Horst Samson: Vertreibung nach Eden

Horst Samson: Vertreibung nach Eden

Horst Samson: Vertreibung nach Eden. Eruptionen über die Blindheit der Welt in Farbe.
Gedichte. Reihe Lyrik Bd. 200, ISBN 978-3-86356-447-6, 118 S., €[D]18,50

Das Leben ist so, als würde ein Wanderer seinen Weg verlieren, bis die Irre zur einzigen Karte wird.

Horst Samson, 1954, ein während der Deportation seiner Eltern im kommunistischen Rumänien geborener Dichter, der wie die Nobelpreisträgerin für Literatur von 2009, Herta Müller, aus dem Umfeld der „Aktionsgruppe Banat“ kommt, war von 2006 bis 2014 Generalsekretär des „Internationalen Exil-P.E.N. – Sektion deutschsprachige Länder“. Er weitet „den Begriff der Auswanderung aus, spricht anklagend von Exil, von ,Niemandlingen‘, die nicht allein das Land ihrer Träume, sondern auch die Bitternis der Fremdheit erleben. Überall trägt der Entwurzelte das Gepäck der Erinnerungen mit sich. Sie speisen die Imagination bei der emotionalen Naturbegegnung – kein anderer rumäniendeutscher Autor hat solch tiefgründige Meeres-Lyrik geschrieben wie er! –, generieren das ,Imaginäre‘, in dem sich der Dichter bei seinen Erkundungen an vielen Orten fast bis ,ans Ende der Welt‘ bewegt … Unrast ist des Dichters ständiger Begleiter, auch in den Gedichten über Liebe und Tod, über Schönheit und Verfall, Vergänglichkeit und Trauer. Nicht zuletzt im Spannungsverhältnis zur Sprache: das Wort als Wunder und Freund, aber auch als Gefahr und Schmerz. Horst Samson ist eben ein Dichter unserer Zeit. … Man lasse sich nicht täuschen von den zahllosen Anspielungen auf große Literatur, darunter auf die Bibel oder auf klassische Gedichtformen wie Ode, Elegie und Sonett, gar auf das Vaterunser. Es sind keine äußerlichen Bildungselemente, eher zeitgemäße bzw. originelle Verfremdungen, inspirierende Anverwandlung. Horst Samsons freie Rhythmen bürsten die Metrik und Syntax gleichsam gegen den Strich“, urteilt der Literaturkritiker und Literaturhistoriker Dr. Walter Engel. „Soweit einige Eckdaten, die ein Schlaglicht auf den politischen Hintergrund des Autors werfen, mit denen man vielleicht einige inhaltliche Positionen, die in den Gedichten aufscheinen, begreifen und begründen kann, und auch die Sprachskepsis, die sie durchweht. Nicht begründen kann man damit allerdings die handwerkliche Brillanz, mit der die Texte gearbeitet sind. Die Arbeit mit Vers und Satz ist zuweilen filigran und hart zugleich, als wollte die Kunst gegen die Bedeutung ankämpfen, die das Wort im Gebrauch angenommen hat. Es ist Sprachrettung, die hier betrieben wird“, erklärt der Literaturkritiker und Lyriker Jan Kuhlbrodt.

Horst Samson im POP-Verlag:

Und wenn du willst, vergiss. Gedichte.
ISBN 978-3-937139-92-0, €[D]14,90

Kein Schweigen bleibt ungehört
ISBN 978-3-86356-055-3, €[D]14,99

Das Imaginäre und unsere Anwesenheit darin
ISBN 978-3-86356-097-3, €[D]19,90

Heimat – gerettete Zunge. Visionen und Fiktionen deutsch-
sprachiger Autoren aus Rumänien, Horst Samson (Hrsg.)
ISBN 978-3-86356-051-5, € [D] 25,00

• Horst Samson & Anton Sterbling (Hrsg.): Die Sprache, die
auf das Nichts folgt, die kennen wir nicht. Sätze und Texte für Richard Wagner. ISBN 978-3-86356-174-1, €[D] 23,00

