Edith Lutz: Einer aus Wiesendorf

Demnächst: Edith Lutz: Einer aus Wiesendorf. Roman, 207 Seiten, ISBN: 978-3-86356-268-7, €[D]16,50

Für den Roman Einer aus Wiesendorf, der aus Erinnerungen sowie Nachforschungen zu den betreffenden historischen Ereignissen hervorgegangen ist, wurde Material aus den folgenden Archiven verarbeitet: Auschwitz-Archiv, Bayer-Archiv, Bundesarchiv, NRW-Rhein­land Archiv, Stadtarchiv Leverkusen. Dem nachempfundenen Pro­zessgeschehen liegen erhalten gebliebene juristische Dokumente sowie Briefe aus dem Familiennachlass zugrunde. Auf dieser Basis sind Orte, Personen und Handlung – mehr oder weniger – frei erdacht. (Aus dem Nachwort der Autorin)

Der ungeklärte Tod des Werkmeisters Walter Paul und dessen schriftliche Hinterlassenschaft veranlassen die jüngste Tochter zu Nachforschungen. Gemeinsam mit dem Erzähler des Romans und dessen ›Kamera‹ begibt sie sich auf Spurensuche in der Farbenstadt Wiesendorf. Hier arbeitete Walter Paul in der Kautschukabteilung der weltberühmten Farbenwerke und verhalf dem Konzern mit seinen Erfindungen zu ansehnlichen Gewinnen. Die aufgefundenen Spuren werden in einen zeitgeschichtlichen Rahmen gesetzt: Beginnend in der Zeit des aufkommenden Nationalsozialismus, führt die Geschichte des Romans Einer aus Wiesendorf über Kriegs- und Nachkriegsjahre in die Zeit noch andauernder Verdrängung. In diesem Roman, der auf Geschehnissen basiert, die sich in vergleichbarer Weise zugetragen haben, geht es um mehr als ein Einzelschicksal; denn die Kräfte, denen Einer aus Wiesendorf zum Opfer fällt, sind die gleichen, die für das Leid einer Vielzahl von Menschen verantwortlich sind: das Streben nach Macht und Profit.

 

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