Zeigefinger wird verzichtet. Stattdessen werden in Kosmans Gedichten, dialogisch oder reflektierend, Triebhandlungen mit Witz und Charme geschildert. (Edith Lutz)

Lieferbare Titel von Admiel Kosman:

– Aus dem Zwischen des Hohelieds. Ausgewählte Gedichte. Aus dem Hebräischen übertragen von Edith Lutz in Zusammenarbeit mit Theo Breuer und Udi Levy. Mit Vor- und Nachwort herausgegeben von Edith Lutz. Die POP-Verlag-LYRIKREIHE Bd. 132. ISBN978-3-86356-271-7, 116 Seiten, €[D]12,80

Lieferbare Titel von Edith Lutz:

– Einer aus Wiesendorf. Roman, 207 Seiten, ISBN: 978-3-86356-268-7, €[D]16,50

Aus dem Zwischen des Hohelieds, Gedichte von Admiel Kosman in der Übertragung von Edith Lutz. ISBN: 978-3-86356-271-1

Lieferbare Titel von Theo Breuer:

Lam Quang My – Aufnahmen

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Hier können Sie die musikalische Hörfassung von „So streicht das Leben dahin…“ herunterladen. Ebenso finden Sie hier Aufnahmen weiterer Texte, die aus aktuellen Lesungen stammen und laufend erneuert werden.

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Wir trauen um Dieter Schlesak!

Wir trauen um Dieter Schlesak!

Dieter Schlesak hat diese Welt, die er so geliebt und deswegen unentwegt mit ihr gehadert hat, am 29. März 2019 verlassen. Uns bleibt nur, sein Werk weiterhin zu begleiten und zu verbreiten. Es ist eine Herkules-Aufgabe, aber wir finden sie zwingend notwendig, da er nicht nur vieles hinterlassen, sondern uns zeit seines Lebens so viel Lesens- und Bedenkenswertes geschenkt hat: Vaterlandstage, Capesius der Auschwitzapotheker und TranssylWAHNien, um nur drei seiner besten Romane zu nennen, sowie unzählige Gedichte und Essays (die von uns geplante Werkausgabe wird mehr als 23 Bände haben).
Dieter Schlesak, 1934 in Schäßburg/Siebenbürgen geboren, ist einer der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren von Lyrik, Romanen, Essays über Literatur, Grenzphänomene und Religion sowie von Reiseberichten. Er machte sich auch einen Namen als Übersetzer und Herausgeber, unter anderen Gefährliche Serpentinen – Rumänische Lyrik der Gegenwart, „Edition Druckhaus neunzehnhundert achtundneunzig“. 1968 erschien sein erster Gedichtband Grenzstreifen im Bukarester Literaturverlag. 1969 emigrierte er nach Deutschland, der Kulturschock und das Ost-West-Trauma beherrschten von da an Schlesaks Schreiben. Zu seinen wichtigsten Büchern zählen u. a.: Weiße Gegend. Fühlt die Gewalt in diesem Traum (1981), Vaterlandstage und die Kunst des Verschwindens (1986), Aufbäumen (1990), Wenn die Dinge aus dem Namen fallen (1991), Stehendes Ich in laufender Zeit (1994), So nah, so fremd (1995), Eine transsylvanische Reise (2004), Der neue Michelangelo (drei Bände, 1989–1991), Der Verweser (2002), Romans Netz (2004), Capesius, der Auschwitzapotheker (2006, u. a. ins Englische, Italienische, Spanische, Portugiesische, Hebräische übersetzt), Herbst Zeit Lose (2006), Vlad. Die Dracula-Korrektur (2007), Namen Los (2007), Heimleuchten (2009), Licht Blicke (2012), TranssylWAHNien (2014).
Schlesak erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a. Andreas-Gryphius-Preis (1980), Nikolaus-Lenau-Preis (1993), Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung (2001), Umberto-Saba-Preis (2006), Maria-Ensle-Preis der Kunststiftung Baden-Württemberg (2007), Ehrendoktorwürde der Universität Bukarest (2005). Sein Nachlass befindet sich im Deutschen Literaturarchiv in Marbach.
Lieber Dieter, seit ich erfahren habe, dass ich dich nie wieder anrufen kann, stöbere ich in den Texten, die du mir zur Veröffentlichung überlassen hast – um dich auf diesem Weg zu erreichen und dir nahe zu sein. Deswegen sei hier für alle, die dich im Laufe deines Lebens gelesen und geschätzt und geliebt haben, eines deiner Gedichte zum Trost beigefügt.