Heimat als Versuchung – Das nackte Leben. Literarisches
Lesebuch – Gedichte, Prosa, Essays, Literaturkritiken,
Interviews. ISBN 978-3-86356-263-2, €[D]25,90

Das Meer im Rausch. Gedichte und Bilder.
ISBN 978-3-86356-285-4, €[D]19,90

In der Sprache brennt noch Licht. Gedichte.
ISBN 978-3-86356-337-0, €[D]19,90

die bewegung der antillen unter der schädeldecke.
junge rumäniendeutsche lyrik zwischen 1975 und 1980. Eine (historische) Anthologie herausgegeben von Walter Fromm. Gedichte von Richard Wagner | Werner Söllner | Rolf Bossert | Franz Hodjak | William Totok | Hellmut Seiler | Klaus Hensel | Horst Samson | Helmut Britz | Johann Lippet
ISBN 978-3-86356-350-9, €[D] 23,00

Der Tod ist noch am Leben. Gedichte. Mit 23 Zeichnungen
von Gert Fabritius. ISBN 978-3-86356-355-4, €[D]23,00

Vom Auftauchen und Verschwinden der Landschaft.
Gedichte. Reihe Lyrik Bd. 70, ISBN 978-3-86356-419-3, 161 S., €[D]19,90

Vertreibung nach Eden. Eruptionen über die Blindheit der Welt in Farbe.
Gedichte. Reihe Lyrik Bd. 200, ISBN 978-3-86356-447-6, 118 S., €[D]18,50

Rainer Wedler: Windmühlenflügel

Rainer Wedler: Windmühlenflügel

Rainer Wedler: Windmühlenflügel. Kurze Geschichten. Gedichte.
Reihe Lyrik Bd. 201.  154 Seiten, ISBN 978-3-86356-444-5. €[D]19,90; Ihr Warenkorb ist leer. 

Lyrik und Prosa finden sich hier in einem Band zusammen, das zeigt noch einmal mehr die Spannweite von Wedlers Schreiben. Dem Misstrauen gegen leerlaufende Sprache, das die Gedichte sich immer weiter konzen-
trieren lässt, antwortet die Kurzprosa mit einer Freiheit, die, subversiv gegen jede Art Stilvorschrift, vom Tragischen bis zum Burlesken alle Tonlagen zulässt. Jedes Stück schafft sich seine eigene Sprache, und der Leser, der zu differenzieren bereit ist, findet sich einer Vielfalt gegenüber, die zugleich unabsehbare Beziehungsmöglichkeiten öffnet und ihn in einem Gedicht den Umriss einer Erzählung, in Prosastücken Formen von Lyrik entdecken lassen kann.
Dieter Mettle
Wedler eignet durchweg enorme sprachliche Virtuosität und eine Varianz der Diktion, die verblüfft.
Schön, dass dieser nachdenkliche, blitzgescheite, voller exquisiter Überraschungen steckende, mit allen Wassern des sprachlichen Handwerks gewaschene, darob trotzdem quirlig-agil schreibende, immerzu reflektie-
rende und gleichwohl lebensvolle Autor schreibt und schreibt.
Walter Eigenmann

Wedler erweist sich einmal mehr als virtuoser, mal verwirrender, augenzwinkernder, mal schockierender, provozierender Sprachjon- gleur.
Christian Busch

Das Können Wedlers ist unübersehbar, aber dieses Können will sich nicht vorzeigen, seine Gedichte entspringen konkreten Erfahrungen, die sie in ihrer Sprache fassen wollen.
Dieter Mettler

Wedlers Gedichte sind von Neugier auf alle Realien des Lebens wie von poetischer Experimentierlust geprägt.
Jürgen Engler

