Klaus Martens: 75 Gedichte. Bei den Stachelbeergärten.

Klaus Martens: 75 Gedichte. Bei den Stachelbeergärten.  Reihe Lyrik Bd. 147. 93 S., Kartoniert, mit Schutzumschlag (bedruckt). 978-3-86356-287-8, €[D] 14,50

Umschlagbild: Stachelbeeren, Eva Martens 2019
Autorenfoto: Foto © Konstantin Martens

Dieser 18. Gedichtband von Klaus Martens ist ein weiterer Höhepunkt seiner Arbeit aus seiner reifen Lebens- und Schaffensphase. In seinem Bestreben aus der Alltäglichkeit in oft alltäglicher Sprache mythische Dimensionen des Lebens zu erfassen, bietet das vorliegende Buch, das zu seinem 75. Geburtstag erschien, imponierende und perfekte Texte, die den Leser ergreifen.

Die ersten vierundsechzig der hier veröffentlichten Gedichte erschienen zum 75 Geburtstag des Autors in einer Sonderausgabe: Stachelbeergärten. ISBN 978-3-86356-281-6; €[D]49,50. Diese Exemplare, nummeriert von 1 bis 75, sind auf Caribic sandbraun 120g/qm 1,3-faches Volumen Papier gedruckt (Umschlag: 250g/ qm SoporSet, Schutzumschlag: 250g/qm SoporSet), wurden vom Autor einzeln signiert.

 

(Wir haben) mit Martens einen erstklassigen Lyriker, jemand der eine sichere, eigene Sprache hat.  Ein Schatz.
Frank Milautzcki

Es spricht für den Lyriker Martens, dass er sich nicht in einen Schublade stecken lässt und er andererseits nicht meint, zu allem etwas sagen zu müssen. Mit Worten kämpft er allenthalben gegen Flachheit und Abstumpf- ung. Er trotzt der Selbstvergessen- heit und deren Waffen . . .
Ein Höhlenforscher ist dieser Martens, der weiß, dass man lange graben muss, um das Ich und seine Empfindungswerkzeuge wieder freizulegen. Wie heißt es in einem der schönsten Gedichte („Speleo- loge“)? „Doch irgendwann / wird Licht hineingetragen, wird Ver- stecktes / aus dir heraus gegraben, gedreht und untersucht, / geflickt oder so belassen, wie es ist, dort drinnen, / in der Spelunke, wo du geborgen warst.
Christoph Schreiner

Zwischen literarischem Liebes- und Prokrustes-Bett ist das Leben des Dichters nicht einfach. Klaus Martens scheint die Vorteile und Nachteile von leben, um zu schreiben, und schreiben, um zu (über)leben, sehr wohl zu kennen. Er bewegt sich zwischen höchster Detailgenauigkeit und Karikatur, ohne sich für eine der zwei Optionen zu entscheiden. Dadurch entsteht ein raffiniert geschliffener Spiegel unser Welt, in dem sich jeder von uns wiedererkennen kann.
Traian Pop Traian

Lieferbare Titel von Klaus Martens:

Anton Sterbling: Klimadelirium und andere furchtbare Erzählungen

Anton Sterbling: Klimadelirium und andere furchtbare Erzählungen. Reihe Epik Bd. 113; ISBN: 978-3-86356-303-5; 244 Seiten, €[D]16,90

Ein Mönch, der nach einem Pakt mit dem Teufel ewig lebt, der jahrhundertelang durch die schwermütige Geschichte des Balkans irrt und zugleich weit in eine bizarre Zukunft der Welt blickt. Ein Amerikaheimkehrer und Großbauer, der mit dem kommunistischen Regime zum Kutscher wird und dessen jahrzehntelang verwirrte Nachbarin, die beide plötzlich unter einen Mordverdacht geraten. Ein leitender Angestellter einer internatio­nalen Versicherung, der seine Securitateakten erhält und in große Verwirrungen gerät. Ein Junior-Professor und eine polnische Studentin, die sich an einem Nacktbadestrand zwei sehr unterschiedliche Geschichten aus der Vergangenheit und Gegenwart erzählen. Schließlich ein Professor der frühneuzeitlichen Literatur, den der Begriff „Klimadeli­rium“ intellektuell herausfordert und zugleich aus den gewohnten Lebensbahnen bringt. Fünf Erzählungen, die über einige Motive und einzelne Gestalten locker miteinander verstrickt sind und die alle irgendwie mit dem Balkan und vor allem mit denkwürdigen Fragen des menschlichen Lebens zu tun haben.

