{"id":833,"date":"2015-11-11T14:38:46","date_gmt":"2015-11-11T14:38:46","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.pop-verlag.com\/?p=833"},"modified":"2015-11-11T14:38:46","modified_gmt":"2015-11-11T14:38:46","slug":"jonahh-lippet-migrant-auf-lebzeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp.pop-verlag.com\/?p=833","title":{"rendered":"Jonahh Lippet: &#8222;Migrant auf Lebzeiten&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/wp.pop-verlag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Johann-Lippet_1.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-775 size-medium\" src=\"http:\/\/wp.pop-verlag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Johann-Lippet_1-214x300.gif\" alt=\"Johann-Lippet_1\" width=\"214\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong><em>Migrant auf Lebzeiten,<\/em> <\/strong>Roman (EPIK- Sammlung) 226S.,\u00a0ISBN:\u00a0 <strong>978-3-937139-<\/strong>56-2 \u20ac[D]15,90<\/p>\n<p>Vertriebener, Aussiedler, Ausgewandeter, Emigrant. Welche Bezeichnung traf auf ihn zu? Diese Frage stellt sich der Schriftsteller Johann Linz, als die F\u00fcgung von Zuf\u00e4llen dazu f\u00fchrt, da\u00df er 1997, nach zehn Jahren, ins Banat, Rum\u00e4nien, reist, wo er fast vier Jahrzehnte gelebt hatte. Bis dahin hatte er sich immer wieder vorgestellt, wie es sein w\u00fcrde, wenn er mal nach Rum\u00e4nien f\u00e4hrt, sein Vorhaben aber stets an Bedingungen gekn\u00fcpft, nach dem Muster: Wenn&#8230;, dann ja. Mit Antritt der Reise ist dieser Teufelskreis durchbrochen, und er hofft mit sich ins reine zu kommen, mit seinen Erinnerungen, die er all die Jahre verdr\u00e4ngt hatte.<\/p>\n<p>Nach Verlust seines Arbeitsplatzes und dem Streit mit seiner Frau zieht er kopf\u00fcber von zu Hause aus, wei\u00df anfangs nicht wohin, entscheidet sich schlie\u00dflich f\u00fcr eine Pension in der Pfalz. Diese Gegend kennt er aus dem Roman eines Schriftstellerkollegen, der sie f\u00fcr Aussteiger empfiehlt. Sein Versuch, hier einen Roman \u00fcber das Land seiner Herkunft und sein Leben dort zu schreiben, scheitert.<\/p>\n<p>Trotz vieler Bedenken entschlie\u00dft er sich, nach Rum\u00e4nien zu fahren. W\u00e4hrend der abenteuerlichen Busreise, die fast 24 Stunden dauert, bietet sich ihm Gelegenheit, dar\u00fcber nachzudenken, was er unter anderen Umst\u00e4nden weiterhin verdr\u00e4ngt h\u00e4tte: sein Verh\u00e4ltnis zu dem Land, das er hatte verlassen m\u00fcssen, sein Verh\u00e4ltnis zur banatschw\u00e4bischen Bev\u00f6lkerung, der er entstammt, sein Verh\u00e4ltnis zu ehemaligen Schriftstellerkollegen.<\/p>\n<p>Von Temeswar aus, wo ihm eine befreundete rum\u00e4nische Familie ihr Appartement zur Verf\u00fcgung stellt, reist er mit dem Zug an Orte der Erinnerung. Er besucht sein Heimatdorf, in dem von der urspr\u00fcnglichen deutschen Bev\u00f6lkerung niemand mehr wohnt, da alle nach Deutschland ausgewandert sind. Der Besuch des Friedhofs ist Anla\u00df, die Geschichte des Dorfes und seiner Bewohner vor dem inneren Auge noch einmal Revue passieren zu lassen. Eine andere Reise f\u00fchrt ihn zu seiner Jugendliebe aus der Gymnasialzeit, da er nach so vielen Jahren das Bed\u00fcrfnis hat, einige Dinge mit ihr zu kl\u00e4ren. Er unternimmt Streifz\u00fcge durch Temeswar und entdeckt, auch anhand von B\u00fcchern, auf die er zuf\u00e4llig st\u00f6\u00dft, die Geschichte der Stadt f\u00fcr sich neu. Mit dieser Stadt verbinden ihn schmerzhafte Erinnerungen, aber auch die Liebesgeschichte mit seiner Frau, die er sich noch einmal vergegenw\u00e4rtigt.<\/p>\n<p>Er kommt zu Einsicht, da\u00df er wohl ein Leben lang Migrant zwischen zwei Welten bleiben wird, da\u00df er dies akzeptieren mu\u00df, wenn ihm ein Neubeginn, auch als Schriftsteller, gelingen soll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Migrant auf Lebzeiten, Roman (EPIK- Sammlung) 226S.,\u00a0ISBN:\u00a0 978-3-937139-56-2 \u20ac[D]15,90 Vertriebener, Aussiedler, Ausgewandeter, Emigrant. Welche Bezeichnung traf auf ihn zu? 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