Lieferbare Titel von Rainer Wedler

Poesie/poésie Zeitgenössische Dichtung aus Frankreich und Deutschland. ISBN: 3-937139-00-1. 168 Seiten; 14,00Eur[D]   CIP-Titelaufnahme der Deutschen Bibliothek:
Blua, Gérard und Stefanescu, Sergiu : Poesie/ poésie. Zeitgenössische
Dichtung aus Frankreich und Deutschland. Mit einem Vorwort von Sergiu
Stefanescu.
Autoren: Alfonsi, Josiane; Blua, Gérard; Broussard, Yves; Demuth, Volker;
Draghincescu, Rodica; Dürrson, Werner; Fels, Gilbert; Kaouah, Abdel-
madjid; Kotarski, Carmen; Lovichi, Jacques; Migozzi, Marcel; Montmaneix,
François;   Oliver, José F. A. ; Özdemir, Hasan; Sayer, Walle; Schneider,
Klaus F.; Seiler, Hellmut; Sorrente, Dominique; Stephan, Susanne; Temple,
Frédéric  Jacques;  Tixier, Jean-Max; Ughetto, André; Villain, Jean-Claude;
Rainer Wedler.

Übersetzer: David, Eric; Lawitschka, Valérie; Fischer, Rüdiger.
Ludwigsburg: Pop, 2004

»Ungesagtes der Sinne unterschlagen verwischt / ohne Wohnrecht Offensichtliches verschlüsselt / meine Texte sind nicht gesichert« (J. Alfonsi); »enthaarte Tiere die Blicke leer / darin siehst du plötzlich dich fortgeschoben« (V. Demuth); »und denke / bin ich denn wirklich« (W. Dürrson); »das Instrument demonstriert, exakt diesem Auge, daß hier dubiose Grenzen bestehen / Problem, das es / es? ich! / bislang nicht sah« (G. Fels); »ich hatte die Sprache geöffnet / nicht den Mund« (C. Kotarski); »nur während ich an dich / dachte liebte ich dich / das wort war nur zwischen / den lippen« (H. Özdemir); »geschichten die ich / heimlich hinuntersteige aus den farben / und hellen fenstern in den stummfilm« (J. F. A. Oliver); »zeile um zeile / abgelagertes / ich« (K. F. Schneider); »Heute sing ich, morgen tanz ich, nie ohne euch, aber / Bin ich’s nun oder ist es wirklich ein anderer?«
(H. Seiler); »Der allerchristlichste König ist, wie ich, / bald traurig, bald fröhlich« (S. Stephan); »zu wem / soll ich noch sprechen / die Nahen scheinen nah nur« (R. Wedler). Die zitierten Verse sollen einen Eindruck vermitteln von der Vielfalt der Stimmen und der Originalität der von uns verlegten Lyriker und zugleich Anreiz sein, der literarischen Qualität zum Durchbruch zu verhelfen.

Zwischenstation Algier. Roman, EPIK- Sammlung, 86 Seiten, ISBN: 3-937139-11-7; 12,80€

deichgraf meiner selbst, Gedichte, mit Illustrationen von Ferdinand Wedler,ISBN: 978-3-937139-34-3, 12,50€

Die Leihfrist, Roman, (EPIK- Sammlung); 128 Seiten,  ISBN: 978-3-937139-81-4, 12,00€

Unter der Hitze des Ziegeldachs, Gedichte mit Zeichnun- gen von Ferdinand Wedler, (LYRIK- Sammlung); 136 Seiten,  ISBN:  978-3-86356-010-2, 12,00€.

Seegang. Mit zwölf Zeichnungen von Ferdinand Wedler. (EPIK Sammlung). 116 S. ISBN: 978-3-86356-030-0, Preis: 12,00€

Es gibt keine Spur, Prosastücke, 2013. (EPIK Sammlung). 330 S. ISBN: 978-3-86356-052-2, 17,80€

Auch die Brombeeren haben keine Bedeutung mehr. Roman. Mit Illustrationen von Maximilian Wedler. Pop Epik. 131 Seiten, ISBN 978-3-86356-076-8, 12,99€

Nock, Roman,Pop Epik, 168 Seiten, ISBN 978-3-86356-119-2, 15,50€

einen Fremden grüßt man nicht, Gedichte 2011 – 2016, Pop Lyrik, 142 Seiten, ISBN:978-3-86356-176-5, m15,50€

Stiftorgel, Kurze Texte, 2014-2017. Mit Fotos aus den „objets trouvés et transformés“ des Autors. Pop Epik. 208 Seiten, ISBN 978-3-86356-190-1, 23,00 €