Lieferbare Titel von Anton Sterbling:

Dinu Flamand: Zwischenfrost / Frigul intermediar

Dinu Flamand: Zwischenfrost / Frigul intermediar. Gedichte. Deutsch / Rumänisch. Aus dem Rumänischen von Edith Konradt. Reihe Lyrik Bd. 144, 273 S., ISBN 978-3-86356-299-1, €[D]19,50 

 

 

 

„draußen ist die Welt mit ihrem Gleißen eine Nähe,
die sich ständig entfernt,
und weil sie alles enthält, von dem wir glauben,
dass es als Welt in der Welt vorhanden sein müsste,
hat niemand mehr in ihr Platz,
am allerwenigsten ein blinder Passagier des Schicksals …“

„… und du begreifst,
dass du nie irgendwohin fortgegangen
und nie irgendwo angekommen bist,
denn das Exil ist eine Verlängerung
des ständigen Zögerns
mit etwas lächerlich Schmerzhaftem
als ultimative Botschaft – ein Kind,
das vor dir auf dem Weg Grimassen schneidet
und dir ins unbekannte Dorf voraushüpft

es gibt kein anderes Dorf,
in dem du länger wohnen könntest,
als du bisher dir selbst fern warst“
Dinu Flamand

„Schreiben, also die Poesie leben, ist eine seltsame Erfahrung, die Intensität offenbart – ein anderes Wort für Gefühl. Manchmal ist das Material schlecht und verhöhnt das Kriterium der Vielfalt, das unserer Epoche so lieb und teuer ist. Aber die Intensität sollte immer maximal sein, unerträglich, eine Spitze im Diagramm des Flachreliefs unseres Lebens … Und jedes Mal, wenn sie groß ist, wird es eine heftige Offenbarung, eine halluzinatorische Klarheit. Schreiben schließt unser Inneres mit ein, die Essenz unseres Seins beginnt mit dem Inneren. Aber die Annäherung – durch oder für einen Text – ist eine Art unerwartetes Geschenk von außen, von einer privilegierten Position aus. Man sieht sich selbst den Text führen und sieht, wie man durch ihn geführt wird … Man arbeitet nicht im direkten Einklang mit der Realität. Unsere Intelligenz und unsere Seele elaborieren intensiv jene Momente der Synthese von Erfahrungen und Möglichkeiten, um auf eine Frage zu antworten: Wie soll man leben auf der Welt? Der Poesie muss eine dichterische Erkenntnis vorausgehen. Um dorthin zu gelangen, ist die Erfahrung eines Lebens nicht genug … Heutzutage käuen alle Ziegen poetisches Heu wider. Und in der mechanischen Wiedergabe von Gemeinplätzen begreift man die Poe­sie wie einen verschwommenen Spiegel, der die Welt einfängt, reduziert auf ihren ornamentalen Aspekt. Eigentlich empfängt man
die Poesie niemals wie ein Objekt, man geht auf sie zu, man sucht und provoziert sie. In Momenten von seltener und scheuer Schönheit zeigt sie sich, manchmal, unter einem funkelnden Symbol. Solch ein Spatz näherte sich dem Dichter Vladimir Holan auf einer Bahn­station, als er sein Bündel öffnete, um den Proviant herauszuholen. Und der Dichter verstand, dass dieser Vogel ein Botschafter des Todes ist.“
Dinu Flamand im Interview mit Levure littéraire (2015)

„Jedes Gedicht bleibt, wenn es wahrhaftig ist, ein Mysterium“, hielt Pierre Jean Jouve fest … Ja, liebe Leser, Sie müssen auch mit der Lyrik von Dinu Flamand so verfahren wie mit jeder echten Poesie (also jener, die ohne Zierrat die Komplexität des Lebens umarmt): Sie müssen auf sie zugehen, sie willkommen heißen, in sie eindringen und sich in ihr verlieren, wenn Sie ihren Botschaften auf die Spur kommen wollen … Sie präsentiert unentwegt, gleich einem Mal auf der Stirn, die Wunden und Narben, die das Leben uns hinterlässt, weil wir es schuldhaft zu sehr lieben und zu sehr wünschen, dass es die Versprechen einlöst, die es uns in der Kindheit gab, als es uns die ganze Welt als Geschenk verhieß … Dinu Flamand ist sehr wohl bewusst, dass dichten auch bedeutet, „das Mark des Schreis aufzusaugen“. Um welchen Schrei es dabei geht? Jenen von Edvard Munch sicherlich, den metaphysischen Angstschrei angesichts der unbarmherzigen Gewalt der Fakten: der Fakten der Existenz, der Fakten der Geschichte … Das alles wird begleitet von der Sehnsucht und dem Schönheitsempfinden angesichts des vollkommenen Glücks, mit dem die Sonne wärmt und die Ähren wachsen. Diese Übereinstimmung kann nicht aufgelöst werden, sie ist ontologisch … Tatsache ist, dass wir unmögliche Wesen sind – eine Unmöglichkeit, der wir uns Tag für Tag ausgesetzt sehen: Wir leben mit dem Tod in uns, mit der Zeit, die uns zermahlt, so wie wir auch zwischen den Motten leben, „die Löcher in die Landschaft fressen“. Ich kenne kein anderes Bild, das diese Wahrheit präziser und radikaler wiedergeben würde, als eines von denen, die unser Dichter dafür gefunden hat: Wir leben „mit dem aufgewickelten Bandwurm der Zeit in den Eingeweiden“.
Jean-Pierre Siméon