Traian Pop
Pop-Verlag, Ludwigsburg, 31. 3. 2019

Dieter Schlesak

ES GEHT ZU ENDE, WAS BISHER WAR,
und die Stimmen sind fern wie morgens um fünf,
wir werden uns nie mehr wiedersehn,
wir werden vergessen

Man sieht’s an der Luft, an den Augen der Leute,
überall rollen sie die Erinnerungen ein,
heut sah ich Fotos der Siebzigerjahre, da waren
wir jung und alles schien offen,
du stiegst in den fahrenden Zug,
der kam nie an
und fuhr ab nur zum Schein

Alt sind unsere Gefühle geworden.
Und oft ist es kalt und du spürst nur Gewohnheit,
als wäre über den Augen ein Schleier,
und wir gehen mit Abwesendem um

In allem spür ich schon das Vergessen
und die Leute sehn mich gar nicht mehr an;
so denk ich: Vielleicht bin ich plötzlich gestorben
und hab’s nicht bemerkt, bin unsichtbar geworden
Es ist nicht nur die Liebe, die jetzt vergeht,
es ist nicht nur Eiszeit der Sinne, es liegt
ein Stillstand um uns in der Luft, der uns Angst macht
und uns den Atem verschlägt

Denn es geht zu Ende, was bisher war,
und die Stimmen sind fern wie morgens um fünf,
wir werden uns nicht mehr wiedersehn,
wir werden vergessen, am Leben zu sein

Johann Lippet: Franz, Franzi, Francisc

Johann Lippet: Franz, Franzi, Francisc. Romanfragment. (Nebst Arbeitsnotizen und Annotationen).

Die POP-Verlag-Epikreihe, Bd. 100, 176 Seiten, ISBN: 978-3-86356-246-5; € [D]16,90

Johann Lippet ist der Chronist des Alltagslebens der Banater Schwa- ben in der Banater Heide. Sein genauer und kenntnisreicher Blick auf diesen Landstrich, auf die Dörfer und Menschen, ihren Alltag und ihre Erlebnisse in geschicht- strächtigen Vernetzungen mit und in ihren dörflichen Gemeinschaf- ten werden virtuos und im sprach- lich authentischen Kolorit erzählt, dokumentarisch verlässlich be- schrieben und exemplarisch am Beispiel seiner Heimatgemeinde Wiseschdia literarisch reizvoll ver- ortet. In seinen Romanen, Erzäh- lungen und auch in Gedichten entwirft Johann Lippet meisterhaft ein weitläufiges, unvergleichliches Panorama des banatschwäbischen Dorfes, erzählt facettenreich und in feinsinnig entwickelten Geschich- ten aus dem einfachen und den- noch in seinen existentiellen Widersprüchlichkeiten und Tragö- dien komplizierten Leben der Menschen in einer immer brü- chiger werdenden Idylle gefangen, einer bäuerlich geprägten Heimat, die sich – dem Untergang geweiht – unter ihren Füßen dramatisch aufzulösen beginnt. (Horst Samson)

Das war’s, der Roman bleibt Fragment, weil es mir allmählich gegen den Strich geht, den Protagonisten, wie im Plot vorgesehen, siebzehnjährig eines sinn- losen Todes sterben zu lassen, ich aber auch nicht wüßte, wie die Geschichte plausibel anders enden zu lassen.
Bei Veröffentlichungen von unvollendet gebliebenen Romanen aus Nachlässen wird in Nachworten über den weiteren Verlauf der Handlung und deren Ausgang spekuliert, geben Arbeitsnotizen des Autors keinen Aufschluß darüber. Um Spekulationen zum weiteren Handlungsverlauf meines Fragment gebliebenen Romans vorzubeugen, habe ich mich entschlossen, meine Notizen und Annotationen im Nachstehenden zu veröffentlichen.
Die Frage, wen ein Romanfragment mit Arbeitsnotizen als Anhang in- teressieren sollte, ist natürlich berechtigt, aber wenn die Behauptung stimmt, daß Leser an Biographien über Autoren ein größeres Interesse hätten als an deren Werken, könnte es ja auch sein, daß diese Veröffentlichung auf ein größeres Interesse stößt als ein fertiggestellter Roman.