Das Jahr Null ist das Jahr Zwölf. Warum Hitler meinen Vater
nur einmal getroffen hat. Roman. Die POP-Verlag-Epikreihe, Bd. 101. 141 Seiten, ISBN 978-3-86356-249-6. €[D]15,50

vor dem Fenster tanzt ein frecher Gedanke. Gedichte. Mit 22 Bildern von Carsten Sternberg. Reihe Lyrik Bd. 143.  145 Seiten, ISBN 978-3-86356-298-4. €[D]16,50

was sind wir mehr als Buchstaben. Gedichte. Mit Fotos aus den „objets trouvés et transformés“ des Autors. Reihe Lyrik Bd. 181.  145 Seiten, ISBN 978-3-86356-374-5. €[D]18,50;

Rainer Wedler:  es gibt Momente. Gedichte, 2020 – 2024. 134 Seiten, ISBN 978-3-86356-418-6. €[D]18,50;

Dagmar Dusil (Hg.): Gesichter Hermannstadts. Lebensbilder aus Geschichte und Gegenwart

Dagmar Dusil (Hg.): Gesichter Hermannstadts. Lebensbilder aus Geschichte und Gegenwart. Reihe Fragmentarium, Bd. 35 · ISBN: 978-3-86356-445-2, 508 Seiten, €[D]39,90

Heinz Acker · Georg Aescht · Samuel Beer · Herta Daniel · Ortrun Daniel · Dagmar Dusil (Zink) · Walter Fromm · Antonia Gallotsik · Konrad Gündisch · Hannes Höchsmann · Manfred Huber · Monika Irimia · Kristel Junesch · Konrad Klein · Wolfi Klein · Rudolf Klubitschko · Gerhard Konnerth · Ingmar Loew · Ingrid Loew · Viktoria Mathias · Gerhard Ongyerth · Thomas Pitters · Hanne Roth · Jürgen Schlezack · Gerlinde Schuller · Anneliese Schuster · Margot Seiler · Hans Seiwerth · Gudrun Spaan · Renate Steinbach · Beatrice Ungar · Christel Ungar · Joachim Wittstock · Kurt Thomas Ziegler · Dietfried Zink · Klaus-Peter Zsivanovits

Die Autoren zeichnen persönliche Erinnerungsbilder aus Hermann- stadt – biografische Momentaufnahmen, in denen Lebenswege, Stadtgeschichte und kulturelles Gedächtnis ineinandergreifen. Ihre Porträts bewahren mehr als Namen und Daten: Sie lassen Menschen und Orte, Atmosphäre und Nimbus der Stadt wieder hervortreten, die im Erinnern ihre eigentliche Lebendigkeit gewinnt.

Lieferbare Titel von Dagmar Dusil:

Eberhard Bantel, Eberhard Baumann, Uli Rothfuss (Hrsg.): Johann Gottlieb Friedrich v. Bohnenberger. Himmelsbegebenheiten

Eberhard Bantel, Eberhard Baumann, Uli Rothfuss (Hrsg.): Johann Gottlieb Friedrich v. Bohnenberger. Himmelsbegebenheiten. Edition Akademie Faber-Castell, Reihe, Bd.5. ISBN 978-3-86356-451-3, 278 S., €[D]28,00

Entdecken Sie die faszinierende Geschichte von Johann Gottlieb Friedrich von Bohnenberger – dem in (Calw-) Altburg tätigen Theologen, Astronomen, Erfinder des Gyroskops und späteren Professor für Astronomie in Tübingen. Mit seiner präzisen Vermessung Württembergs legte Bohnenberger beispielsweise den Grundstein für das heutige GPS.

