FRIEDER SCHULLER

FRIEDER SCHULLER, geboren am 13. Juli 1942 in Katzendorf /Caţa, in Siebenbürgen/Rumänien als Sohn des dortigen evangelischen Ortspfarrers. Besuch des Gymnasiums in Kronstadt, Studium der Theologie und Germanistik in Hermannstadt. 1968 Redakteur der Zeitschrift „Karpatenrundschau“ in Kronstadt. Danach bis 1978 Kulturredakteur und Theaterdramaturg. Gedichte in deutscher Sprache, u. a. „Kreise ums Unvollendete“, Gedichte, 1969, Jugendverlag, Bukarest; „Ausgespielt“, Gedichte, Dacia Verlag, Klausenburg. Ein letzter Band – „Mit rotem Wein viel lieber“ (Albatros Verlag, Bukarest) sowie Theaterstücke (Umzug) –unterlagen der Zensur. Günter Grass ermöglichte ihm die Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland. Hier veröffentlichte er Drehbücher und Gedichte, u.a. „Paß für Transsilvanien“, Urheber Verlag, Bonn; „Einladung zu einer Schüssel Palukes“, Edition Parnaß, Bonn. 1986 erhielt er den Andreas-Gryphius-Preis. Dokumentar- und Spielfilme, u. a. „Im Süden meiner Seele – Paul Celans Bukarester Jahre“. Zweimal Filmprämie des Bundes-innenministeriums. 2005 deutsch-rumänischer Gedichtband „Abschiedsgerüchte“, Albatros Verlag, Bukarest. 2006 „Mein Vaterland ging auf den roten Strich“, unveröffentlichte Gedichte aus dem Kommunismus, Hora Verlag, Hermannstadt. Weitere Drehbücher und Prosa. Nach 1990 Inszenierung des mehr-sprachigen Kulturtreffens von Katzendorf, in Siebenbürgen. Seit 2011vergibt er den Dorfschreiberpreis von Katzendorf/Sieben-bürgen. 2012 fand am Staatstheater in Hermannstadt/Sibiu die Uraufführung „Ossis Stein oder Der werfe das erste Buch“ statt. 2012 drehte er den Dokumentarfilm „Ein Dorf erwacht“ für ARTE.