Willkommen

Wir begrüßen alle Interessierten auf der neuen Webseite des Pop Verlags Ludwigsburg. Diese Seite ist noch im Aufbau. (Noch nicht eingepflegte Inhalte finden Sie in der nicht mehr aktuellen Version der Verlagswebseite.)

Gemeinsam haben wir es durch ein bewegtes Jahr geschafft. Von ganzem Herzen möchten wir uns für die tolle Zusammenarbeit auch in schwierigen Zeiten bedanken. Wir freuen uns sehr über die Treue und das Vertrauen, das Sie uns geschenkt haben und wünschen Ihnen wunderbare Feiertage sowie einen guten Start in ein gesundes neues Jahr. Wir sind voller Zuversicht für 2021 und haben viele neue Bücher im Gepäck, auf die Sie gespannt sein dürfen.

Eginald Schlattner: Drachenköpfe. Roman. ISBN: 978-3-86356-308-0, Reihe Epik Bd. 116, 189 S., €[D]19,50
Vor drei Jahren hat der Zufall die Wege des siebenbürgisch-deutschen Romanschriftstellers Eginald Schlattner und des rumänischen Politikwissenschaftlers Radu Carp gekreuzt – eine Begegnung, aus der ein Interviewband hervorging, der 2018 zunächst in Bukarest auf Rumänisch veröffentlicht wurde und nun auch übertragen vorliegt – trotz aller Vorbehalte des Autors, dessen Muttersprache selbstverständlich Deutsch ist und dem es abwegig erschien, quasi „rückübersetzt“ zu werden.
Petra Haase von den „Lübecker Nachrichten“ schrieb unter der Überschrift „Verse voller Witz und Tiefe“: „Achim Amme ist ein Poet. In bester Tradition, seine Gedichte erinnern an den Humor von Busch, Ringelnatz und Robert Gernhardt. (Er) macht sich auf 357 Seiten seinen meist munteren Reim auf die Welt, oft mit Hintersinn, aber nicht verkopft, zeitgeistig, aber nicht vergeistigt. Und vor allem geizt der Ringelnatz-Preisträger nicht mit Humor. (…) Zugeordnet sind den Gedichten Tagebuchaufzeichnungen. Sie korrespondieren nicht inhaltlich mit den Versen, sondern sind zeitnah entstanden. So wird das Lesen auch zu einer Zeitreise, man fühlt die jeweilige Betriebstemperatur der Bundesrepublik in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhundert.“
Online heißt es dort: „Politisch. Lustig. Gut.“
Anton Sterbling: Klimadelirium und andere furchtbare Erzählungen. Reihe Epik Bd. 113; ISBN: 978-3-86356-303-5; 244 Seiten, €[D]16,90
Obwohl einige der Gestalten den treuen Lesern Eginald Schlattners bereits aus seinen vorherigen Büchern bekannt sein dürften, etwa die engere Familie oder der Vernehmungsoffizier vom Geheimdienst nebst seiner eigenwilligen Nichte, gewinnt der Autor ihnen überraschend neue Facetten ab, indem er sie in einem gewandelten Kontext agieren lässt, nämlich in einer unerfüllten, weil einseitigen Liebesbeziehung zwischen der Pfarrerstochter Anita Mirjam und dem Ich-Erzähler, die nach einem tragischen Unfall der jungen Frau, der sie an den Rollstuhl fesselt, in der Mahnung und Erkenntnis gipfelt: „Du bist für das Antlitz des anderen verantwortlich.“ Eginald Schlattner bietet hier erneut ein ebenso lebendiges wie berührendes transsylvanisches Panorama und Panoptikum.

 

In diesem umfänglichen Dialog kommt Eginald Schlattner auf bisher wenig bekannte Facetten seines bewegten Lebens zu sprechen, da er ausführlich auf sein theologisches Wirken als evangelischer Pfarrer und Gefängnispfarrer in Siebenbürgen eingeht; er fächert aber auch eine Fülle historischer Details auf, die sein Einzelschicksal in den Kontext der politischen und menschlichen Katastrophen des 20. Jahrhunderts einbetten, denen auch dieser südosteuropäische Landstrich alles andere als spurlos ausgesetzt war. So fügt sich fast beiläufig, nämlich in zwanglosem Plauderton, nicht nur eine bewegende Autobiografie, sondern auch ein spannendes Gesellschaftspanorama zusammen, das sowohl die positiven als auch die problematischen Aspekte des Zusammenlebens unterschiedlichster Ethnien mit ihrer jeweiligen politischen, sozialen, kulturellen, sprachlichen und religiösen Prägung vermittelt. Nicht zuletzt also erschließt dieser Interviewband den Hintergrund der in der deutschen Öffentlichkeit viel beachteten Romane Eginald Schlattners – Der geköpfte Hahn, Rote Handschuhe, Das Klavier im Nebel, Wasserzeichen – und bietet eine in mancher Hinsicht erhellende Lektüre.
Achim Amme: Der Amme. Poet. Frühe Verse und Tagebuchaufzeichnungen. Lyrik Bd. 150, 357 Seiten, ISBN: 978-3-86356-314-1, €[D]19,90

 

Ein Mönch, der nach einem Pakt mit dem Teufel ewig lebt, der jahrhundertelang durch die schwermütige Geschichte des Balkans irrt und zugleich weit in eine bizarre Zukunft der Welt blickt. Ein Amerikaheimkehrer und Großbauer, der mit dem kommunistischen Regime zum Kutscher wird und dessen jahrzehntelang verwirrte Nachbarin, die beide plötzlich unter einen Mordverdacht geraten. Ein leitender Angestellter einer internatio­nalen Versicherung, der seine Securitateakten erhält und in große Verwirrungen gerät. Ein Junior-Professor und eine polnische Studentin, die sich an einem Nacktbadestrand zwei sehr unterschiedliche Geschichten aus der Vergangenheit und Gegenwart erzählen. Schließlich ein Professor der frühneuzeitlichen Literatur, den der Begriff „Klimadeli­rium“ intellektuell herausfordert und zugleich aus den gewohnten Lebensbahnen bringt. Fünf Erzählungen, die über einige Motive und einzelne Gestalten locker miteinander verstrickt sind und die alle irgendwie mit dem Balkan und vor allem mit denkwürdigen Fragen des menschlichen Lebens zu tun haben.

 

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