Levan Beridze: Was auch immer du sagst

Levan Beridze: Was auch immer du sagst

Aus dem Georgischen übersetzt von Lia Wittek
Ludwigsburg: Pop · 2026
Reihe Epik Bd. 162
Kaukasische Bibliothek Band 37, ISBN 978-3-86356–441-4; 288S., €[D]25,50

 

 

 

Obwohl der Roman in einem patchworkartigen Stil geschrieben ist, reißt der Erzählfaden nie ab. Es ist wie ein Büchner-Drama in zeitgenössischer Prosa.
Normunds Naumanis

Wenn Sie mich fragen, an wen mich Levan Beridzes Prosa erinnert, mit wem eine gewisse Verwandtschaft besteht, würde ich Peter Handke und Ilse Aichinger nennen. In Beridzes Werk vollzieht sich der Übergang von der Realität zum Traum, vom Empirischen zum Fantastischen, vom Realen zum Unwirklichen abrupt, ohne Vorbereitung oder Vorwarnung. Nodar Kakabadze

Lieferbare Titel von Levan Beridze:

Was auch immer du sagst
Aus dem Georgischen übersetzt von Lia Wittek.· 2026, Reihe Epik Bd. 162, Kaukasische Bibliothek Band 38, ISBN 978-3-86356–441-4; 288S., €[D]25,50

 

Balázs Mesterházy: Jinker

Balázs Mesterházy: Jinker. Novellenroman Aus dem Ungarischen von Hans-Henning Paetzke Ludwigsburg: Pop · 2026, Reihe Epik, Bd. 161, ISBN 978-3-86356–423-0; 208S., €[D]23,00

Dieses Prosabuch von Balázs Mesterházy, das nun auch in deutscher Übertragung vorliegt, ist nach zwei Gedichtbüchern der erste Prosaband des Autors (dem drei weitere Gedichtbände folgen), in dem die poetische Werkgrundierung keineswegs in den Hintergrund rückt. Jinker ist eine bemerkenswerte Prosa, eine wunderbare Lektüre, deren Komplexität und Originalität von der ungarischen Presse entsprechend gelobt wurde. Man kann das Buch lesen als eindrucksvolle Sammlung jugendlicher Kneipenabenteuer, als Einladung zu einer Reise in die Tiefen des ländlichen Ungarn oder als postmodernes, fragmentarisches, entpoetisiertes musikalisches Experiment, den kleinen Freuden des Lebens gewidmet.

Ein Mond, der angekläfft wird. Ein Hund am Fahrradlenker. Schon diese Bilder ziehen hinein in eine Welt, die mit einem leisen Wink an Hrabal erinnert. Jinker – allein die Gattungsbezeichnung „Novellenroman“ macht hellhörig – verdichtet Erinnerungen an eine Jugend im ungarischen Gyönk (Deutsch: Jink) zu funkelnden Miniaturen.
Mesterházy, selbst Schüler einer deutsch-ungarischen Schule, fügt Einzelschicksale zu einem schillernden Ganzen: ironisch, surreal, von präziser Form. Tod und Lebenslust stehen einander nah, Alkoholsucht und Liebesabenteuer, Ehebruch und Depression, jugendlicher Leichtsinn und leise Verzweiflung balancieren zwischen Fantasie, Fiktion und gelebter Erfahrung.
Das in Ungarn vielbeachtete Buch ist verführerisch – durch seine eloquenten Bilder, seinen unverwechselbaren Ton und die schiere Lust am Erzählen.

Lieferbare Titel von Balázs Mesterházy:

Jinker. Novellenroman. 2026, Reihe Epik, Bd. 161, ISBN 978-3-86356–423-0; 208S., €[D]23,00

François Dominique, Zarte Hexen

François Dominique, Zarte Hexen. Erzählung, 2026. Aus dem Französischen übertragen von Alain Jadot. Reihe Epik, Bd. 157, ISBN 978-3-86356-431-5, 114S., €[D]18,50

In der Tat ist es leicht und schwer, über eine Szene zu berichten, in der man gleichzeitig einziger Akteur und einziger Zeuge ist. Leicht, weil die kleinsten Details im Gedächtnis haften bleiben; schwer, weil niemand die Macht hat, zweimal dieselbe Szene zu erleben, egal wie intensiv die Erinnerung ist. Und weil du bezweifelst, dass du jemals in der Lage sein wirst, unter anderen Umständen die gleiche Energie und das gleiche Glück wiederzufinden.
François Dominique