Lieferbare Titel von Dinu Flamand: Zwischenfrost / Frigul intermediar. Gedichte. Deutsch / Rumänisch. Aus dem Rumänischen von Edith Konradt. Reihe Lyrik Bd. 144, 273 S., ISBN 978-3-86356-299-1, €[D]19,50 

Carl von Bülow: Kriegsbriefe aus den Jahren 1870–71

Carl von Bülow: Kriegsbriefe aus den Jahren 1870–71. Gefunden, herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Manfred Wolff. Reihe Historiae Bd.2, Kartoniert, mit Schutzumschlag (bedruckt), 6 Bilder, 231 Seiten, ISBN 978-3-86356-297-7, €[D]19,50

 

Sie als Buchhandels- bzw. Medienvertreter können jederzeit ein Ansichts- oder Rezensionsexemplar bei uns bestellen. Möchten Sie eine Lesung organisieren? Gerne nehmen wir Ihre Anfrage entgegen: t.pop@pop-verlag.com. Selbstverständlich können Sie sich diesbezüglich auch direkt bei Manfred Wolff melden: manfredwolffma@web.de.

Einen sehr denkwürdigen und lesenswerten Schatz hat der Pop Verlag gefunden: Carl von Bülow, Kriegsbriefe aus den Jahren 1870–1871. Die Briefe des mecklenburgischen Oberleutnants aus dem deutsch-französischen Krieg zeichnen sich als eine besondere Quelle aus. Sie sind keine Erinnerungen, die ja oft Lücken aufweisen oder heroisierend ergänzt werden. Carl von Bülow schreibt nahezu täglich an seine Frau und berichtet, was er in diesem Krieg erlebt, mit wem er zusammentrifft, in welchen Orten er sich aufhält, wie er Landschaften und Wetter wahrnimmt. Sein Leibkoch kommt ebenso zur Sprache wie der Großherzog. Humor und Empathie durchziehen die Briefe.

Wenn sich in diesem Sommer der deutsch-französische Krieg zum 150. Male jährt, werden in den Briefen Carl von Bülows nicht die politischen Entscheidungen und die strategischen Überlegungen des Feldzugs analysiert. Der Leser nimmt teil an einem Kriegstheater, wie es heute nicht mehr möglich ist, und dem immer wiederkehrenden Wunsch des Autors, dass doch endlich wieder Frieden herrsche.

Carl von Bülow wurde am 22. Mai 1841 zu Toddin bei Hagenow geboren. Er besuchte das Gymnasium in Schwerin und trat 1859 in den mecklenburgisch-schwerinschen Militärdienst. 1860 wurde er Sekondeleutnant, nahm 1866 am Feldzug in Süddeutschland teil und wurde 1867 zum Premierleutnant befördert. 1871 erfolgte seine Beförderung zum Hauptmann. 1870–1871 beteiligte er sich am deutsch-französischen Krieg. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse und dem mecklenburgischen Verdienstkreuz sowie dem Roten Adlerorden vierter Klasse ausgezeichnet. Carl von Bülow verstarb am 4. Januar 1883 in Schwerin.

Manfred Wolff wurde am 9. Januar 1941 in Braunschweig geboren; wuchs in Schöningen auf, studierte Alte Sprachen, Geschichte, Philosophie und Pädagogik in Freiburg und Göttingen und arbeitete danach in der Erwachsenenbildung. Mitübersetzer von: Janusz Tazbir, Polen an den Wendepunkten der Geschichte (Gabriele Schäfer Verlag) und Anna Mieszkowska, Die Mutter der Holocaust-Kinder. Irena Sendler und die geretteten Kinder aus dem Warschauer Ghetto (DVA). Im Pop Verlag veröffentlichte er Übersetzungen polnischer Lyrik sowie seinen Gedichtband Gespräche mit niemand (2009). Er lebt in Berlin.