Lieferbare Titel von Johann Lippet

  • Migrant auf Lebzeiten, Roman (EPIK- Sammlung) 226 Seiten, ISBN:  978-3-937139-56-2 €[D]15,90
  • Dorfchronik, ein Roman, (EPIK- Sammlung) 789 Seiten, ISBN:  978-3-937139-99-9 €[D]25,90
  • Der Altenpfleger, Zwei Erzählungen. (EPIK- Sammlung) 259 Seiten, ISBN:  978-3-86356-012-6 €[D] 13,20,
  • Tuchfühlung im Papierkorb. Ein Gedichtbuch. (Lyrik- Sammlung) 168 Seiten, ISBN:  978-3-86356-034-8 €[D] 17,20
  • BAWÜLON – Süddeutsche MATRIX für Literatur und Kunst, Nr. 4/2011 (4). 114 Seiten, ISSN: 2192-3809; €[D] 7,00 Johann Lippet 60 Johann Fischart • Renarius Flabellarius (Fischart-Fan, id est Rainer Wedler) • Hellmut Seiler • Johann Lippet *„Wir werden wie im Märchen sterben“, Aktionsgruppe Banat * Dieter Scherr • Safiye Can • Norbert Sternmut •     Ferdinand Wedler • Carsten Piper • Uli Rothfuss • Rainer Wedler • Henning Schönenberger • Barbara Zeizinger u.a.
  • Bruchstücke aus erster und zweiter Hand. Roman. (Epik- Sammlung) 251 S. ISBN:  978-3-86356-050-8 €[D] 15,00
  • Horst Samson (Hrsg.):  Heimat – gerettete Zunge. Visionen und Fiktionen deutschsprachiger Autoren aus Rumänien. Eine literarische Begegnung. Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Wolfgang Schlott. (UNIVERSITAS Sammlung) 373 S. ISBN:  978-3-86356-051-5, € [D] 25.00
  • Kopfzeile, Fußzeile.Gedichte&Variationen. Pop Lyrik. 70 Seiten, ISBN 978-3-86356-140-6, 13,80€
  • Wegkreuze. Beobachtete, gehörte, gelesene und andere Geschichten. ISBN: 978-3-86356-180-2, 102 Seiten, 13,80€
  • Franz, Franzi, Francisc. Romanfragment. (Nebst Arbeitsnotizen und Annotationen). Die POP-Verlag-Epikreihe, Bd. 100, 176 Seiten, ISBN: 978-3-86356-246-5; € [D]16,90

 

Orhan Kemal: Die 72. Zelle

Orhan Kemal: Die 72. Zelle. Aus dem Türkischen übersetzt von Achim Martin Wensien und überarbeitet von Uli Rothfuss. Die POP-Verlag-Epikreihe, Bd. 12; 154 Seiten, ISBN: 978-3-937139-54-8, €(D]15,50

 

 

 

Lieferbare Bücher von Orhan Kemal:

Die 72. Zelle. Aus dem Türkischen übersetzt von Achim Martin Wensien und überarbeitet von Uli Rothfuss. Die POP-Verlag-Epikreihe, Bd. 12; 154 Seiten, ISBN: 978-3-937139-54-8, €(D]15,50

Johanna Anderka: Alles was blieb

Johanna Anderka: Alles was blieb. Gedichte. mit Collagen und Papierarbeiten von Ilse Hehn. 90 Seiten, Lyrikreihe Bd. 122, ISBN: 978-3-86356-235-9, 14,50 €

Lieferbare Titel von Johanna ANDERKA:

Heidrun Hamersky, Ilse Hehn, Wolfgang Schlott (Hrsg.): „Die Sehnsucht, die ist mir so leicht“ Schreiben im Exil. Fragmentarium; 282 Seiten, 19,90 €
ISBN 978-3-86356-131-4

Johanna Anderka: „DIE WIRKLICHKEIT DER BILDER“. Gedichte. Mit eine Monotypie und ein Aquarell von Ilse Hehn. 68 Seiten, 14,50 €
ISBN: 978-3-86356-147-5

