Wir begrüßen alle Interessierten auf der neuen Webseite des Pop Verlags Ludwigsburg. Diese Seite ist noch im Aufbau. (Noch nicht eingepflegte Inhalte finden Sie in der nicht mehr aktuellen Version der Verlagswebseite.)
Besuchen Sie uns an unserem Stand C 303 in Halle 4 auf der Leipziger Buchmesse vom 19. bis 22. März 2026 und die Veranstaltungen unserer Autoren und Autorinnen im Rahmen von Leipzig liest. Wir freuen uns darauf, Sie bei uns am Stand zu treffen und möchten Ihnen auch ganz herzlich unsere Veranstaltungen im Rahmen des »Leipzig liest«-Programmes ans Herz legen. Hier haben Sie die Möglichkeit, unsere Autor:innen persönlich zu treffen.
■ Im Vorfeld ■ DI. 17. MÄRZ 19:00 Uhr | Rumänisches Kulturinstitut „Titu Maiorescu“, Reinhardtstraße 14, 10117 Berlin
Die Vorstellung der Romane „Die Königin der Kelche“ von Iulian Ciocan, „Fünf Uhr und sieben Minuten“ von Dumitru Crudu sowie „Lebendiges Gewebe 10 × 10“ von Emilian Galaicu-Păun findet im Vorfeld der Leipziger Buchmesse (19.–22. März 2026), als Präsentations- und Gesprächsveranstaltung unter Beteiligung der drei Autoren sowie der drei Übersetzer Georg Aescht, Julia Richter und Ingrid Baltag statt. Moderation: Paula Erizanu.
■ DO. 19. MÄRZ 15:30-16:00 Uhr | Forum Globale Perspektiven (Halle 4, Stand E303)
„Zerrissenheit“. Eine magyarisch-kanadische Global Story der Conditio humana – ein „Kettensägenroman“, eine Provokation, die mit tradierten Regeln bricht. Lesung und Gespräch mit dem Autor Zoltán Böszörményi, dem Übersetzer Hans-Henning Paetzke und dem Verleger Traian Pop. Moderation: Barbara Zeizinger
■ DO. 19. MÄRZ 16:00-16:50 Uhr | (Halle 4, Stand C303)
Signierstunde mit: Zoltán Böszörményi, Benedikt Dyrlich, Alex Dreppec, PH Gruner, Balázs Mesterházy, Edith Ottschofski, Hans-Henning Paetzke, Traian Pop Traian, Tom Wolff und Barbara Zeizinger,
■ DO. 19. MÄRZ 17:00-17:30 Uhr | Forum Globale Perspektiven (Halle 4, Stand E303)
„Jinker“ und „Traumleicht“. Deutsch-ungarische Literatur-Begegnung. Der ungarische Autor Balázs Mesterházy und der in Budapest lebende deutsche Autor und Übersetzer Hans-Henning Paetzke stellen gemeinsam mit dem Verleger Traian Pop die zwei Neuerscheinungen vor. Moderation: Barbara Zeizinger
■ DO. 19. MÄRZ 18:00-21:30 Uhr | Musikinstrumentenmuseum im Grassi, Johannisplatz 5-11, Leipzig „Unter Strom und zwischen Welten“ • Miljenko Jergović, Gabriela Adameșteanu, Emilian Galaicu-Păun, Marie-Janine Calic, Justine Thoms. András Visky. Mit Lesungen (Steffi Böttger und Andreas Keller) und Musik (Rada Synergica). Moderation: András Visky, Maike Albath und Jörg Plath
- 20. MÄRZ 12:30-13:00 Uhr | Forum Globale Perspektiven (Halle 4, Stand E303)
Wie du sagst. Levan Beridze im Gespräch. Mit Levan Beridze Prof. Manana Tandashwili und Lia Wittek
■ FR. 20. MÄRZ 12:30-13:00 Uhr | (Halle 4, Stand D401/E400)
Literaturexpress Darmstadt–Timisoara „Trio infernal“. Würzige Klartexte von Alex Dreppec, PH Gruner und Tom Wolff. Die drei Tacheles-Dichter aus Darmstadt begegnen den makabren Zumutungen der Zeit mit Witz, Schärfe und politisch unkorrekter Chuzpe. Akte der Selbstverteidigung in der zivilisatorischen Krise. Wo der Spaß aufhört, beginnt der Humor. Moderation: Barbara Zeizinger und Traian Pop Traian.