 

Lieferbare Titel von Carl von Bülow:

– Kriegsbriefe aus den Jahren 1870–71. Gefunden, herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Manfred Wolff. Reihe Historiae Bd.2, Kartoniert, mit Schutzumschlag (bedruckt), 4 Bilder, 231 Seiten, ISBN 978-3-86356-297-7, €[D]19,50

Lieferbare Titel von Manfred Wolff:

  • Jan Goczol: Die abgewandte Seite des Mondes, Aus dem Polnischen übersetzt von Urszula Usakowska-Wolff und Manfred Wolff und mit einem Nachwort versehen von Urszula Usakowska-Wolff. Reihe Lyrik Bd. 24, 122 Seiten, ISBN: 978-3-937139-48-7. €[D]18,80, 2008
  • Gespräche mit niemand. Gedichte. Mit einem Nachwort von Mario Wirz. Reihe Lyrik Bd. 27, 90 Seiten. ISBN: 978-3-937139-59-3 €[D]12,80
  • Carl von Bülow: Kriegsbriefe aus den Jahren 1870–71. Gefunden, herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Manfred Wolff. Reihe Historiae Bd.2, Kartoniert, mit Schutzumschlag (bedruckt), 4 Bilder, 231 Seiten, ISBN 978-3-86356-297-7, €[D]19,50

Zärtlichkeit, Routine

Emil Hurezeanu: Zärtlichkeit, Routine / Tandrețe, rutină. Gedichte eines Knauserers 1979 – 2019 / Poemele unui parcimonios 1979 – 2019. Deutsch / Rumänisch. Aus dem Rumänischen von Georg Aescht. 342 Seiten, ISBN 978-3-86356-203-8, Reihe Lyrik Bd. 145,  €(D)25,50

 

Es gehört nicht geringer Mut dazu, dass ein Mann, der, wie in seiner Kurzbiographie zu lesen ist, über Jahrzehnte in den medialen und politischen Feuern des ausgehen- den 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts gestanden und seinen Mann gestanden hat, nach so langer und ereignisreicher Zeit seine lyrische Vergangenheit aufleben lässt. Emil Hurezeanu war in den späten Siebzigern und frühen Achtzigern in Rumänien, zumal in Siebenbürgen, eine poetische Präsenz ohnegleichen, wie ihm heute noch berufene Stimmen der ru- mänischen literarischen Öffentlichkeit nachrufen. Dann ließ er die Poesie ruhen, weil die Zeitläufte ihn nicht ruhen ließen.
Dass er sich dennoch oder erst recht zu seinen Versen von einst bekennt, dass dieses Bekenntnis jetzt sogar in deutscher Sprache zum Buch wird, zeigt zum einen, dass es in seinem Denken und Empfinden eine Konstante gibt, die jenseits aller heftigen Verwerfungen im öffentlichen und persönlichen Leben Bestand hat. Zum andern aber ist hier zu lesen, dass er begriffen hat und den Leser begreifen lassen will: Das Schreiben damals war Überleben in seiner prekär schönstmöglichen und schwer durchzusetzenden Form, und weil es schön und schwer war, hat es seine Gültigkeit über Jahre und Jahrzehnte bewahrt.

(…)

Das authentische, einerseits verknappte, andererseits aber gerade dadurch explizite Sprechen vom Unermesslichen und Unergründlichen, wie es sich in der Gesellschaft – sei sie sozialistisch oder wie auch immer geartet – und im Leben des einzelnen, des vereinzelten Menschen äußert, auftut, wie es droht und lockt, das macht Emil Hurezeanus Gedichte zum Erlebnis. Hier steht, was ein jeder schon einmal gedacht haben dürfte, in einer Sprache, die nicht ein jeder hat, die er aber von Emil Hurezeanu lernen kann, ob auf Rumänisch oder auf Deutsch.
Georg Aescht

Lieferbare Titel von Emil Hurezeanu:

Matthias Buth: Der Schnee stellt seine Leiter an die Ringmauer

Matthias Buth: Der Schnee stellt seine Leiter an die Ringmauer. Poetische Annäherungen an Rumänien und andere Welten. Mit einem Nachwort von Markus Bauer

Reihe Fragmentarium, Bd. 19. ISBN 978-3-86356-294-6, 180 Seiten, €[D]19,50

Rumänien mag durchaus in Schriften und Texten bundesdeutscher AutorInnen thematisiert werden (häufig in denen von ausgereisten SchriftstellerInnen der deutschen Minderheiten des Karpatenlandes) – dass ein deutscher Dichter aus dem Rheinland aber einen Band zusammenstellt, in dem die Annäherungen vor allem an Rumänien zum inneren Kern seines Dichtens wie des Reflektierens und politischen Denkens erhoben werden, hat in der Literatur der Bundesrepublik kein Beispiel. „Rumänien“ gewinnt hier den Status eines poetisch erfühlten und sprachlich erschlossenen Zustandes, der weit über eine bloß literarische Reminiszenz an ein Land hinaus geht.
Markus Bauer