Alles was blieb. Gedichte. mit Collagen und Papierarbeiten von Ilse Hehn. 90 Seiten, Lyrikreihe Bd. 122, ISBN: 978-3-86356-235-9, 14,50 €

 

Archive Interview

23.08.2018 –  Bernd Kebelmann: Blind Date mit Ägypten. 390 Seiten, ISBN: 978-3-86356-153-6, [D] 20,00

Es kommt darauf an, welchen Quellen das Denken über andere Länder entstammt. Wir wüssten auch heute sehr wenig über diese Welt, wollten wir nur das akzeptieren, was wir uns selber erreisen können. Aber das Wissen im Sinne von überzeugt sein, ist nur durch Reisen zu vermehren. Das Denken, Nachdenken über ein Land bleibt weit dahinter zurück. Zum Interview –>

Archive News

31.08.2018 – Marco Sagurna: „Warmia“ ISBN: 978-3-86356-228-1, 382 Seiten, €[D]23,50

„Manchmal verlieben sich Menschen in Landschaften. Bei Marco Sagurna muss das so gewesen sein; der frühere Journalist (in Hannover) und Pressesprecher (in Oldenburg) hat jetzt seinen ersten Roman vorgelegt. ‚Warmia’, so der Titel, ist eine Liebeserklärung an Masuren und das Ermland. Dorthin führt die Geschichte, die fast eine Liebesgeschichte ist.“ (Hannoversche Allgemeine Zeitung, 31.8.2018, „Aus dem Ermland geschüttelt – Marco Sagurnas erster Roman“ von Ronald Meyer-Arlt)

Es ist eine Geschichte um Schmerz und Gewalt, Missbrauch und Macht, aber auch über Krieg und Vertreibung, Flucht und Terror. Es geht um Polen und Ostpreußen, um Religion und Geschichte, aber auch um Engel, starke Frauen und eine Tragödie.

Der bewegende, mitreißende Roman „Warmia“ von Marco Sagurna erscheint im Herbst 2018 im POP-Verlag, Ludwigsburg. Die Jury des Verlags unter dem Vorsitz des Schriftstellers Horst Samson hat Marco Sagurna für seinen Erstlingsroman mit dem Debütpreis des Pop Verlages ausgezeichnet.

Worum geht es in dem Roman? Künstlerin Tina hat gerade in ausgekochter Aktion ihren Lebenspartner Dietmar verlassen, an dessen Seite sie sich nur mehr als das „Trophy Wife“ fühlte. Es ist der richtige Moment, endlich ihren Halbbruder Adam kennenzulernen. Als sie ihn per E-Mail kontaktiert, ist sie mit ihrer Freundin, der polnischen Fotografin Paulina, gerade auf dem Weg nach Warmia, im ehemaligen Ostpreußen.

»Kann es sein, dass Du mein Bruder bist?« Journalist Adam sitzt in der zum Hotel umgebauten Burg Heilsberg vor seinem Klapprechner, als diese Frage auf dem Bildschirm aufpoppt. Er ist elektrisiert, ohnehin schon in innerer Aufruhr, denn nach schwerer Krankheit ist er entschlossen, neu durchzustarten. Wäre da nicht diese ominöse Frage in seinem Kopf gespeichert. Die lässt ihn nicht los. Kurzerhand beschließt er, sich auf die Spur seiner ostpreußischen Ahnen zu begeben, nach Warmia.

In „Warmia“ sehen sich Tina und Adam zum ersten Mal. Sie treffen aber auch    Generationskollegen, die Kriege, Besatzung und Knechtschaft satt haben. Mit einem spektakulären Kunst-Projekt von ihrem Hauptquartier auf Burg Rößel aus ziehen Paulina und ihre Freunde in den Kampf.

„Warmia“ erzählt einprägsam die Geschichte um eine plötzliche und aufreibende Liebe zwischen Schwester und Bruder.

