Dagmar Dusil: Kalte Tage

Dagmar Dusil: Kalte Tage. Gedichte und lyrische Prosa.
Mit einem Nachwort von Britta Lübbers.
Ludwigsburg: Pop Verlag, 2026. Reihe Lyrik, Bd. 199 . Reihe Lyrik, Bd. 199, 98 S.,  ISBN 978-3-86356-436-0; €[D]16,50

„Die Nacht atmet Schnee.“ Dagmar Dusil setzt mit einem Satz an, der Kälte hörbar macht – und zu- gleich eine Tür öffnet in jene Zwischenräume, in denen Angst und Trost nebeneinander wohnen.Die Autorin schreibt, als würde sie Erinnerungen nicht erzählen, sondern entwirren. „Meine Kindheit wohnte in einem weißen Wollknäuel“ – Schicht um Schicht zieht sie Fäden aus Schubladen, Städten, Ländern; bis das Persönliche in etwas Allgemeines umschlägt: in Verlust, in Heimweh, in Schmerz, in Überleben.
Kalte Tage ist ein spätes lyrisches Bekenntnis, das den Frost nicht leugnet – und gerade deshalb Wärme freilegt: leise, präzise, unvergesslich.

Dagmar Dusil ist eine unverwechselbare Schriftstellerin. Geboren in Hermannstadt, ist sie als Deutsche in Rumänien aufgewachsen, wo ihre Sensibilität ihr poetisches Maß gewonnen hat. Bei der Umsiedlung nach Deutschland ging sie in die der deutschen Kultur und Sprache eigene Topographie über.
Emil Hurezeanu

Dagmar Dusils Texte zeichnen sich durch Eleganz und ein leises Staunen aus; sie wirken zugleich jugendlich und reflektiert und vermitteln den Eindruck, Orten dauerhaft verbunden zu sein. Das Erlebte ist in ihrer Introspektive lebendig ge- blieben und teilt sich dem Leser in einer be- sonderen, unverwechselbaren Atmosphäre mit.
Dr. Contantin Necula, Priester

Einfach großartig ist der Text Kalte Tage – Mo- mentaufnahmen des Bomben-Terrors, hautnahe Beschreibungen der Kriegsgräuel. Man muss nicht den Namen des Usurpators, jenen des Landes nennen – Teufel und Dämon, Blau und Gelb reichen aus, um zu wissen, wovon der Text durch- glüht ist.
Dr. Thomas Ziegler

Lieferbare Titel von Dagmar Dusil

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