„România ist ein Wort aus dem inneren Klang von Europa, es sucht die Klänge der anderen, um zu singen, zu trauern, zu beglücken. Und so sind Deutschland und Rumänien verwandt, Geschwister durch Musik und Geschichte.
(…)

„România ist ein Ovid-Land, durch das die Gedichte von Georg Trakl gegangen sind. ‚Wanderer tritt still herein; /Schmerz versteinerte die Schwelle. / Da erglänzt in reiner Helle/ Auf dem Tische Brod und Wein.‘ – so lässt er das Gedicht „Ein Winterabend“ ausklingen und spielt sich zugleich Hölderlins Elegie „Brod und Wein“ und seine Donau-Hymnen zu.“
Matthias Buth

 

Lieferbare Titel von Matthias Buth:

Rainer Wedler: vor dem Fenster tanzt ein frecher Gedanke

Rainer Wedler: vor dem Fenster tanzt ein frecher Gedanke. Gedichte. Mit 22 Bildern von  Carsten Sternberg. Reihe Lyrik Bd. 143.  145 Seiten, ISBN 978-3-86356-298-4. €[D]16,50; Ihr Warenkorb ist leer. 

 

 

 

Wedlers Gedichte sind von Neugier auf alle Realien des Lebens wie von poetischer Experimenturlust geprägt.
Jürgen Engler

Schwarz-Weiß-Fotografie kann in ihrer Formensprache so eindringlich sein, dass man beginnt, die Bilder mit den Augen Zeile für Zeile abzutasten, damit einem kein Detail, keine Korres-
pondenz der Formen und Linien entgeht: So aufmerksam schaut man nicht auf die eigene Umgebung, solches können die eigenen Augen nicht sehen.
Carsten Sternberg

Lieferbare Titel von Rainer Wedler

Poesie/poésie Zeitgenössische Dichtung aus Frankreich und Deutschland. ISBN: 3-937139-00-1. 168 Seiten; 14,00Eur[D]   CIP-Titelaufnahme der Deutschen Bibliothek:
Blua, Gérard und Stefanescu, Sergiu : Poesie/ poésie. Zeitgenössische
Dichtung aus Frankreich und Deutschland. Mit einem Vorwort von Sergiu
Stefanescu.
Autoren: Alfonsi, Josiane; Blua, Gérard; Broussard, Yves; Demuth, Volker;
Draghincescu, Rodica; Dürrson, Werner; Fels, Gilbert; Kaouah, Abdel-
madjid; Kotarski, Carmen; Lovichi, Jacques; Migozzi, Marcel; Montmaneix,
François;   Oliver, José F. A. ; Özdemir, Hasan; Sayer, Walle; Schneider,
Klaus F.; Seiler, Hellmut; Sorrente, Dominique; Stephan, Susanne; Temple,
Frédéric  Jacques;  Tixier, Jean-Max; Ughetto, André; Villain, Jean-Claude;
Rainer Wedler.

Übersetzer: David, Eric; Lawitschka, Valérie; Fischer, Rüdiger.
Ludwigsburg: Pop, 2004

»Ungesagtes der Sinne unterschlagen verwischt / ohne Wohnrecht Offensichtliches verschlüsselt / meine Texte sind nicht gesichert« (J. Alfonsi); »enthaarte Tiere die Blicke leer / darin siehst du plötzlich dich fortgeschoben« (V. Demuth); »und denke / bin ich denn wirklich« (W. Dürrson); »das Instrument demonstriert, exakt diesem Auge, daß hier dubiose Grenzen bestehen / Problem, das es / es? ich! / bislang nicht sah« (G. Fels); »ich hatte die Sprache geöffnet / nicht den Mund« (C. Kotarski); »nur während ich an dich / dachte liebte ich dich / das wort war nur zwischen / den lippen« (H. Özdemir); »geschichten die ich / heimlich hinuntersteige aus den farben / und hellen fenstern in den stummfilm« (J. F. A. Oliver); »zeile um zeile / abgelagertes / ich« (K. F. Schneider); »Heute sing ich, morgen tanz ich, nie ohne euch, aber / Bin ich’s nun oder ist es wirklich ein anderer?«
(H. Seiler); »Der allerchristlichste König ist, wie ich, / bald traurig, bald fröhlich« (S. Stephan); »zu wem / soll ich noch sprechen / die Nahen scheinen nah nur« (R. Wedler). Die zitierten Verse sollen einen Eindruck vermitteln von der Vielfalt der Stimmen und der Originalität der von uns verlegten Lyriker und zugleich Anreiz sein, der literarischen Qualität zum Durchbruch zu verhelfen.