 

Ich bin viele. Frauenstimmen aus Georgien

Ich bin viele. Frauenstimmen aus Georgien

Herausgegeben von Manana Tandaschwili
und Irma Shiolashvili

Aus dem Georgischen übersetzt von
Irma Shiolashvili

Nachgedichtet von
Sabine Schiffner. Kaukasische Bibliothek. Hrsg. Uli Rothfuss und Traian Pop. Band 24. Lyrik, 104 Seiten, ISBN 978-3-86356-230-4; € [D]16,50

 

• Nana Akobidze / ნანა აკობიძე • Kato Dschawachischwili / კატო ჯავახიშვილი • Ela Gotschiaschwili / ელა გოჩიაშვილი • Rusudan Kaischauri / რუსუდან კაიშაური • Eka Kewanischwili / ეკა ქევანიშვილი • Lia Likokeli / ლია ლიქოკელი • Nino Sadghobelaschwili / ნინო სადღობელაშვილი • Lela Samniaschwili / ლელა სამნიაშვილი • Irma Schiolaschwili / ირმა შიოლაშვილი • Tea Topuria / თეა თოფურია • Mariam Ziklauri / მარიამ წიკლაური • Lela Zuzkiridze / ლელა ცუცქირიძე •

Frauenspezifische Sujets wie Unterdrückung und Ausbruch der Frau, Mutter, Tochter und Schwester, Geburt, Kinderkriegen und Familie werden auf oft originelle Weise thematisiert. Es ist wohl schon so, dass diese Dichterinnen das Genderthema deshalb so oft und intensiv aufgreifen, weil in ihrem Land noch viel weniger als hierzulande eine Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau herrscht. Umso erstaunlicher ist es, wie offenherzig und schonungslos da gedichtet wird, das eigene Ich wird manchmal nackt ausgestellt und ein Blatt selten vor den Mund genommen, insbesondere wenn es um Sexualität und Männer geht. Auch die Geschichte wird nicht ausgespart, die kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten drei Jahrzehnte, die diese Dichterinnen-, Töchter-, Schwester- und Witwengeneration besonders geprägt haben und die Verwurzelung in der klassischen historischen georgischen Literatur werden manchmal in erzählerischer Form, oft auch sprachlich experimentell und auf immer hohem poetischen Niveau …
Sabine Schiffner

Lieferbare Titel von Irma Shiolashvili

Barbara Zeizinger: Er nannte mich Klárinka

 Barbara Zeizinger: Er nannte mich Klárinka. Roman

Pop Epik

302 Seiten, 19,90 €
ISBN: 978-3-86356-242-7

 

 

 

 

Lieferbare Titel von Barbara Zeizinger:

– „Weitwinkel nah“. Gedichte. Pop Lyrik. 75 Seiten, 12,99 €
ISBN 978-3-86356-057-7

– „Am weißen Kanal“. Roman. Pop Epik. 218 Seiten, 15,50 €
ISBN 978-3-86356-094-2

– „Wenn ich geblieben wäre“. Gedichte. Pop Lyrik. 84 Seiten, 14,00 €
ISBN: 978-3-86356-179-6

– Er nannte mich Klárinka. Roman.Pop Epik. 302 Seiten, 19,90 €
ISBN: 978-3-86356-242-7

Daniel Bănulescu: Die Republik Daniel Bănulescu

Daniel Bănulescu978-3-86356-194-9_A: Die Republik Daniel Bănulescu

Gedichte. Aus dem Rumänischen übersetzt von Ernest Wichner

Pop Lyrik

184 Seiten, €(D)19,90
ISBN: 978-3-86356-194-9

 

 

 

 

Lieferbare Titel von Daniel Bănulescu:

Guram Assatiani: So liebte man in Georgien

978-3-86356-169-7_A 978-3-86356-169-7_BGuram Assatiani: So liebte man in Georgien. Nach einer Auswahl von Dato Barbakadse. Mit vierzehn Bildern von Levan Chogoshvili aus der Reihe Vernichtete Aristokratie und einem Vorwort von Anna Letodiani. Übersetzung aus dem Georgischen von Maja Lisowski und Manana Paitschadse.

 

Kaukasische Bibliothek. Hrsg. Uli Rothfuss und Traian Pop. Band 15
(Georgien)

Universitas Reihe, 267 Seiten, € [D]19,90
ISBN 978-3-86356-169-7

Guram Assatianis tiefe Verbundenheit mit seiner georgischen Literatur wird in seinen brillanten Essays (vgl. „Die letzte Unterhaltung“) vor allem für jene Leser erkennbar, die sich in das literarische Schaffen seines weltberühmten Landsmanns Rustaweli einlesen wollen. Gemeinsam mit den 14 Abbildungen aus der Reihe Vernichtete Aristokratie des Malers, Buchillustrators und Video-Künstlers Levan Chogoshvili (Jg. 1953) bilden sie den Kern einer Publikation, die dem Georgien-Liebhaber viele Anregungen für weitergehende Studien bietet und ihn in die Geheimnisse eines alten Kulturvolkes einführt. (Wolfgang Schlott).