■ FR. 20. MÄRZ 15:00-16:00 Uhr | Ministry of Culture of Romania (Halle 4, Stand D401/E400)
Poetic tandem. New translations from Romania and the Republic of Moldova. Two profound poetic works exploring the masks of identity and the intricate textures of memory. Robert Șerban: „Techniken der Tarnung“ & Emilian Galaicu-Păun: „Lebendiges Gewebe“, Pop Verlag, 2025. Podiumsdiskussion mit Robert Șerban, Edith Konradt, Emilian Galaicu-Păun, Traian Pop Traian (Pop Verlag), Jan Cornelius, Georg Aescht
■ FR. 20. MÄRZ 16:00-17:00 Uhr | Forum Globale Perspektiven (Halle 4, Stand E303)
No more borders. Moldovan authors, upcoming names of European literature. The event brings four leading voices of contemporary Moldovan literature in dialogue with Jörg Plath. Teilnehmer: Emilian Galaicu-Păun , Dumitru Crudu, Lorina Bălteanu, Iulian Ciocan, Georg Aescht
■ FR. 20. MÄRZ 16:00-17:00 Uhr | Traduki Kaftana, Halle 4 D403
Die kleinen Dinge des Alltags, die das Leben prägen und erträglich machen, stehen im Mittelpunkt der Gedichte von Robert Șerban und Ana Svetel. Aber der Rumäne Robert Șerban kratzt an der Oberfläche der Dinge, die sich oft als mehrdeutig herausstellen, entlarvt das beschauliche Trugbild und eröffnet in seinem zweisprachigen Band Techniken der Tarnung/Tehnici de camuflaj (Ü: Edith Konradt, Pop Verlag 2025) den Lesenden ein melancholisches Weltbild. Ihm gleich tut es die Slowenin Ana Svetel, die mit ihren Gedichten wie aus Marmor gemeißelte Momentaufnahmen formt, um so die Widersprüche der Welt festzuhalten – aber die Oberfläche des Gesteins reflektiert dennoch auch Licht.
■ SA. 21. MÄRZ 17:00-17:30 Uhr | Forum Globale Perspektiven (Halle 4, Stand E303)
Bessarabien und Dobrudscha in der Republik Moldau. Emilian Galaicu-Păun: moldauischer preisgekrönter Schriftsteller, dessen Werke in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Teilnehmer: Josef Sallanz, Ariane Afsari, Emilian Galaicu-Păun, Georg Aescht
■ SA. 21. MÄRZ 19:00 - 20:30 Uhr | Galerie KUB - Forum . Zeitgenössische georgische Prosa. Mit: Nodar Macharaschwili, Levan Beridze, Beso Khvedelidze, Nino Sadghobelaschwili, Giorgi Lobzhanidze, Giorgi Zedvakeli, Ia Sulaberidze Uber, Irma Schiolaschwili, Helmut Kunkel, Lia Wittek, Manana Tandaschwili und Irma Beridze
■ SA. 21. MÄRZ 20:30 - 21:30 Uhr | Galerie KUB - Forum . Zeitgenössische georgische Lyrik. Mit: Nodar Macharaschwili, Levan Beridze, Beso Khvedelidze, Nino Sadghobelaschwili, Giorgi Lobzhanidze, Giorgi Zedvakeli, Ia Sulaberidze Uber, Irma Schiolaschwili, Helmut Kunkel, Lia Wittek, Manana Tandaschwili und Irma Beridze
■ SA. 21. MÄRZ 20:30 - 21:30 Uhr | UT Connewitz. Leipzig
Balkannacht. Mit Maja Iskra, Jehona Kicaj, Kristian Novak, Robert Şerban und András Visky. Musik: Masayah. Veranstalter: TRADUKI
■ SO. 22. MÄRZ 10:15-10:45 Uhr | (Halle 4, Stand D401/E400)
Ein deutscher Verleger mit Wurzeln in Rumänien und seine Autoren aus Berlin. Wen interessiert es am Ende, wenn die KI-erzeugten Texte von individuellen Erfahrungen, echten Gefühlen, wahren Erlebnissen nicht mehr zu unterscheiden sind? „Der Traum der Gurke“, ein literarisches KI-Experiment. Lesung und Gespräch mit Edith Ottschofski, Martina Wildner und Brigitte Heymann.
