{"id":1532,"date":"2016-10-12T19:20:07","date_gmt":"2016-10-12T19:20:07","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.pop-verlag.com\/?page_id=1532"},"modified":"2016-10-13T04:34:28","modified_gmt":"2016-10-13T04:34:28","slug":"badri-guguschwili","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wp.pop-verlag.com\/?page_id=1532","title":{"rendered":"Badri Guguschwili"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1533 size-medium\" src=\"http:\/\/wp.pop-verlag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Badri-Guguschwili-300x212.jpg\" alt=\"Badri Guguschwili\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/wp.pop-verlag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Badri-Guguschwili-300x212.jpg 300w, https:\/\/wp.pop-verlag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Badri-Guguschwili-768x543.jpg 768w, https:\/\/wp.pop-verlag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Badri-Guguschwili-1024x724.jpg 1024w, https:\/\/wp.pop-verlag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Badri-Guguschwili-424x300.jpg 424w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><a href=\"http:\/\/wp.pop-verlag.com\/?page_id=1532\">Badri Guguschwili<\/a><\/strong> (1951-1996) studiuerte am Georgischen Polytechnischen Institut, sp\u00e4ter an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Kunstmanagement in Tiflis. Er hat f\u00fcnf Sammelb\u00e4nde Gedichte ver\u00f6ffentlicht, war Mitbegr\u00fcnder und Co-Redakteur der 1989 etablierten, ersten postsowjetischen georgischen Literaturzeitschrift Iakhsari sowie Organisator und Teilnehmer vieler inoffizieller literarischer Aktionen. 1996 beendete er sein Leben durch Selbstmord. Guguschwili fand Anerkennung durch seine versch\u00e4rfte Aufmerksamkeit patriotischen und sozialen Themen gegen\u00fcber sowie durch die strenge Einhaltung des Realismus. Die grobe sprachliche Ausdrucksweise und eine zerst\u00f6rte Poetik in seinen Gedichten als auch die extreme Entbl\u00f6\u00dfung der Absicht des Autors oder die unverh\u00fcllte, nicht-allegorische Darstellung moralischer Prinzipien, besonders aber eine gewisse Brutalit\u00e4t waren der sterilen und normierten sowjetisch-georgischen Poesie wildfremd. Wesentliches Element bei Badri Guguschwili war, dass sein Leben in der Poesie und sein Alltag keine Gegens\u00e4tze bildeten. Er versuchte so zu leben wie er schrieb und dabei christlich-orthodoxe und allgemeine Werte zu achten. Sein Poem Die Fleischk\u00f6nigin ist eine der gr\u00f6\u00dften Errungenschaften moderner georgischer Poesie. Die Bildsprache hier beruht auf dem Grundsatz der negativen poetischen Theologie. Der Autor bereitet den Leser Vers um Vers auf die Antwort vor, wo Gott zu finden sei, indem er auff\u00fchrt, was Gott ist und wo man ihn am besten sucht. Doch im entscheidenden Moment weigert er sich, dem Leser die Idee der \u201eErl\u00f6sung\u201c anzubieten und bleibt Adept der Literatur, nicht der Theologie. \u00c4sthetische Spiele dieser Art sind das Kennzeichen des ganzen Schaffens Guguschwilis. Hier werden religi\u00f6ses Bewusstsein und avantgardistische \u00c4sthetik\u00a0 beispielhaft ineinander verwoben. Es ist auch bemerkenswert, dass der Autor Ende der 1980er Jahre die Gedichte von Hans Magnus Enzensberger \u00fcbersetzen konnte, die der sowjetischen Zensur verd\u00e4chtig und unerw\u00fcnscht waren. Selbst heute, wo fast jede (politische und moralische) Zensur abgeschafft zu sein scheint, bleibt das Ph\u00e4nomen Badri Guguschwili ein Beispiel, wie wertvoll die Kategorien des Unsterilen und Unraffinierten, des nicht normierten Temperaments und der Spontaneit\u00e4t f\u00fcr die Kunst sind.<\/p>\n<p>Lieferbare Titel von<strong><a href=\"http:\/\/wp.pop-verlag.com\/?page_id=1532\"> Badri Guguschwili<\/a>: <\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/wp.pop-verlag.com\/?p=1530\">\u201e<\/a>Der Tag des Menschen<a href=\"http:\/\/wp.pop-verlag.com\/?p=1509\">\u201c<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Gedichte. Nach einer Auswahl von <a href=\"http:\/\/wp.pop-verlag.com\/?page_id=1475\">Dato Barbakadse<\/a>,<br \/>\nmit einem Vorwort von Prof. Dr. Bela Tsipuria. \u00dcbersetzung aus dem Georgischen von Maja Lisowski.<\/p>\n<p>Hrsg. <a href=\"http:\/\/wp.pop-verlag.com\/?page_id=1216\">Uli Rothfuss<\/a><br \/>\nKaukasische Bibliothek Band 10<br \/>\n(Georgien)<\/p>\n<p>Pop Lyrik<\/p>\n<p>120 Seiten, 15,50 \u20ac<br \/>\nISBN 978-3-86356-138-3<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Badri Guguschwili (1951-1996) studiuerte am Georgischen Polytechnischen Institut, sp\u00e4ter an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Kunstmanagement in Tiflis. 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