Lieferbare Titel von Guram Assatiani:

Rainer Wedler: Es gibt keine Spur

978-3-86356-052-2_ARainer Wedler: Es gibt keine Spur, Prosastücke, 2013. (EPIK Sammlung). 330 S. ISBN: 978-3-86356-052-2, 17,80€

 

 

 

 

 

 

 

Lieferbare Titel von Rainer Wedler

Poesie/poésie Zeitgenössische Dichtung aus Frankreich und Deutschland. ISBN: 3-937139-00-1. 168 Seiten; 14,00Eur[D]   CIP-Titelaufnahme der Deutschen Bibliothek:
Blua, Gérard und Stefanescu, Sergiu : Poesie/ poésie. Zeitgenössische
Dichtung aus Frankreich und Deutschland. Mit einem Vorwort von Sergiu
Stefanescu.
Autoren: Alfonsi, Josiane; Blua, Gérard; Broussard, Yves; Demuth, Volker;
Draghincescu, Rodica; Dürrson, Werner; Fels, Gilbert; Kaouah, Abdel-
madjid; Kotarski, Carmen; Lovichi, Jacques; Migozzi, Marcel; Montmaneix,
François;   Oliver, José F. A. ; Özdemir, Hasan; Sayer, Walle; Schneider,
Klaus F.; Seiler, Hellmut; Sorrente, Dominique; Stephan, Susanne; Temple,
Frédéric  Jacques;  Tixier, Jean-Max; Ughetto, André; Villain, Jean-Claude;
Rainer Wedler.

Übersetzer: David, Eric; Lawitschka, Valérie; Fischer, Rüdiger.
Ludwigsburg: Pop, 2004

»Ungesagtes der Sinne unterschlagen verwischt / ohne Wohnrecht Offensichtliches verschlüsselt / meine Texte sind nicht gesichert« (J. Alfonsi); »enthaarte Tiere die Blicke leer / darin siehst du plötzlich dich fortgeschoben« (V. Demuth); »und denke / bin ich denn wirklich« (W. Dürrson); »das Instrument demonstriert, exakt diesem Auge, daß hier dubiose Grenzen bestehen / Problem, das es / es? ich! / bislang nicht sah« (G. Fels); »ich hatte die Sprache geöffnet / nicht den Mund« (C. Kotarski); »nur während ich an dich / dachte liebte ich dich / das wort war nur zwischen / den lippen« (H. Özdemir); »geschichten die ich / heimlich hinuntersteige aus den farben / und hellen fenstern in den stummfilm« (J. F. A. Oliver); »zeile um zeile / abgelagertes / ich« (K. F. Schneider); »Heute sing ich, morgen tanz ich, nie ohne euch, aber / Bin ich’s nun oder ist es wirklich ein anderer?«
(H. Seiler); »Der allerchristlichste König ist, wie ich, / bald traurig, bald fröhlich« (S. Stephan); »zu wem / soll ich noch sprechen / die Nahen scheinen nah nur« (R. Wedler). Die zitierten Verse sollen einen Eindruck vermitteln von der Vielfalt der Stimmen und der Originalität der von uns verlegten Lyriker und zugleich Anreiz sein, der literarischen Qualität zum Durchbruch zu verhelfen.

Zwischenstation Algier. Roman, EPIK- Sammlung, 86 Seiten, ISBN: 3-937139-11-7; 12,80€

deichgraf meiner selbst, Gedichte, mit Illustrationen von Ferdinand Wedler,ISBN: 978-3-937139-34-3, 12,50€

Die Leihfrist, Roman, (EPIK- Sammlung); 128 Seiten,  ISBN: 978-3-937139-81-4, 12,00€

Unter der Hitze des Ziegeldachs, Gedichte mit Zeichnun- gen von Ferdinand Wedler, (LYRIK- Sammlung); 136 Seiten,  ISBN:  978-3-86356-010-2, 12,00€.