■ SO. 22. MÄRZ 10:45-11:30 Uhr | (Halle 4, Stand D401/E400)
Rumänisch-deutsche Literatur-MATRIX. Zwei Zeitschriftenausgaben zu Franz Hodjak bzw. der Dresdner Schreibwerkstatt von Michael G. Fritz im Erich Kästner Haus für Literatur. Lesung und Gespräch mit Horst Samson, Jutta Müller, Annegret Mühl, Eileen Mägel, Hans-Haiko Seifert, Petra Schweizer-Strobel und Michael Zschech. Moderation: Michael G. Fritz
■ SO. 22. MÄRZ 11:30-12:00 Uhr | Forum Übersetzen/Salon International (Halle 4, Stand C403)
„Kalte Tage“ & „Schwere Zeiten“. Eine deutsch-ungarische Literaturbegegnung. Lesung und Gespräch mit Dagmar Dusil, Lorand Pethő, Barbara Zeizinger und Traian Pop. Moderation: Gert Weisskirchen
■ SO. 22. MÄRZ 12.00-12.30 Uhr | (Halle 4, Stand D401/E400)
Kalt, kalt bis heiß: „Die Zunge ist ein Blindenführer“. Neue Gedichte und lyrische Prosa von Dagmar Dusil, Barbara Zeizinger und Peter Gehrisch. Moderation: Gert Weisskirchen
■ SO. 22. MÄRZ 12:30-13:00 Uhr | Forum Globale Perspektiven (Halle 4, Stand E303)
Fragen der kulturellen Identität. Drei deutsche Autoren aus dem rumänischen Banat. Lesung und Gespräch mit Adelheit Szekeresch, Horst Samson und Anton Sterbling. Moderation: Gert Weisskirchen und Barbara Zeizinger
■ SO. 22. MÄRZ 13.00-13.30 Uhr | (Halle 4, Stand D401/E400)
Neuerscheinungen. Zwei Dichter und Übersetzer präsentieren ihre eigenen sowie die kürzlich übersetzten Werke der rumänischen Autoren Dinu Flamand und Nicolae Tzone. Teilnehmer: Horst Samson, Lorand Pethő und Traian Pop Traian. Moderation: Barbara Zeizinger
■ SO. 22. MÄRZ 13:30-14:00 Uhr | (Halle 4, Stand D401/E400)
„Regentränen“. Fragen der kulturellen Identität. Lesung und Gespräch mit Adelheit Szekeresch, Horst Samson und Anton Sterbling. Moderation: Gert Weisskirchen und Barbara Zeizinger
■ SO. 22. MÄRZ 14:00-14:30 Uhr | Forum Übersetzen/Salon International (Halle 4, Stand C403)
Von Angesicht zu Angesicht. „Zerrissenheit“ und „Traumleicht“. Zwei Neuerscheinungen von Zoltán Böszörményi und Hans-Henning Paetzke. Eine Global Story der Conditio humana gegenüber einem Liebesroman, eingebettet in die Länder des „real existierenden Sozialismus“. Lesung und Gespräch mit Zoltán Böszörményi, Hans-Henning Paetzke und dem Verleger Traian Pop. Moderation Barbara Zeizinger
■ SO. 22. MÄRZ 14:30-15:00 Uhr | (Halle 4, Stand D401/E400)
Ein deutscher Verleger rumänischer Herkunft und seine französischen Autoren. François Dominique: „Zarte Hexen“. Zwölf Frauenporträts erzählen vom wahren und feinsinnigen Rätsel weiblicher Gestalten, von der intimen Magie, durch die diese Gestalten stets gleichzeitig abwesend und präsent sind. Lesung und Gespräch mit dem Übersetzer Alain Jadot und dem Verleger Traian Pop. Moderation: Gert Weisskirchen
■ SO. 22. MÄRZ 15:30-16:30 Uhr | Forum Globale Perspektiven (Halle 4, Stand E303)
„Stimmen vom Berg der Sprachen“ & „Was auch immer du sagst …“ Lesung und Gespräch mit dem georgischen Autor Levan Beridze, den Übersetzerinnen Steffi Chotiwari-Junger und Lia Wittek sowie dem Verleger Traian Pop. Moderation: Gert Weisskirchen
Emilian Galaicu-Păun, Lebendiges Gewebe. 10 x 10. Roman. Aus dem Rumänischen übertragen von Georg Aescht. Ludwigsburg: Pop · 2025. Reihe Epik, Bd. 157, ISBN 978-3-86356-440-7, 475 S., €[D]33,00 Von einer Schnittstelle all der Klüfte, die Europa und die Welt auch heute furchen, handelt dieses Buch. Ein rumänischer Autor aus der zwischen Russland und den NATO-Staaten gebeutelten Republik Moldau erzählt von einer Kindheit in der Sowjetunion und einer Jugend, die mit der Jugend seines von der Sowjetunion befreiten Landes hätte zusammenfallen sollen. Dabei stellen sich die persönlichen und politischen „Befreiungen“ als allenfalls notdürftig heraus. Die Geschichte greift herein in die Gegenwart, nichts ist ausgestanden – man muss weitererzählen in der Hoffnung, dass man sie, die Geschichte und das eigene Leben, in den Griff bekommt.