Zwischenstation Algier. Roman, EPIK- Sammlung, 86 Seiten, ISBN: 3-937139-11-7; 12,80€

deichgraf meiner selbst, Gedichte, mit Illustrationen von Ferdinand Wedler,ISBN: 978-3-937139-34-3, 12,50€

Die Leihfrist, Roman, (EPIK- Sammlung); 128 Seiten,  ISBN: 978-3-937139-81-4, 12,00€

Unter der Hitze des Ziegeldachs, Gedichte mit Zeichnun- gen von Ferdinand Wedler, (LYRIK- Sammlung); 136 Seiten,  ISBN:  978-3-86356-010-2, 12,00€.

Seegang. Mit zwölf Zeichnungen von Ferdinand Wedler. (EPIK Sammlung). 116 S. ISBN: 978-3-86356-030-0, Preis: 12,00€

Es gibt keine Spur, Prosastücke, 2013. (EPIK Sammlung). 330 S. ISBN: 978-3-86356-052-2, 17,80€

Auch die Brombeeren haben keine Bedeutung mehr. Roman. Mit Illustrationen von Maximilian Wedler. Pop Epik. 131 Seiten, ISBN 978-3-86356-076-8, 12,99€

Nock, Roman,Pop Epik, 168 Seiten, ISBN 978-3-86356-119-2, 15,50€

einen Fremden grüßt man nicht, Gedichte 2011 – 2016, Pop Lyrik, 142 Seiten, ISBN:978-3-86356-176-5, m15,50€

Stiftorgel, Kurze Texte, 2014-2017. Mit Fotos aus den „objets trouvés et transformés“ des Autors. Pop Epik. 208 Seiten, ISBN 978-3-86356-190-1, 23,00 €

Das Jahr Null ist das Jahr Zwölf. Warum Hitler meinen Vater
nur einmal getroffen hat. Roman. Die POP-Verlag-Epikreihe, Bd. 101. 141 Seiten, ISBN 978-3-86356-249-6. €[D]15,50

vor dem Fenster tanzt ein frecher Gedanke. Gedichte. Mit 22 Bildern von Carsten Sternberg. Reihe Lyrik Bd. 143.  145 Seiten, ISBN 978-3-86356-298-4. €[D]16,50

Ioan‑Aurel Pop, Ioan Bolovan: Geschichte Siebenbürgens

Ioan‑Aurel Pop, Ioan Bolovan: Geschichte Siebenbürgens

Reihe Historiae Bd.1

Kartoniert, mit Schutzumschlag (bedrukt), 333 Bilder, 521 Seiten, ISBN 978-3-86356-293-9, €[D]33,50

Siebenbürgen ist heute ein Teil Rumäniens und Europas, vor allem aber ist es die gastfreundliche Heimat all seiner Bewohner. Zum ersten Mal in der Geschichte gibt es jetzt die realen Prämissen dafür, dass all seine Bewohner gleichberechtigt sind, sich gleichwertig und hier zu Hause fühlen. Das Land ist nicht mehr das Siebenbürgen von einst, aber überall gibt es die Spuren der Geschichte. In der Vergangenheit haben sowohl die Rumänen als auch die Ungarn, die Deutschen, die Juden und andere hier Leid oder Glück erfahren, oft zu verschiedenen Zeitpunkten. Weder das Leid noch das Glück sollten in Vergessenheit geraten. Die Erinnerungen an die Vergangenheit stellen ein unschätzbares Kulturgut dar und ihre Bewahrung ist eine Aufgabe der zivilisierten Völker. Die siebenbürgische Entität ist ein Erbe der Vergangenheit, aber wir haben sie auch heute überall vor Augen. Siebenbürgen ist der einzige Ort in Europa, wo eine byzantinische Kirche neben einer romanischen, einer gotischen und einer barocken steht und alle zusammen in der Nachbarschaft einer Synagoge! Ebenso ist es der einzige Ort, wo der orthodoxe Kultus neben dem griechisch-katholischen, dem römisch-katholischen, dem calvinistischen, dem lutherischen oder dem unitarischen zelebriert wird. Das sagt mehr über ein friedliches Zusammenleben aus als über Konflikte, und die Botschaft der vorliegenden Arbeit ist eine großmütige: Man sollte die Vergangenheit nicht um des Entsetzens und der Rache willen kennenlernen wollen, sondern dem gegenseitigen Verständnis und der Entspannung zuliebe.