Zwölf Frauenporträts erzählen vom wahren und feinsinnigen Rätsel weiblicher Gestalten, von der intimen Magie, durch die diese Gestalten stets gleichzeitig abwesend und präsent sind. Von Amina, dem schelmischen kleinen Mädchen, das zu früh verschwand, bis zu Kavira, die ihre bezaubernde Melodie in der Pariser Metro entfaltet, über die irakische Dichterin Nazik oder die schöne Cécile, die im magischen Quadrat von Cruas verehrt wird – all diese weiblichen Gestalten, die zugleich Mythos, Traum und Erinnerung angehören, kommunizieren auf geheimnisvolle Weise miteinander, um in Umrissen eine abwesende Gestalt zu skizzieren, vielleicht das fehlende Puzzleteil …

Lieferbare Titel von François Dominique:

 

Dagmar Dusil: Kalte Tage

Dagmar Dusil: Kalte Tage. Gedichte und lyrische Prosa.
Mit einem Nachwort von Britta Lübbers.
Ludwigsburg: Pop Verlag, 2026. Reihe Lyrik, Bd. 199 . Reihe Lyrik, Bd. 199, 98 S.,  ISBN 978-3-86356-436-0; €[D]16,50

„Die Nacht atmet Schnee.“ Dagmar Dusil setzt mit einem Satz an, der Kälte hörbar macht – und zu- gleich eine Tür öffnet in jene Zwischenräume, in denen Angst und Trost nebeneinander wohnen.Die Autorin schreibt, als würde sie Erinnerungen nicht erzählen, sondern entwirren. „Meine Kindheit wohnte in einem weißen Wollknäuel“ – Schicht um Schicht zieht sie Fäden aus Schubladen, Städten, Ländern; bis das Persönliche in etwas Allgemeines umschlägt: in Verlust, in Heimweh, in Schmerz, in Überleben.
Kalte Tage ist ein spätes lyrisches Bekenntnis, das den Frost nicht leugnet – und gerade deshalb Wärme freilegt: leise, präzise, unvergesslich.

Dagmar Dusil ist eine unverwechselbare Schriftstellerin. Geboren in Hermannstadt, ist sie als Deutsche in Rumänien aufgewachsen, wo ihre Sensibilität ihr poetisches Maß gewonnen hat. Bei der Umsiedlung nach Deutschland ging sie in die der deutschen Kultur und Sprache eigene Topographie über.
Emil Hurezeanu

Dagmar Dusils Texte zeichnen sich durch Eleganz und ein leises Staunen aus; sie wirken zugleich jugendlich und reflektiert und vermitteln den Eindruck, Orten dauerhaft verbunden zu sein. Das Erlebte ist in ihrer Introspektive lebendig ge- blieben und teilt sich dem Leser in einer be- sonderen, unverwechselbaren Atmosphäre mit.
Dr. Contantin Necula, Priester

Einfach großartig ist der Text Kalte Tage – Mo- mentaufnahmen des Bomben-Terrors, hautnahe Beschreibungen der Kriegsgräuel. Man muss nicht den Namen des Usurpators, jenen des Landes nennen – Teufel und Dämon, Blau und Gelb reichen aus, um zu wissen, wovon der Text durch- glüht ist.
Dr. Thomas Ziegler

Lieferbare Titel von Dagmar Dusil

Edith Ottschofski & Martina Wildner (Hrsg.): Der Traum der Gurke. Ein literarisches KI-Experiment

Edith Ottschofski & Martina Wildner (Hrsg.): Der Traum der Gurke. Ein literarisches KI-Experiment
Ludwigsburg: Pop · 2026
Reihe Fragmentarium Bd. 34, 222 Seiten, ISBN 978-3-86356-425-4, €[D]21,50

Wen interessiert es am Ende, wenn die KI erzeugten Texte, von individuellen Erfahrungen, echten Gefühlen, wahren Erlebnissen nicht mehr zu unterscheiden sind? Wen interessiert es, wenn die KI viel billiger arbeitet und wenn irgendwann kantige, schwierige oder zu originelle Texte gar nicht mehr erwünscht sind oder verstanden werden? Wenn alles im KI-Brei versinkt?
Und da kommen wir auf die zentrale Frage, die seit November 2021 viele Schriftstellerinnen und Schriftsteller umtreibt: Wann bin ich arbeitslos?
Martina Wildner