Seegang. Mit zwölf Zeichnungen von Ferdinand Wedler. (EPIK Sammlung). 116 S. ISBN: 978-3-86356-030-0, Preis: 12,00€

Es gibt keine Spur, Prosastücke, 2013. (EPIK Sammlung). 330 S. ISBN: 978-3-86356-052-2, 17,80€

Auch die Brombeeren haben keine Bedeutung mehr. Roman. Mit Illustrationen von Maximilian Wedler. Pop Epik. 131 Seiten, ISBN 978-3-86356-076-8, 12,99€

Nock, Roman,Pop Epik, 168 Seiten, ISBN 978-3-86356-119-2, 15,50€

einen Fremden grüßt man nicht, Gedichte 2011 – 2016, Pop Lyrik, 142 Seiten, ISBN:978-3-86356-176-5, m15,50€

Stiftorgel, Kurze Texte, 2014-2017. Mit Fotos aus den „objets trouvés et transformés“ des Autors. Pop Epik. 208 Seiten, ISBN 978-3-86356-190-1, 23,00 €

Rainer Wedler: Die Leihfrist

Rainer WedlerWedler_Die_Leihfrist_1_1: Die Leihfrist, Roman, (EPIK- Sammlung); 128 Seiten,  ISBN: 978-3-937139-81-4, 12,00€

 

 

 

 

 

 

 

Lieferbare Titel von Rainer Wedler

Poesie/poésie Zeitgenössische Dichtung aus Frankreich und Deutschland. ISBN: 3-937139-00-1. 168 Seiten; 14,00Eur[D]   CIP-Titelaufnahme der Deutschen Bibliothek:
Blua, Gérard und Stefanescu, Sergiu : Poesie/ poésie. Zeitgenössische
Dichtung aus Frankreich und Deutschland. Mit einem Vorwort von Sergiu
Stefanescu.
Autoren: Alfonsi, Josiane; Blua, Gérard; Broussard, Yves; Demuth, Volker;
Draghincescu, Rodica; Dürrson, Werner; Fels, Gilbert; Kaouah, Abdel-
madjid; Kotarski, Carmen; Lovichi, Jacques; Migozzi, Marcel; Montmaneix,
François;   Oliver, José F. A. ; Özdemir, Hasan; Sayer, Walle; Schneider,
Klaus F.; Seiler, Hellmut; Sorrente, Dominique; Stephan, Susanne; Temple,
Frédéric  Jacques;  Tixier, Jean-Max; Ughetto, André; Villain, Jean-Claude;
Rainer Wedler.

Übersetzer: David, Eric; Lawitschka, Valérie; Fischer, Rüdiger.
Ludwigsburg: Pop, 2004

»Ungesagtes der Sinne unterschlagen verwischt / ohne Wohnrecht Offensichtliches verschlüsselt / meine Texte sind nicht gesichert« (J. Alfonsi); »enthaarte Tiere die Blicke leer / darin siehst du plötzlich dich fortgeschoben« (V. Demuth); »und denke / bin ich denn wirklich« (W. Dürrson); »das Instrument demonstriert, exakt diesem Auge, daß hier dubiose Grenzen bestehen / Problem, das es / es? ich! / bislang nicht sah« (G. Fels); »ich hatte die Sprache geöffnet / nicht den Mund« (C. Kotarski); »nur während ich an dich / dachte liebte ich dich / das wort war nur zwischen / den lippen« (H. Özdemir); »geschichten die ich / heimlich hinuntersteige aus den farben / und hellen fenstern in den stummfilm« (J. F. A. Oliver); »zeile um zeile / abgelagertes / ich« (K. F. Schneider); »Heute sing ich, morgen tanz ich, nie ohne euch, aber / Bin ich’s nun oder ist es wirklich ein anderer?«
(H. Seiler); »Der allerchristlichste König ist, wie ich, / bald traurig, bald fröhlich« (S. Stephan); »zu wem / soll ich noch sprechen / die Nahen scheinen nah nur« (R. Wedler). Die zitierten Verse sollen einen Eindruck vermitteln von der Vielfalt der Stimmen und der Originalität der von uns verlegten Lyriker und zugleich Anreiz sein, der literarischen Qualität zum Durchbruch zu verhelfen.

