
Nachruf auf Johann Lippet
Der Pop Verlag trauert zutiefst um seinen langjährigen Autor, den großen Lyriker, Erzähler und Übersetzer Johann Lippet, der am 5. Oktober 2026 verstorben ist. Mit ihm verliert die deutschsprachige Literatur eine unbestechliche Stimme und ein zentrales literarisches Gedächtnis der Banater Kulturgeschichte.
Johann Lippet wurde am 12. Januar 1951 in Wels (Österreich) geboren, kehrte jedoch bereits 1956 mit seinen Eltern in deren Heimat nach Wiseschdia (Vizejdia) im rumänischen Banat zurück. Nach seinem Studium der Germanistik und Rumänistik in Temeswar gehörte er 1972 zu den Mitbegründern der legendären Aktionsgruppe Banat, jener jungen literarischen Bewegung, die sich mutig der Zensur der Ceaușescu-Diktatur widersetzte. Nach Stationen als Lehrer und Dramaturg am Deutschen Staatstheater Temeswar reiste er 1987 in die Bundesrepublik Deutschland aus und lebte seither als freischaffender Schriftsteller in Sandhausen bei Heidelberg.
Für sein herausragendes Schaffen wurde Johann Lippet mit zahlreichen Literatur- und Förderpreisen ausgezeichnet. Seine Werke zeichneten sich durch eine unnachahmliche, oft nominal verknappte Sachlichkeit aus, die existenzielle Wahrheiten ohne schmückendes Beiwerk offenlegte.
Seit 2008 bereicherte Johann Lippet das Programm des Pop Verlags mit einer beeindruckenden Reihe an Publikationen, darunter: Migrant auf Lebzeiten. Roman, 2008; Dorfchronik, ein Roman, 2010; Der Altenpfleger. Zwei Erzählungen, 2011; Tuchfühlung im Papierkorb. Ein Gedichtbuch, 2012; Bruchstücke aus erster und zweiter Hand. Roman, 2012; Die Quelle informiert. Ein Bericht. Roman, 2014; Amei und Mari oder Nacherzähltes Leben. Ein Heimatroman, 2015; Kopfzeile, Fußzeile. Gedichte & Variationen, 2016; Wegkreuze. Beobachtete, gehörte, gelesene und andere Geschichten, 2017; Franz, Franzi, Francisc. Romanfragment (nebst Arbeitsnotizen und Annotationen), 2019; Beziehungsweise(n). Gedichte & Geschichten, 2021; biographie. ein muster. Poem, 2023; Beziehungsweise(n). Erweiterungen. Gedichte und Geschichten, 2026.
Johann Lippet hinterlässt eine schmerzlich empfundene Leerstelle im Verlag und in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Wir verneigen uns vor seinem Lebenswerk und trauern gemeinsam mit seiner Familie und allen ihm Nahestehenden.
Das Team des Pop Verlags, Ludwigsburg
Pressemitteilungen 2024:
024_2024 PM Zum Tod von Helmuth Frauendorfer
023_2024 PM Ana Blandiana Der Wille des Menschen ist antastbar. Von der Allgegenwart der Manipulation
16.okt.2024

Ich verstehe diese Anerkennung als Herausforderung und nehme sie als solche an, aber nicht ohne mich bei Ihnen, den Autoren, Übersetzern, Lektoren, Korrektoren, Redakteuren und Grafikern zu bedanken, genauso wie bei allen Förderern, Kultureinrichtungen, Bibliotheken, Archiven, Universitäten, Instituten und all denen, die uns stets unerschütterlich zur Seite standen, sowie bei denen, die es hartnäckig verweigerten, weil sie uns auf diese Weise geholfen haben herauszufinden, welches Bild von uns sich in der Verlagslandschaft konstituiert und etabliert. Und nicht zuletzt gilt mein Dank Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, da Sie unser Unternehmen – um mit Bob Dylan zu sprechen – vor einem „blowin’ in the wind“ bewahrt haben.

Înțeleg această recunoaștere drept o provocare și o iau ca atare, nu înainte însă de a vă mulțumi vouă, autorilor, traducătorilor, lectorilor, corectorilor, redactorilor, graficienilor, bibliotecilor, arhivelor, universităților, institutelor, instituțiilor culturale, sprijinitorilor și tuturor celor ce ați putut, ați vrut și ați știut sa rămâneți alături de mine, ca de altfel și vouă, celor ce nu ați putut, nu ați știut sau nu ați avut dorința de a o face, care n-ați acordat importanță celor întreprinse de mine și colectivul editurii, cât și vouă, care ne-ați neglijat cu îndărătnicie, ajutându-ne – fie și în acest mod – sa aflăm care este imaginea noastră în peisajul editorial. Și la urmă, dar nu în ultimul rând, mulțumesc vouă, iubiți cititori, fără de care întreprinderea noastră ar fi fost – vorba lui Bob Dylan – „vânare de vânt“. (Traian Pop)
Pressemitteilungen 2023:
Pressemitteilungen 2022:
– 005_2022 PM zu Ilse Hehn – Diese Tage ohne Datum, März 2022
– 004_2022 PM zu Peter Frömmig-Sedimente der Zeit. Essays und Erzählungen, , März 2022
– 003_2022 PM zu Anton Sterbling – Ende einer Pandemie und weitere Erzählungen, März 2022
– 002_2022 PM zu Horst Samson – Der Tod ist noch am Leben, März 2022
– 001_2022 PM zu Helmuth Frauendorfer-Abendweg, März 2022
Pressemitteilungen 2021:
– 004_2022 PM zu Eginald Schlattner – Schattenspiele toter Mädchen., Dezember 2021
– 004_2022 PM zu Eginald Schlattner – Schattenspiele toter Mädchen., Dezember 2021
Pressemitteilungen 2020:
Pressemitteilungen 2019:
- PM Wir trauen um Dieter Schlesak!
Pressemitteilungen 2018:
Pressemitteilungen 2017:
Pressemitteilungen 2016:
- PM zu Norbert Sternmut – Atemecho, Juli 2016
- PM zu BAWÜLON 21 (1/2016), November 2016
- PM zu Eric Giebel – Im roten Sand, März 2016
- PM zu Benedikt Dyrlich_Surreale Umarmung, Januar 2016
Pressemitteilungen 2015:
- PM zu BAWÜLON Nr. 20 (4/2015), November 2015
- PM zu Ines Hagemeyer – handverlesen, November 2015
- PM zu Elke Engelhardt – Bis der Schnee Gewicht hat, November 2015
- PM zu Literaturfest Ludwigsburg, Oktober 2015
- PM zu Frankfurter Buchmesse, Oktober 2015
- PM zu Ekaterine Gabaschwili – Magdanas Esel, September 2015
- PM zu Tschola Lomtatidse – Die Beichte, September 2015.
- PM zu Klaus Martens – Anderswo, nicht hier, August 2015
- PM zu Ilse Hehn – Tage Ost – West, Juli 2015
- PM zu Johann Lippet – Amei und Mari oder Nacherzähltes Leben, Juni 2015
- PM zu Harald Gröhler – Der Sprung durch den Teich, März 2015
- PM zu Ursula Teicher-Maier – Kühe und Locken drehen, März 2015
- PM zu Eric Giebel – Quecksilber in Manteltaschen, März 2015