Dagmar Dusil (Hg.): Gesichter Hermannstadts. Lebensbilder aus Geschichte und Gegenwart

Dagmar Dusil (Hg.): Gesichter Hermannstadts. Lebensbilder aus Geschichte und Gegenwart. Reihe Fragmentarium, Bd. 35 · ISBN: 978-3-86356-445-2, 508 Seiten, €[D]39,90

Heinz Acker · Georg Aescht · Samuel Beer · Herta Daniel · Ortrun Daniel · Dagmar Dusil (Zink) · Walter Fromm · Antonia Gallotsik · Konrad Gündisch · Hannes Höchsmann · Manfred Huber · Monika Irimia · Kristel Junesch · Konrad Klein · Wolfi Klein · Rudolf Klubitschko · Gerhard Konnerth · Ingmar Loew · Ingrid Loew · Viktoria Mathias · Gerhard Ongyerth · Thomas Pitters · Hanne Roth · Jürgen Schlezack · Gerlinde Schuller · Anneliese Schuster · Margot Seiler · Hans Seiwerth · Gudrun Spaan · Renate Steinbach · Beatrice Ungar · Christel Ungar · Joachim Wittstock · Kurt Thomas Ziegler · Dietfried Zink · Klaus-Peter Zsivanovits

Die Autoren zeichnen persönliche Erinnerungsbilder aus Hermann- stadt – biografische Momentaufnahmen, in denen Lebenswege, Stadtgeschichte und kulturelles Gedächtnis ineinandergreifen. Ihre Porträts bewahren mehr als Namen und Daten: Sie lassen Menschen und Orte, Atmosphäre und Nimbus der Stadt wieder hervortreten, die im Erinnern ihre eigentliche Lebendigkeit gewinnt.

Lieferbare Titel von Dagmar Dusil:

Dietfried Zink, Der leise Suchton des kreisenden Vogels

Dietfried Zink, Der leise Suchton des kreisenden Vogels. Gedichte. Reihe Lyrik, Band 1826, 137 Seiten, ISBN 978-3-86356-376-9, € [D]16,50

Mir will scheinen, dass Dietfried Zink ein exemplarischer Fall für ein siebenbürgisches Dichterdasein im ausgehenden 20. Jahrhundert darstellt. Auf der engen deutschen Sprachinsel Rumäniens war Dichten ein Befreiungsakt – sowohl künstlerisch als auch gesellschaftlich. Man konstituierte durch Schreiben seine Identität. Der Identitätsanker waren die deutsche Sprache und die alten wie neuen Regeln der literarischen Formgebung in dieser Sprache. Es ist geradezu paradigmatisch, dass Dietfried Zink Germanistik studierte und Deutschlehrer wurde. Das war für ihn und viele andere der Königsweg zum literarischen Schaffen. Nicht alle Deutschlehrer waren Dichter, aber die meisten Dichter waren Deutschlehrer. Nirgendwo war man besser in einer sicheren Heimat aufgehoben als eben in der Sprachheimat.
Walter Fromm

Die vorliegende Lyriksamm- lung enthält eine Zusammen- stellung von Gedichten aus allen Schaffensperioden. Der Titel des Bandes ist eine metaphorisch-programmati-
sche Überhöhung des Inhalts und stammt aus einem der Gedichte: Der leise Suchton des kreisenden Vogels. (Du, S. 84) Die schmale Auswahl um- fasst wohl um die sechs Jahr- zehnte poetischer Artikula- tionsversuche. Achtzig Gedichte / Leben in Jahren und Wort / Langsam fließt der Fluss – so das Motto des Gedichtbandes von Dagmar Dusil. Es ist die Zusammenfassung dessen, was Dietfried Zink eigentlich aus- macht: beharrliches Anschrei- ben gegen die Vergänglichkeit!

Lieferbare Titel von Dietfried Zink:

Dagmar Dusil (Hg.): Mit Erinnerungen gepflastert

Dagmar Dusil (Hg.): Mit Erinnerungen gepflastert. Eine Anthologie von Dagmar Dusil. Kartoniert, mit Schutzumschlag (bedruckt). Reihe Fragmentarium, Bd. 28. ISBN: 978-3-86356-367-7, 410 Seiten, €[D]25,00

| Emil Hurezeanu | Nora Iuga | Frieder Schuller | Monica Fronius | Hellmut Seiler|Heinz Acker | Jürgen Schlezack | Michael Astner | Hannes Elischer | Kurt H. Binder | Horst Samson | Jürgen Schuster | Marianne Hügel | Horst Fleischer | Jutta Caplat | Heini Höchsmann | Angela Baciu | Bernd Fabritius | Sieglinde Bottesch | Walter Johrend | Marianne Acker | Gerhard Dabi | Dagmar Dusil | Gerlinde Schuller | Dietfried Zink | Ingrid Loew | Peter Betsy | Erika Schunn | Monika Reiner | Rudi Klubitschko | Joachim Wittstock | Manfred Huber | Erika Schneider | Kurt Thomas Ziegler | Brigitte Hermann | Adrian Ernster |

Die Texte im vorliegenden Band berühren, informieren, beschreiben, blicken in ein Hermannstadt, das es heute so nicht mehr gibt. Sie sind zum Teil gut recherchiert und dokumentiert oder verlieren sich einfach in Erinnertem. Die Straßen sind die Adern der Stadt und schwemmen Erinnerungen und Erlebtes an oder weg, übergeben all dies der Stadt, und so werden es nicht mehr unsere Erinnerungen sein, sondern die der Stadt. Momentaufnahmen, die Bilder entstehen lassen.

Das letzte Haus war auch ein Einfamilienhaus und war das Eckhaus zum Philosophengang auf der linken Seite. Es trägt schwer an einer Erinnerung. Christel, die zweitälteste Tochter der Konrads, war Studentin in Klausenburg. Der politische Geheimdienst hatte sie unter Druck gesetzt. Er forderte von ihr, über ihre Kommilitonen und Freunde zu berichten. Sie eigerte sich.
Hannes Elischer, Die Walkmühlgasse

Wenn aber der laue Sommerwind das Laub der Linden im Garten von Fräulein Schullerus und das des uralten Nussbaumes im Hof von Tante Clara, unserer lieben Nachbarin, sanft streichelt, erreicht das geheimnisvolle Rauschen über Hunderte und Tausende Kilometer Entfernung unsere Seelen und erinnert uns an die Kinder, die wir einmal waren …
Adrian Ernster, Die Grabengasse

Lieferbare Titel von Dagmar Dusil: