Willkommen

Wir begrüßen alle Interessierten auf der neuen Webseite des Pop Verlags Ludwigsburg. Diese Seite ist noch im Aufbau. (Noch nicht eingepflegte Inhalte finden Sie in der nicht mehr aktuellen Version der Verlagswebseite.)

... nun ist es soweit, alle Geschäfte des Einzelhandels müssen geschlossen bleiben. Das betrifft natürlich auch den Buchhandel. Es wird also für einige Zeit nicht möglich sein, Bücher direkt in Buchhandlungen zu beziehen. Die Buchhandlungen haben dennoch offen. In ganz Deutschland, Österreich, in der Schweiz sowie in Rumänien (in der Buchhandlungskette Schiller/Erasmus Hermanstadt/Sibiu) stehen Buchhandlungen mit Online-Shops zur Verfügung. Und unser Verlag ist nach wie vor besetzt. Alle unser Titel sind lieferbar und werden rasch geliefert. Bestellen Sie es im Buchladen Ihres Vertrauens oder direkt bei uns: –> Pop Verlag Onlineshop Danke!

Bleiben Sie gesund!

MATRIX 1/2020 (59) MATRIX 1/2020 (59) • Anna Blandiana • Sie könnte die nächste Nobelpreisträgerin sein

Matthias Buth: Der Schnee stellt seine Leiter an die Ringmauer. Poetische Annäherungen an Rumänien und andere Welten. Mit einem Nachwort von Markus Bauer. Reihe Fragmentarium, Bd. 19. ISBN 978-3-86356-294-6, 180 Seiten, €[D]19,50
In einem imaginären Interview antwortete mir eine Schriftstellerin, die ich seit jeher bewundere, u. a. weil sie so schreibt – meine ich –,
dass sie sich selbst verletzlich zeigt von all dem, „was sich in dieser Welt bewegt“, antwortete sie also, bevor ich meinen Mund aufmachen konnte, auf eine Frage, die angeblich in der Luft geschwebt hatte. Ob mich ihre Antwort überraschte oder traurig machte, spielt hier keine Rolle. Wichtig ist, was sie zu sagen hatte, SIE, die große Dame der Struga Poetry Evenings 2019, wo ich die Ehre hatte, teilnehmen zu dürfen.
-->mehr
Betrachtest du dich als eine Vertreterin des nordischen Jazz?

Natürlich bin ich ein Teil davon. Das hat weniger mit den Fjorden zu tun und mit den Bergen, als vielmehr mit der Tatsache, dass wir eine kleine Gemeinschaft sind, in der jeder jeden kennt, in deren Rahmen wir uns treffen und interagieren. Wir haben schon vor vielen Jahren die Grenzen der Genres überschritten, und seitdem ist dieses Gemisch jenseits eines Genres so intensiv geworden, dass es mit Sicherheit uns alle beeinflusst hat. Eine anderer Aspekt ist der, dass Skandinavien eine spezifische musikalische Tradition hat, ich kenne aber nur die norwegische näher. Und es gibt natürlich einige sehr wichtige Leute, wie Jan Garbarek oder Jon Christensen, die die grundlegende Arbeit geleistet haben. Jan war der erste, der die afro-amerikanische Musik mit norwegischen Elementen versetzt hat. Leute wie die beiden sind eine Quelle der Inspiration.
(Sidsel Endresen)
"Was beim Durchblättern sofort ins Auge sticht, sind 'Emoji-Gedichte', die Sagurna großzügig über die Sammlung gestreut hat. Gedichte aus Emojis? Gut möglich, dass wir es hier mit einer Weltpremiere zu tun haben. Man ist von ferne erinnert an die deutschen Lautgedichte von Hugo Ball, aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts - nur eben mit den ulkigen kleinen Piktogrammen und Ideogrammen. Ein Spaß, sicher nicht mehr. Aber die deutsche Lyrik war immer schon ein weites Feld. Und sie kann auch kurzweilig sein.Immer zum Beispiel bei dem großen deutschen Dichter Hans Magnus Enzensberger. Der hat in seinem ganz aktuellen Buch auch noch einmal Grundsätzliches zu der Gattung formuliert: »Weit verbreitet ist auch die Vorstellung, G.e seien schwierig. An dieser Mystifikation sind ihre Urheber nicht ganz unschuldig. Tatsache ist jedoch, dass Texte dieser Gattung meistens leichter verständlicher sind als Parteiprogramme, Allgemeine Geschäftsbedingungen oder Gebrauchsanleitungen. Im übrigen irren Menschen, die behaupten, G.e seien ihnen fremd. Personen, die keinerlei Texte auswendig können, sind extrem selten. Weithin bekannte G.e sind beispielsweise das Vaterunser, Hänschen klein, die Nationalhymne, I Can Get No Satisfaction, diverse Abzählverse und je nach Geburtsdatum, zahllose Schlagertexte, bekannt aus Film, Funk und Fernsehen. Erwähnung verdienen einige andere Eigentümlichkeiten dieser Textsorte. Zum einen gibt es schlechterdings nichts, von dem ihre Verfasser, die Dichter, nicht sängen und sagten. In diesem Sinn sind G.e im Gegensatz zu den meisten Prosaformen, Allesfresser. Im allgemeinen zeichnen sie sich ferner durch Kürze aus. G.e in Romanlänge sind eher die Ausnahme. Das mindert den Zeitaufwand, der zu ihrer Lektüre erforderlich ist.« Schöner kann man s nicht formulieren. Sagurnas Gedichte entbehren nicht einer gewissen Lakonie. Das ist im Übrigen auch ein wesentliches Merkmal von Lyrik: Auf einmal bleibt ganz viel weiß.“ OLDENBURGISCHE VOLKSZEITUNG⎜Dirk Dasenbrock

 

„ich baue mit geliehenen Worten Häuser, die fliegen“ Diese Sammlung steht einzig da: Sie trägt in ihren elegisch-intensiven Gedichten und aufklärenden Essays sowie der pointierten Kurzprosa jene Teile des aktuellen Œuvres Matthias Buths zusammen, die vorwiegend, ja fast ausschließlich mit Rumänien zu tun haben. Rumänien mag durchaus in Schriften und Texten bundesdeutscher AutorInnen thematisiert werden (häufig in denen von ausgereisten SchriftstellerInnen der deutschen Minderheiten des Karpatenlandes) – dass ein deutscher Dichter aus dem Rheinland aber einen Band zusammenstellt, in dem die Annäherungen vor allem an Rumänien zum inneren Kern seines Dichtens wie des Reflektierens und politischen Denkens erhoben werden, hat in der Literatur der Bundesrepublik kein Beispiel. „Rumänien“ gewinnt hier den Status eines poetisch erfühlten und sprachlich erschlossenen Zustandes, der weit über eine bloß literarische Reminiszenz an ein Land hinaus
geht.

 

Facebook_m Folgen Sie uns auf Facebook und erfahren Sie täglich alles Wissenswerte rund um unsere Autoren und Bücher. Zur Facebookseite >