Zwischenstation Algier. Roman, EPIK- Sammlung, 86 Seiten, ISBN: 3-937139-11-7; 12,80€

deichgraf meiner selbst, Gedichte, mit Illustrationen von Ferdinand Wedler,ISBN: 978-3-937139-34-3, 12,50€

Die Leihfrist, Roman, (EPIK- Sammlung); 128 Seiten,  ISBN: 978-3-937139-81-4, 12,00€

Unter der Hitze des Ziegeldachs, Gedichte mit Zeichnun- gen von Ferdinand Wedler, (LYRIK- Sammlung); 136 Seiten,  ISBN:  978-3-86356-010-2, 12,00€.

Seegang. Mit zwölf Zeichnungen von Ferdinand Wedler. (EPIK Sammlung). 116 S. ISBN: 978-3-86356-030-0, Preis: 12,00€

Es gibt keine Spur, Prosastücke, 2013. (EPIK Sammlung). 330 S. ISBN: 978-3-86356-052-2, 17,80€

Auch die Brombeeren haben keine Bedeutung mehr. Roman. Mit Illustrationen von Maximilian Wedler. Pop Epik. 131 Seiten, ISBN 978-3-86356-076-8, 12,99€

Nock, Roman,Pop Epik, 168 Seiten, ISBN 978-3-86356-119-2, 15,50€

einen Fremden grüßt man nicht, Gedichte 2011 – 2016, Pop Lyrik, 142 Seiten, ISBN:978-3-86356-176-5, m15,50€

Stiftorgel, Kurze Texte, 2014-2017. Mit Fotos aus den „objets trouvés et transformés“ des Autors. Pop Epik. 208 Seiten, ISBN 978-3-86356-190-1, 23,00 €

Imre Török: Das Buch Luzius. Märchen und andere Wahrheiten.

Imre Török:978-3-86356-026-3_A Das Buch Luzius. Märchen und andere Wahrheiten.  Erzählungen. (EPIK Sammlung). 190 S. ISBN: 978-3-86356-026-3; 14,00€

Dieses Buch erzählt von einer Prinzessin, von einem Nomaden und noch viel mehr von wunderlichen und gefährlichen Abenteuern eines neugierigen Glühwürmchens namens Luzius. Wird hier für wahr kindlich Fabelhaftes aufgetischt? Mag zuweilen so scheinen. Doch dessen sicher sollte niemand sein.
Denn was ist schon wahr, nicht wahr?

Wortwitz, Poesie und unbändige Fabulierlust zeichnet dieses märchenhafte Buch aus. Der mitreißende Erzähler und Meister der verschiedenen Tonlagen Imre Török erklärt Absurdistan und bringt uns das lichterfüllte Illuministan näher, in unserer Welt hier und heute.

Lieferbare Titel von Imre Török:

Akazienskizze. Neue und alte Geschichten. Phantasieflüge. Prosa, 230 S., 14,0 × 20,0 cm; ISBN:  978-3-937139-69-2; 14,80€

Insel der Elefanten. Roman. (EPIK- Sammlung); 402 Seiten, 14,0 × 20,0 cm; ISBN:  978-3-937139-91-3; 19,90€

Arzu Alır: Wenn Satan sich zum Rosenzweig beugt. Gedichte. Mit einem Nachwort von Imre Török:. Aus dem Türkischen übersetzt von Achim Martin Wensien und überarbeitet von Imre Török:.(LYRIK) 120 S. ISBN: 978-3-937139-84-5; 14,00€.

Imre Török: Das Buch Luzius. Märchen und andere Wahrheiten.  Erzählungen. (EPIK Sammlung). 190 S. ISBN: 978-3-86356-026-3; 14,00€

Das Buch Luzius. Märchen und andere Wahrheiten.  Erzählungen. Illustrierte Ausgabe. Illustriert von Libuše Schmidt (EPIK Sammlung). 204 S. ISBN: 978-3-86356-059-1; 16,50€

Wanderer. Zwischenwelten. Mit 19 Zeichnungen von Libuše Schmidt. Prosa. Flexibler Einband mit Schutzumschlag, 334 Seiten; ISBN 978-3-86356-122-2; 21,90

Die Königin von Ägypten in Berlin. Illustrationen: Emir Roda Alır. Prosa. Flexibler Einband mit Schutzumschlag, 298 Seiten; ISBN 978-3-86356-150-5; 20,00