Im Frühjahr 2023 ist das Poem „biographie. ein muster“ von Johann Lippet im Pop Verlag erschienen – in einer durchgesehenen Auflage und kontextualisiert durch ein Essay von Walter Fromm. Die in den 1980er Jahren viel beachtete Erzählung in freien Versen hat bei ihrem Erscheinen in Rumänien zahlreiche Tabus gebrochen.
3. August 2025/Siebenbürgische Zeitung
„Ehrenplatz im Jenseits“ – nachrufende Gedanken eines Freundes anlässlich des letzten Lyrikbandes des am 6. Juli verstorbenen Schriftstellers Franz HodjakAn eines der vielen Gespräche mit Franz Hodjak erinnere ich mich besonders gern. Ich war in den Endneunzehnhundertsiebzigern in meinem Literaturverständnis zeittypischen Irrungen verhaftet. „Engagiert“ habe Literatur zu sein, Geißel der malignen sozialen und politischen Verhältnisse, kritisch bis ins letzte Wort hinein, zweckgebundenes sprachliches Kunstwerk, mitunter mehr aktivistisches Werk als Kunst. Nur unter dieser Voraussetzung sei auch Subjektivität zulässig. (weiter)
Frankfurter Neue Presse, bzw. Offenbach-Post zu Ewart Reder, komisch, dass wir nicht merken, dass wir komisch sind.Possen und Glossen. Mit fünfzehn Zeichnungen und Aquarellen des Autors. Reihe Fragmentarium, Bd. 32, ISBN 978-3-86356-414-8, 288 Seiten,€[D] 23,00
Ein Buch voll mit Comedy legt Ewart Reder auf den Ladentisch. Kolumnen für die Frankfurter Rundschau und andere Zeitungen stehen neben Satiren und Kurzgeschichten, die in Zeitschriften veröffentlicht und mitunter prämiert wurden. Hier sprechen Handschuhe, Geschirr- spüler, Städte, ein ganzer Planet. Einige Kolumnen durchfliegt eine Drohne, die die Wahrheit kennt, auch die Gedanken. Andere Glossen formulieren Distanzen, unter anderem zu Kartoffeln, Poetry-Slams und Herrenabenden. Wild wird es in den Geschichten. Ein Jugendlicher, der nie aus seinem Zimmer kommt, betrügt in Wahrheit seine Eltern mit einer Zweitfamilie. Jim Morrison stirbt mit achtundsiebzig in Rom, nachdem er seinen „Tod“ in einer Pariser Badewanne 1971 als biographischen Tauchgang geoutet hat. Schnall dich an, hier kommt ein Buch wie ein Freizeitpark. Nur billiger.
Auch sie weist auf den Auftritt einer Generation von Schriftstellern hin, die sich als Avantgarde verstand und sowohl gegen die Zwänge der literarischen Provinz als auch gegen die Indienstnahme der Literatur durch den sozialistischen Staat rebellierte. Darüber, über die im letzten Jahr veröffentlichte Lyrik-Anthologie „die bewegung der antillen unter der schädeldecke“, über die Temeswarer literarische Gruppierung „Aktionsgruppe Banat“ und die deutschsprachige Literatur aus Rumänien in wechselhaften Zeiten erzählt Johann Lippet im Gespräch mit Olivia Spiridon. Der Schriftsteller Johann Lippet blickt auf ein Werk zurück, das mittlerweile mehr als 25 Bände umfasst und das am Schicksal von einzelnen Protagonisten, Familien und einer Dorfgemeinschaft die Geschichte des Banats und der Banater Schwaben erzählt und Befindlichkeiten dieser Region in literarische Sprache übersetzt. Den Podcast finden Sie hier.