Die Autoren

Lieferbare Titel von Ioan‑Aurel Pop und Ioan Bolovan:

Ioan‑Aurel Pop,  Ioan Bolovan: Geschichte Siebenbürgens. Reihe Historiae Bd.1. Kartoniert, mit Schutzumschlag (bedrukt), 333 Bilder, 521 Seiten, ISBN 978-3-86356-293-9, €[D]33,50

Ilse Hehn: Roms Flair in flagranti

Ilse Hehn: Roms Flair in flagranti. Epikreihe Bd. 109.142 Seiten, ISBN 978-3-86356-284-7, €[D]19,90

Rom mit aller Inbrunst lieben, seine lichtüberfluteten Plätze und spru- delnden Brunnenkaskaden ins Visier nehmen, in seinen Museen die rö- mischen Skulpturen mit kontrast- geladenen Blicken erfassen, in den unzähligen Basiliken und Kirchen die ornamentale Pracht bewundernd und kritisch abbilden, die römischen, mittelalterlichen und neuzeitlichen Epochen aus kunsthistorischer und kunstkritischer Sicht präsentieren, mit oft frivolen Schnappschüssen auch das touristische Treiben in der faszinierenden Stadt am Tiber lebendig darstellen – mit diesen Ansprüchen ist der Künstlerin und Schriftstellerin Ilse Hehn etwas gelungen, was in den meisten illustrierten Rom-Baedekern fehlt, die gelungene Mischung aus seriöser kunstgeschichtlicher Betrachtung  wie auch  frecher, manchmal sogar schnoddriger Bewertung der Kontraste zwischen katholischem Prunk, weltlichem Glanz und dem überall sichtbaren Elend auf den Straßen Roms. Kein Wunder, dass die Leser/innen und aufmerksamen Betrachter  dieses Text-Bild-Bandes auf zweifache Weise in flagranti erwischt werden: bei ihren wechselnden Blicken auf prachtvolle Skulpturen, übermächtige Ruinen, marmorne Treppen und den Abfall der Geschichte. Ein Buch also, das ästhetisch aufgeladenen Genuss mit scharfsinnigen Kommentaren verbindet.
Wolfgang Schlott

Lieferbare Titel von Ilse Hehn:

  • Anneliese Merkel:Käme ein Wort. Gedichte. Mit vier Arbeiten vonIlse Hehn.Pop Lyrik. ISBN: 978-3-86356-161-1, 72 Seiten, 14,50€
  • Roms Flair in flagranti. Epikreihe Bd. 109.142 Seiten, ISBN 978-3-86356-284-7, €[D]19,90

Peter Gehrisch: Das Märchen hebt an, guten Abend

Peter Gehrisch: Das Märchen hebt an, guten Abend! In den Schutzräumen der Phantasie. Zwölf Tintinnabula. Reihe Epik Bd. 110; ISBN: 978-3-86356-296-0; 234 Seiten, €[D]20,50

Lieferbare Titel von Peter Gehrisch:

Steliana Huhulescu: (OHN)MACHT

Steliana Huhulescu: (OHN)MACHT Roman. Epikreihe Bd. 106. 862 Seiten, ISBN 978-3-86356-272-4, €[D]29,00, €[A]30,80

Wenn ich noch länger hier hocke, werde ich noch tollwütig, sprach sie zu sich selbst und wedelte heftig mit einer zerfledderten Zeitung vor dem geröteten Gesicht. Echt, mich trifft noch der Schlag, wer weiß, in meinem Alter ist alles möglich … Einmal macht es bums! Und fertig. Das war es. Platsch! Fällst auf den Boden, weich wie ein Kuhfladen. Was soll ich noch ausziehen, bin ja schon fast nackt …

Lieferbare Titel von Steliana Huhulescu:

 

Norbert Sternmut: Winterdienst

Norbert Sternmut: Winterdienst. Trauma. Prosa und Gedichte. edition monrepos Band 18, ISBN 978-3-86356-291-5,  255 Seiten, €[D]19,50

(…) Cedric der Erste der kam aus Verwahrlosung Gewalterfahrung in Kiste gesperrt will herrschen um seine Hilflosigkeit zu bewältigen sehr eifersüchtig ich sage ich zwing dich nicht du zwingst mich nicht ich bin der Bezugsbetreuer dazu kommen wir noch später findet die neue Zuordnung statt Cedric will jemand für sich
Benjamin kommt aus einer Familie mit Drogenhintergrund Gewalterfahrung in schlechter Wohnsituation Geschwister in anderen Einrichtungen
Mesut bald vierzehn kam aus der Psychiatrie Vater schwer gewütet sexuelle Übergriffe Gewalterfahrung Geschwister in anderen Einrichtungen Mutter geflohen vermutlich mehrere Täter Sprachprobleme
sieben Kinder sie kommen sie werden alle kennen lernen wenn sie Fragen haben es wird sich ergeben
Patrick rennt durch die Glastür der Küche fügt sich tiefe Schnittwunden am Handgelenk zu plötzlich ist er ausgerastet vielleicht hat er das Glas nicht gesehen komplett durchgebrochen das Blut spritzt auf den Boden in die Scherben (…)