Wie sieht es bei Dir aus, liebe Leserin, lieber Leser, welche Art Literatur
wünschst Du Dir? Was wollen wir lesen?
Edith Ottschofski

KI selbst produziert keine Kunst, es ist kein Subjekt. Ein Objekt macht keine Kunst. Aber es haben schon viele Menschen mit KI Kunst gemacht. Menschen können diese Sprachmodelle als Medium oder Werkzeug benutzen oder nicht. Und man kann ein Werkzeug besser oder schlechter verwenden.

Alle Literatur ist digital, ob sie möchte oder nicht. Die einzige Möglichkeit, wirklich nichtdigitale Literatur zu machen, wäre mit der Hand zu schreiben, im Bleisatz zu setzen und alles per Brieftaube zu verschicken. Zugleich ist sich nicht jede Literatur dieser digitalen Bedingtheit oder Situation bewusst.
Hannes Bajohr

 

Hans-Henning Paetzke: Traumleicht

Hans-Henning Paetzke: Traumleicht. Roman
Ludwigsburg: Pop · 2026; Reihe Epik, Bd. 160,  ISBN 978-3-86356-422-3;  340S., €[D] 25,50
Eigentlich tue ich damit nichts anderes, als ich schon immer getan habe. Für einen Neu- anfang brauche ich dringend einen Ortswechsel. Wenn ich es genau bedenke, waren meine unendlich vie- len größeren und klei- neren Umzüge stets eine Flucht vor etwas oder jemandem. Aber dass ich nun vorhabe, in eine Stadt zurückzugehen, die ich einst heimlich verlassen habe, ist auch für mich Neuland. (…)

Vom vorliegenden Roman Traumleicht können wir eines verraten, ohne der Frage nachzugehen, „wovon er handelt”, nämlich dass es um einen Liebesroman geht, eingebettet in die Länder des „real existierenden Sozialismus”, der DDR und Polens, der Ungarischen Volksrepublik und Westdeutschlands.
Briefe und Tagebuchaufzeichnungen erinnern gelegentlich schon an die romantische Erzählweise des 19. Jahrhunderts.
Aber bleiben wir in Hans-Henning Paetzkes Welt, in der der konkrete Hintergrund zur Darstellung von Charakteren und Leidenschaften sozusagen als Kulisse dient. Es handelt sich hierbei um eine Fähigkeit, die der Historiker der Zeitgeschichte dem Prosaautor zu Recht neiden könnte. Denn während Ersterer sie nur den Tatsachen gemäß festhält, wird die Wahrheit von Letzterem phantasievoll erfunden.
György Dalos

Lieferbare Titel von Hans-Henning Paetzke:

– Hans-Henning Paetzke: Traumleicht. Roman. Ludwigsburg: Pop · 2026; Reihe Epik, Bd. 160,  ISBN 978-3-86356-422-3;  340S., €[D] 25,50

– Balázs Mesterházy: Jinker. Novellenroman Aus dem Ungarischen von Hans-Henning Paetzke Ludwigsburg: Pop · 2026, Reihe Epik, Bd. 161, ISBN 978-3-86356–423-0; 208S., €[D]23,00

 

 

 Anton Sterbling: Fragen der kulturellen Identität

Anton Sterbling: Fragen der kulturellen Identität. Donauschwäbische Kultur, Schriftsteller in der Fremde, Relevanz der Sprache. Ludwigsburg: Pop · 2026; Reihe Universitas, Bd. 15, 244 S.; ISBN 978-3-86356-434-6; €[D] 21,50

Ehemaliges Gründungsmitglied der Aktionsgruppe Banat, ehemaliger Professor für Soziologie an verschiedenen deutschen Hochschulen, jetzt nahezu verzweifelt Schreibender gegen die erneut überhandnehmende, unerträgliche Unvernunft in dieser Welt. Niemals eindeutiger Sieger, niemals völlig bezwungener Verlierer, aber zumeist ganz bewusst und mutwillig auf der Seite der Verlierenden kämpfend, oft mit den lächerlichsten Waffen, ohne Macht und stets im Zweifel darüber, ob tatsächlich mit den besseren Argumenten.
Anton Sterblings Einblicke in historische, soziale und literarische Aspekte der donauschwäbischen Kultur regen zum Nachdenken über die Bedeutung von kultureller Zugehörigkeit und sprachlicher Ausdrucksformen an.