Doppelter Grattanz: Zur Neuerscheinung „Zwischen zwei Welten – Geschichten eines Frauenarztes“
Not und Notwendigkeit der Erinnerungsarbeit Zur Neuausgabe eines kanonisch gewordenen Poems von Johann Lippet aus der „Aktionsgruppe Banat“
Robert Serban: Feintod // Nah an der Gürtelline. „Feintod“. Gedichte, aus dem Rumänischen übersetzt von Gerhardt Csejka 94 Seiten, ISBN 978-3-86356-167-3. €[D]16,50; Nah an der Gürtellinie. Gedichte. Aus dem Rumänischen übersetzt von Gerhardt Csejka Mit einem Nachwort von Uli Rothfuss. Pop Lyrik, ISBN 978-3-86356-211-3. 86 Seiten, €[D]16,50. Schön, dass von diesem Lyriker nun so viele Gedichte (ein weiterer Band erschien bereits 2009 beim Pop Verlag) auf Deutsch verfügbar sind. Ich kann nur jedem empfehlen, sich zumindest einen der Bände mal anzusehen. Ich bin froh, zwei davon bei mir stehen zu haben und bin davon überzeugt, dass ich sie noch öfters aufschlagen werde. Denn diese Momente der Ambivalenz, die darin verhandelt werden, unentwegt, kenne ich nur zu gut und Şerban versteht es, sie offenzulegen, mit einfachen, mit kleinen Worten zu wiegen und zu zeigen.
Der berühmte „Prager Frühling“, der nach den Worten des Europa- abgeordneten Daniel Cohn-Bendit, „ob es einem nun passt oder nicht“, die Welt verändert, läutet eine Epoche der Liberalisierung ein, die auch in Rumänien greift. Das Land hat als einziges Mitglied des Warschauer Paktes die Teilnahme an dem von der Sowjetunion geführten Einmarsch in die Tschechoslowakei 1968 verweigert. Nicolae Breban wird stellvertretendes Mitglied des Zentralkomitees der Rumänischen Kommunistischen Partei und Chefredakteur der Zeitschrift România literară. Er schreibt die Drehbücher für die Filme Răutăciosul adolescent und Printre colinele verzi. Bei letzterem, der für das Internationale Filmfestival in Cannes nominiert wird, führt er auch Regie. Von Paris aus nimmt er (1971, Juli-Thesen) in Le Monde zum Zeichen des Protests gegen die beginnende Personaldiktatur von Ceauşescu seinen Abschied. Dumitru Ţepeneag – der einzige Bürger Rumäniens (nach König Mihai I.), dem die Staatsangehörigkeit durch Präsidialdekret entzogen worden ist – schreibt in seinem Tagebuch Un român la Paris über diesen radikalen Bruch Brebans mit dem System Ceauşescu: „22. September 1971. Endlich hat Le Monde auch den Artikel über Breban veröffentlicht: «Craignant un retour au dogmatisme, le rédacteur en chef de la revue La Roumanie littéraire donne sa démission» (…)“. Nach 1989 kehrt er aus dem Pariser Exil zurück.
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Im Frühjahr 2023 ist das Poem „biographie. ein muster“ von Johann Lippet im Pop Verlag erschienen – in einer durchgesehenen Auflage und kontextualisiert durch ein Essay von Walter Fromm. Die in den 1980er Jahren viel beachtete Erzählung in freien Versen hat bei ihrem Erscheinen in Rumänien zahlreiche Tabus gebrochen.
An eines der vielen Gespräche mit Franz Hodjak erinnere ich mich besonders gern. Ich war in den Endneunzehnhundertsiebzigern in meinem Literaturverständnis zeittypischen Irrungen verhaftet. „Engagiert“ habe Literatur zu sein, Geißel der malignen sozialen und politischen Verhältnisse, kritisch bis ins letzte Wort hinein, zweckgebundenes sprachliches Kunstwerk, mitunter mehr aktivistisches Werk als Kunst. Nur unter dieser Voraussetzung sei auch Subjektivität zulässig. (