Lieferbare Titel von Norbert Sternmut:

Fadenwürde, ISBN: 978-3-937139-67-8; €[D]14,30

Nachtlichter, ISBN:978-3-937139-87-6; €[D]14,30

Spiegelschrift,  ISBN: 978-3-86356-007-2; €[D]14,00

Schattenpalaver, ISBN: 978-3-86356-032-4; €[D]14,50

Zeitschrunden, ISBN: 978-3-86356-045-4; €[D]14,80

Nachbrenner, ISBN: 978-3-86356-81-2; €[D]14,99

Sonnwend, ISBN: 978-3-86356-092-8; €[D]15,99

Atemecho. Gedichte und Bilder. ISBN 978-3-86356-110-9; €[D]19,90

Totentango. Gedichte und Bilder. edition monrepos Band 14, ISBN 978-3-86356-145-1, 172 Seiten, €[D]19,90

StrahlensatzGedichte. edition monrepos Band 17, ISBN 978-3-86356-199-4, 150 Seiten, €[D]18,00

Winterdienst. Trauma. Prosa und Gedichte. edition monrepos Band 18. 255 Seiten, ISBN 978-3-86356-291-5, €[D]18,00

Viorel Marineasa: Werkzeuge, Waffen, Instrumente

Viorel MarineasaWerkzeuge, Waffen, InstrumenteKurzprosa.Aus dem Rumänischen übersetzt von Georg Aescht [Dikasterialpalast], Maria Herlo [Der Onkel / Werkzeuge, Waffen, Instrumente], Werner Kremm und Sigrid Kuhn [Ein Einknicken in den 1920ern, Vorher und nachher]. Epik, ISBN 978-3-86356-273-1, 552 Seiten , €[D]24,50

Viorel Marineasa: Schelm, Schlitzohr, Spieler. Einer, der dem Volk aufs Maul schaut, die Puppen tanzen, Funken glühen läßt. Einer, der Wörter verrückt, Sätze explodieren, Sprachen ineinanderfließen läßt. Die Zeilen strömen machtprachtvoll dahin, gabeln sich zum turbulenten Delta, durch das ich mir – Blicke nach links, nach rechts, nach vorn, nach hinten, nach oben, nach unten werfend – den einen (oder andren …) Weg winden will, bevor es mich, mir nichts, dir nichts, ins offene Wortmeer spült. Das ist Literatur, die sich, beherzt, forsch, kompromißlos, in mich hineinwühlt, mich atmen, schweben und weben, sich von nichts und niemandem aufhalten läßt, Literatur, die ich fühle, die ich höre, die ich rieche, die ich schmecke, die ich sehe, die ich spüre. Ich treffe auf Menschen aus Fleisch und Blut und Herz und Schmerz, Menschen, die auf eine Art und Weise erfunden wurden, daß sie wie von der Straße aufgelesen wirken, Menschen, die flüstern, gacksen, lallen, murmeln, rufen, schreien, stöhnen, Menschen, die sich, einmal in ihrem Erzählelement, einen – 43mal in den Details dieses gut 500 Seiten starken Buchs steckenden – Teufel scheren um Grammatik, Syntax und sonstige Nichtigkeiten, Menschen, die es sich hier bei mir im Wohnzimmer bequem machen, mir mord– und wortreich burleske, deftige, kuriose Geschichten (durch die Kafka, Kundera, Kiš zu geistern scheinen) von Leben und Liebe und Tod erzählen, mich unweigerlich mitziehen, das Unkraut zu jagen, und ich griene, grinse, schmunzle, lächle, lache mich kaputt – wobei mir das Lachen, klar, wortwährend im Halse stecken bleibt.
Werkzeuge, Waffen, Instrumente – das sind menschlichallzumenschliche Geschichten, angesiedelt im rumänisch, deutsch, ungarisch, serbokroatisch durchhauchten mitteleuropäischen Kosmos Banat und gemacht aus dem Lehm des echten – so wunderbar paradoxen – Lebens.
THEO BREUER

 

Lieferbare Titel von Viorel Marineasa:

– Dikasterialpalast. Aus dem Rumänischen übersetzt von Georg Aescht. Pop Epik, ISBN: 978-3-86356-192-5, 154 Seiten, €[D]16,50

  • Werkzeuge, Waffen, InstrumenteKurzprosa.Aus dem Rumänischen übersetzt von Georg Aescht [Dikasterialpalast], Maria Herlo [Der Onkel / Werkzeuge, Waffen, Instrumente], Werner Kremm und Sigrid Kuhn [Ein Einknicken in den 1920ern, Vorher und nachher]. Epik, ISBN 978-3-86356-273-1, 552 Seiten , €[D]24,50