Zum Autor

(…) Angetrieben und beherrscht von notorischer Skepsis und seit Langem geübt in der fragwürdigen Denkkunst der Ideologiekritik und Dialektik, wird von ihm in diesem konsequenten Zweifel – und gleichermaßen in der erbaulichen Widerstandskraft des Erzählens gegen das Vergessen – doch zugleich der beste Schutzschild vor der gleichermaßen allzu begründeten Verzweiflung gesehen. Ge- gen die untrüglichen Anzeichen der ideologischen Verblendungen und des Stumpfsinns setzt er auch gerne auf die erhellenden Wir- kungen des sich selbst aufklärenden Absur- den, dem stets ein verbleibender Rest Un- aufklärbarkeit beigegeben ist.

Lieferbare Titel von Anton Sterbling:

Adelheit Szekeresch: Regentränen

Adelheit Szekeresch: Regentränen. Roman
Ludwigsburg: Pop · 2026; Reihe Epik, Bd. 158, 540 S.; ISBN 978-3-86356-430-8;  €[D] 29,90

Liebe, Verlust und die Suche nach einem Neuanfang! Paul, der nach schwierigen Jahren im Elternhaus und einer schmerzhaften Trennung sein Leben neu ordnen muss, und Alina, die in einer von aufgezwungener Bevormundung und Gewalt geprägten Familie gefangen ist, kämpfen mit ihrer Vergangenheit und den Herausforderungen eines re- pressiven Systems, während sie von Mut, Hoffnung und der Kraft der Liebe getragen werden.
Die Zerbrechlichkeit menschlicher Beziehungen, die Macht der Erinnerungen und die Suche nach Freiheit und Selbst- bestimmung werden in einer rasant erzählten Geschichte ausgeleuchtet, die den Leser bis zum letzten Satz fesselt: ein echtes Krimi-Drehbuch.

Lieferbare Titel von Adelheit Szekeresch:

Papierflugzeug. Roman. 562 S. ISBN: 978-3-86356-067-6. €[D] 21,99

Regentränen. Roman. Ludwigsburg: Pop · 2026; , 540 S.; ISBN 978-3-86356-430-8;  €[D] 29,90

 

 

Alex Dreppec, PH Gruner, Tom Wolff: Trio infernal

Alex Dreppec, PH Gruner, Tom Wolff: Trio infernal.
Gedichte, Kurztexte, Querschüsse.
Ludwigsburg: Pop · 2026
Reihe Lyrk, Bd. 198, ISBN 978-3-86356-432-2, 116 S., €[D]16,50

Muss man die Welt – absurd, wie sie sich darstellt – demütig er- tragen? Nein, lautet die Antwort. Das aufgeklärte Individuum setzt sich hin und schreibt dagegen an. In diesem Buch tun dies drei Dichter. Alex Dreppec, PH Gruner und Tom Wolff zelebrieren als Trio infernal die Selbstverteidigung mit dem Wort. Drei Köpfe, drei Stile, drei Perspektiven. Ernst, skurril, spielerisch, komisch, frech, kämp- ferisch, satirisch, sarkastisch, philosophisch. Wo arbeitet das Trio Infernal? An der sensiblen Stelle, wo der Humor seine Geduld verliert.

 

Lieferbare Titel von Alex Dreppec, PH Gruner und Tom Wolff:

– Trio infernal. Gedichte, Kurztexte, Querschüsse. Ludwigsburg: Pop · 2026
Reihe Lyrk, Bd. 198, ISBN 978-3-86356-432-2, 116 S., €[D]16,50